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... 2024 für Jürgen Bender.
Den ersten Pokal hat Jürgen Bender noch
Die beiden vom Erfolg verwöhnten MCH-Mitglieder Jürgen Bender und Marco Bayer sind bereit. Der Sattelschlepper mit der über den vergangenen Winter neu aufgebauten GT3-Callaway-Corvette C7 rollt Richtung Norden. In Oschersleben vor den Toren von Magdeburg tritt Jürgen Bender zu seinem Saisonauftakt 2024 an. Das geschieht bei den ersten beiden Wertungsläufen der 38. STT-Challenge am Wochenende.
Geboren wurde Jürgen Bender 1959 in Neckarsulm. Dort machte jüngste Sohn des größten Reifenausrüsters der Region 1976 sein Abitur. Autos und der Rennsport faszinierten „Ben“ wie ihn die Freunde nannten schon immer. Mit 8 Jahren begann der Schüler an einem alten Moped herum fummelte. Erst an einer Quickly und dann an einer Kreidler. „Und Auto fahren wollte Jürgen natürlich auch früh“, erinnert sich ein Mitarbeiter von Vaters Hans Bender noch heute schmunzelnd.
Nach dem Abitur setzte der Neckarsulmer einen gebraucht erworbenen NSU TTS bei Slalomrennen zur Unterland-Hohenlohe Rennslalom-Meisterschaft ein. Der NSU wurde von Jürgen, "sozusagen in vielen Nachtschichten", mit viel Liebe zum Detail nebenher mit Kumpels aufgebaut. Und er holte sich 1980 bei den Läufen den ersten Meistertitel im Slalom-Rennsport. Der erste Pokal steht noch heute im Büro der Firma. Der zweite Slalomtitel folgte im Jahr später.
Seine volle Aufmerksamkeit galt in den folgenden Jahren dem Studium an der technischen Hochschule in Darmstadt. Dadurch gab es in Sachen Rennsport leider eine längere Unterbrechung. Als frisch gebackener Diplomingenieur des Maschinenbaus hätte Jürgen Bender sehr gerne gleich wieder Rennen gefahren. Aber er hatte sich bereits im Studium entschlossen, selbst eine Recycling-Technik-Firma aufzubauen. Das setzte er konsequent um. Beides zusammen, Rennsport und einen Betrieb aufbauen, das ging aber weder zeitlich noch finanziell.
Zu der Zeit gab es noch nicht sehr viele Recycling-Maschinen am Markt. "So konnte ich mein Fachwissen aus dem Studium gleich in der Praxis umsetzen", Schmunzelt Bender im Interview. „Leicht war das nicht“. Er konstruierte und baute eigene Recyclinganlagen. Kunststoff-Bauteile und Reifen begann sein betrieb Ende der 80er Jahre im großen Stil zu schreddern.
Ende der 90er Jahre wurde ein Porsche 993 erworben. Damit ging er in GT-Rennen an den Start. Erster Titel - die Pirelli Trophy 2000. Ein Dutzend GT-Titel im Rahmen der GTP-Serie folgten in den Folgejahren. Der deutsche Porsche Meistertitel und der GTP Porsche Super Sprint Titel von 2001 bildeten den bedeutendsten Erfolg.
Ab 2004 mit an Bord war Marco Bayer aus Erlenbach. Als Renningenieur konnte MCH-Mann Bayer wertvolle Hinweise zur Weiterentwicklung der Porsche GT-Rennwagen beisteuern.
Es folgten Porsche-Cup-Einsätze. Der Höhepunkt zum Jahresbeginn 2006 dann in einer Crew bei den legendären 24h von Dubai am Start. Dort Bender als Teil der Deutsch-Dänische Porsche-Crew den 4. Gesamtrang. Besonders beachtlich ist - dieses Ergebnis wurde im Unterland trotz einiger Versuche anderer Teams bis heute nicht übertroffen.
Die Erfolge ermutigten "Ben" Bender weiter an GT-Meisterschaften teilzunehmen. Ein wichtiger Meilenstein wurde 2007 die Anschaffung eines Porsche 997 GT3. Diesen Wagen galt es unter der Leitung von „Jürgens Einsatzleiter Bayer“ über Jahre neue Verbesserungen. Durch Nachrüstung konnte der Neckarsulmer in der GT-Spitze weiter um Siege fighten. „Jährliche Rennwagen-Neukäufe wären für mich nicht drin gewesen“, so Bender.
Auf einem 520 PS GT2-Porsche von Probst-Racing zeigte Jürgen Bender ganz nebenbei, dass er auf Anhieb gegen Stärkste GT-Modelle von AMG, Ferrari oder Aston Martin ohne Probleme, um Gesamtsiege zu kämpfen in der Lage war. „Aber die Kosten für solche Einsätze bei Profiteams überstiegen meine Möglichkeiten natürlich“. So blieb das Mitglied des Heilbronner MCH in der GT3 aktiv. Mit dem privat eingesetzten Porsche 997 gelang es den Unterländern 2010 im Rahmen der ADAC-GT-Masters die SRO-Meisterschaft. Auf Strecken in ganz Europa kämpften baugleiche GT3-Modelle von Porsche dort um den Titel. Und diese wichtige Meisterschaft nahm Jürgen Bender am Saisonende mit nach Neckarsulm. Nicht nur ein großer Leistungsbeweis der Unterländer Crew Sportwagenschmiede. Sondern dazu ein absoluter Erfolg für den Motorsport Club Heilbronn (MCH).
Als die Modifikationen des Werkes es finanziell nicht mehr sinnvoll erscheinen ließen den eigenen 997 GT3 nachzurüsten, entschied sich Jürgen Bender, bei Callaway Competition in Leingarten eine Z06 Corvette der GT3-Klasse zu erwerben. Vom Heckmotor zum Frontmotor. Ein sehr großer und gewagter Schritt. Aber der Schritt gelang ihm Ende 2012 auf Anhieb. Sofort wurde er einer der Fahrer, die nun auf den Rennstrecken Europas zu den Anwärtern auf den Gesamtsieg gehörten. Europas Rennstrecken wurden Benders Revier. Es folgte Sieg auf Sieg. Einladungen zu Rennen der FIA in Europa folgten. Ein Start in Baku/Aserbaidschan zeigte, dass Bender zu den gefragten Fahrern gehörte. Der Start in Baku fiel in jene Zeit, in der sich das Land gerade begann, sich darauf vorzubereiten, mit einem eigenen Kurs in die Formel-1 zu drängen.
"Uns Streckensprechern war der Name Jürgen Bender geläufig", erinnert sich Klaus Lambert. Bei den GT-Rennen schaute ich immer zuerst drauf, wie schnell ist der Jürgen", merkte auch SDO-Timing-Chef Bernd Jung an. Bender wird zum Maßstab. Schnell wurden immer neue Hundertermarken bei den Pokalen in seinen Neckarsulmer Regale geknackt. „1000 „Pötte“ dürften es heute wohl sein“, so der Neckarsulmer.
2012 gewann "Ben", wie ihn die alten Freunde nach wie vor nennen, den Divinol-Cup. "Eine Serie, die von den Aktiven zu der Zeit regelrecht mit Nennungen bombardiert wurde", erinnert sich Divinol-Manager Hoffmann lächelnd. 2015 fuhr Bender einen STT-Lauf am Lausitzring. Eine Pause zwischen den STT-Rennen gestattete es ihm noch einen Lauf der P9-Challeng reinzuschieben. Er trat an und holte den Gesamtsieg! Manager Fischer war begeistert. 2016 gewann der Hero der Unterländer GT-Szene die DMV-Touring Car Challenge. Im Jahr darauf errang MCH-Ass Bender 30 Jahre nach der Seriengründung den Titel der renommierte STT-Challenge. In der Riege der GT-Routiniers wurde Jürgen Bender der Deutsche, den es auf den Rennstrecken Europas bei GT-Rennen zu schlagen galt.
Doch Bender musste nun selbst bremsen. Anfragen zu Renneinsätzen ausländischer Teams konnte er nicht annehmen. "Schließlich war ich selbstständig. In der Situation kann man nicht mal eben "die Firma, Firma“ sein lassen, um schnell mal nach zu Tests nach Monza (I), Spa (B) oder Silverstone (GB) zu düsen", so die nüchterne Antwort des Neckarsulmers. Ein Wechsel ins Fahrer-Profilage war damit praktisch vom Tisch.
Aber es wird für Jürgen Bender auch zukünftig sehr anspruchsvolle Einsätze geben. Marco Bayers Team Sportwagenschmiede und Jürgen Bender gewannen 2020 alle Läufe der P9-Challengeund so den P9-Titel überlegen dazu.
Ein Super-Wochenende wird oft vergessen. Der Rekord kam Ende 2018 wie folgt zustande: Bender gab am "Ring" die Nennung für 2 Rennserien ab. Der Zeitplan ließ das zu. "Ein Zufall", so Bender, "ich kann es heute noch kaum glauben. Es funktionierte zeitlich ganz knapp". Bender startete zu allen 4 Rennen aus der ersten Reihe, gewann in allen 4 Läufen seine Klasse und errang dazu eben auch alle 4 Gesamtwertungen. Dieser Rekord wurde bis heute nicht gebrochen. Callaway-Competition war begeistert. Deren GT3-Modell vor den Jungs auf Porsche, Audi, Mercedes, Lamborghini, Aston Martin, Ford und Ferrari. "Nicht schlecht, Herr Specht" strahlte ein Callaway-Techniker damals am Ring.
Gesamtsiege in den GT-Serien Deutscher Veranstalter auf den Strecken in Europa bleiben weiterhin das Ziel der Sportwagenschmiede mit Jürgen „Ben“ Bender. Auch wenn es am kommenden Wochenende auf der Rennstrecke in Oschersleben wieder los geht steht der Sieg im Focus. Ein heißer Reifen am Tag auf der Strecke und am Abend sitzt die ganze Crew hinter der Box in der „offenen Küche“ – „Da wird dann gegrillt und es gibt köstliche Salate dazu“, grinst Jürgen. (HTS)
HTS-Foto
Jürgen Bender testet in Hockenheim
Jürgen Bender mit der GT3-Corvette sehr zufrieden
29.04.2024
Strahlende Sonne und strahlende Gesichter beim Testauftakt in Hockenheim im Team Sportwagenschmiede. MCH-Ass Jürgen Bender drehte auf der von seiner Erlenbacher Crew frisch aufgebauten GT3-Corvette Modell C7, auf dem Formel-1-Kurs ohne Probleme seine ersten Runden der Saison 2024. Der Grill ist angeheizt - so die Teams ab dem ersten Test in einer Saison sehr treffend. "Auf Zeit ging es für uns hier noch nicht", so Teamchef Marco Bayer. "Mit Hilfe eines Partners sammelten wir erst einmal Basisdaten für eine spätere Feinabstimmung bei den Meisterschaftsrennen", erläuterte MCH-Mitglied Bayer. Die Arbeiten nach einem Schaden im STT-Finale 2023 am Nürburgring wurden im Winter vom Team behoben. Einige Teile brauchten bei der Anlieferung leider ihre Zeit. Es gab, so beim Neuaufbau der Callaway-Corvette, leichte zeitliche Verzögerungen. Aber wie Hockenheim zeigte, gelangen die Arbeiten im Zusammenspiel mit neuen Erkenntnissen beim Fahrwerk auf Anhieb absolut perfekt.
"Was wir im Winter erarbeiten konnten, das zeigte sich hier heute wirklich als gelungen", so Bayer entspannt am Abend in Box 17. Beim ersten Test zum Saisonauftakt der P9-Challenge in Hockenheim lief für Racer "Ben" (Nickname) also alles wie geschmiert. Im Feld der anwesenden GT-Rennwagen mit etlichen Top-Routiniers am Steuer, brillierte Vollblut Racer Bender einmal mehr. Das gleiche galt für sein Einsatzleiter Marco Bayer.
Der Motor der Corvette lief bei bestem Frühjahreswetter hervorragend. Befürchtete Schäden konnten nicht festgestellt werden. Passende Temperaturen des Asphalts in Hockenheim erleichterten die Abstimmarbeiten deutlich. " Uns bleiben vor dem ersten Rennen auf der Rennstrecke von Oschersleben vor den Toren von Magdeburg in 3 Wochen, nur noch einige Feinabstimmungen des Fahrwerkes und des Reifendrucks zu erledigen", so Bender zufrieden. Im Notfall lässt sich das auch im freien Training dort auf dem Bördekurs in Oschersleben noch machen. "Denn da geht es dann ja schließlich um Toprundenzeiten für die Startaufstellung beim Auftakt-Rennen der STT-2024", so Teamchef Bayer zufrieden. Da zählt jede "Zehntel Sekunde".
P9-Veranstalter Fischer ging Bender in Hockenheim übrigens nicht von der Seite. Er will "seinen" P9-Champion von 2020 natürlich ebenfalls 2024 wieder in seiner P9-Serie am Start haben. "Exchampion Jürgen in der Frontmotor-Corvette gegen den amtierende Champion McKansy im Mittelmotor-Lamborghini und Endurance-Champion Hermann Speck im Heckmotor-Porsche. GT-Rennsport vom Feinsten bei mir in der P9", so der routinierte Manager aus München mit hoch gezogenen Augenbrauen. Die Saison wird auf alle Fälle einmal mehr spannenden GT-Rennsport liefern. Dafür sorgen die Veranstalter mit den von ihnen auf etlichen Cirquits in Europa ausgeschrieben Sprintrennen. Unterländer Aufsteiger aus der GT-Szene wie die MCH-Asse Markus Pommer und Pablo Schumm zeigen, was in den Profiserien nach durchlaufener guter GT-Schule gehen kann. HTS
Foto: HTS, Bender vor dem gelben Porsche von Endurance-Meister-2023, Hermann Speck
Rookie Nico Gutzeit gelingt Doppelpodest
Rookie Nico Gutzeit gelingt Doppelpodest
128 Slalomcracks beim Auftakt zur Deutschen Rennslalommeisterschaft
22.04.2024
Ein Schnupper-, Lern-, und Testeinsatz beim Auftakt zur Deutschen Rennslalommeisterschaft stand für die Gutzeits und den eigens aufgebauten BMW 318 ti compact an. Der fand an diesem Wochenende auf dem Flugplatz Eggenfelden – zwischen München und Passau – mit 128 Akteuren (151 hatten genannt, 138 wurden zugelassen) aus ganz Deutschland statt. „Ein horrend schneller 4400 Meter Parcours bei dem immer drei Teilnehmer gleichzeitig zwischen den Pylonen unterwegs waren, für mich absolutes Neuland“, erklärt Nico Gutzeit nach der Besichtigung des Kurses.
Foto: Harald Gutzeit
Samstag: Auftakt bei trockener Piste. Trotz eines Pylonenfehlers in Rennlauf zwei donnerte Nico auf den zweiten Klassenplatz – nach dem ersten Stint hatte der Youngster des MC Heilbronn die Klasse sogar noch mit 27 hundertstel Sekunden Vorsprung angeführt. Auf seinen letzten Metern auf dem Flugplatz begann es zu regnen und graupeln, so dass alle weiteren Slalomcracks deutlich langsamer wurden. Schlussendlich stand wetterbedingt neben dem zweiten Klassenplatz auch der zweite Gruppenrang sowie der sensationelle zweite Gesamtrang auf der Ergebnisliste – die versammelten getunten Gruppe H-Boliden konnten auf dem rutschigen Flugplatzasphalt keine schnelleren Zeiten setzen.
Sonntags konnte Nico den BMW auf den dritten Klassenplatz lenken. Gewonnen hat hier der amtierende Rennslalommeister Markus Firsching, der am Samstag nach einem fulminanten Dreher im ersten Stint noch ausgeschieden war. Zweiter dessen Vater Robert, der Samstags vor Nico Gutzeit siegte. Beide steuern einen Top-aufgebauten BMW 320 is der E 30 Baureihe mit ca. 250 PS Leistung, mit dem das Duo seit Jahren die Klasse und Gruppe dominiert. Im Training lag Nico noch in engem Zeitenkontakt der Spitze, inclusive dem Mazda MX5 von Routinier Michael Thurner, dann drehten die Firschings auf. Beim Versuch mitzuhalten, touchierte der MCH-Youngster mit ca. 150 km/h ausgangs einer Gasse einen Pylon, der zu Beschädigungen vorne links am Radinnenhaus, der Stoßstange und dem Frontspoiler führte. „Dank viel Panzertape und Papas Routine konnte ich zum zweiten Rennlauf wieder antreten“, so Nico. Eine fehlerfreie 2.20er Zeit auf dem 4400 Meter-Parcours ergab den dritten Klassenplatz hinter Markus und Robert Firsching. Seine Endzeit von 4.43.62 Minuten dabei bemerkenswert schnell, und somit vor einigen Lokalmatadoren und Rennslalomspezialisten. „Das neue KW-Fahrwerk funktioniert und ich versteh es von Lauf zu Lauf besser. Die kleinen Veränderungen nach Schlüsselfeld vor einer Woche haben sich sehr positiv ausgewirkt. Auch die Motorenrevision vom Winter hat mehr Leistung und ein besseres Ansprechverhalten gebracht“, resümiert Nico Gutzeit. Staunen aber über die zweite Stintzeit von Markus Firsching, der den 320 is in sagenhaften 2.12.86 Minuten durch die Pylonen zirkelte.
Nach der Gruppe F erneut Regen, somit durfte sich Sonntag‘s Markus und Samstag‘s Robert Firsching als Gesamtsieger feiern lassen. „Eggenfelden war definitiv die weite Reise wert, etwas vergleichbares habe ich noch nicht erlebt“, so Nico. Am nächsten Wochenende geht es für den DM-Rookie zurück zu den Wurzeln auf die Berg-, und Talpiste des Wolfszipfellabyrinths am Heilbronner Wartberg. Das MCH-Slalomwochenende mit regionalen Prädikaten, einem 1800 Meter-Parcours beim DMSB-Slalom sowie einem 900 Meter-Kurs beim Clubsportslalom sind angesagt.
Wilfried Ruoff
Unterländer GT-Asse testen für die P9-Challenge, die ADAC-Masters, und die STT
Hockenheim – 23. April
Unterländer GT-Asse testen für die P9-Challenge, die ADAC-Masters, und die STT
Der Auftakt der Deutschen GT-Privatiers mit internationalen Ambitionen findet am 23. April auf dem Grand Prix Kurs in Hockenheim statt. Also etwas Besonderes „quasi vor der Haustür“ der Unterländer Racefans. „Nicht nur die Interessenten an meiner P9-Challenge und der P9-Endurance-Serie werden an meinem Testtag ihren GT-Boliden den letzten Schliff an den Fahrwerken verpassen“, so Veranstalter Bernhard Fischer aus München. Auch einige Starter der am 28.04. in Oschersleben beginnenden ADAC-GT-Masters-Saison erwartet Fischer auf dem Grand Prix-Kurs. Wohl auch die letzte Möglichkeit dort für den hoch gehandelten Aufsteiger der GT-Szene aus dem Unterland, Pablo Schumm (23) seinen Audi R8 GT3 mit der Crew von Engstler-Motorsport zu checken. Internationale Rennerfahrungen sammelte MCH-Mitglied Schumm bis 2023 bei P9-Rennen der P9-Challenge und der -Endurance in Österreich, Tschechien, Italien und in Frankreich.
Der P9-Champion von 2020, Jürgen Bender startet nach seiner Rolle seitwärts 2023 am Nürburgring in dieser Saison erneut in der STT-Challenge. Dort holte sich der damals 56jährige „GT-Routinier“ 2016 als einziger Heilbronner den Meistertitel. „Mal schauen was dort am 12. Mai mit der GT3-Callaway-Corvette des Teams Sportwagenschmiede (Erlenbach) laufen wird“, so MCH-Mitglied Bender schmunzelnd. Ist das Ergebnis dort überzeugend, dann wird P9-Manager Fischer mit aller Kraft versuchen, Bender vom Start zum Auftakt seines P9-Rennserienpaketes am Red Bull Ring zu überzeugen. „Jürgen war es, dem 2020 gelang, bei mir in der P9-Challenge erstmals alle Läufe einer Saison zu gewinnen und den Titel zu holen“, so Renningenieur Bayer respektvoll. MCH-Mitglied Bender macht in seiner GT3-Callaway-Corvette gegen starke Mitstreiter auf Modellen von Porsche, Aston Martin, Audi, Lamborghini, AMG, BMW oder auch Ferrari in allen international offenen Deutschen GT-Serien immer eine gute Figur, sind nicht nur die Unterländer GT-Fans absolut überzeugt.
Ob auch Swiss-Cup-Pilot Christof Langer (Porsche), Langstreckenroutinier Patrick Assenheimer (Aston Martin) oder Ferrari Challenge Fahrer Roland Hertner (Ferrari) in der P9/STT antreten werden, ist derzeit noch nicht bekannt. HTS

Foto hts: Bender in der Box in Hockenheim bereit zum Testauftakt 2024
Patrick Assenheimer im Aston Martin bei den beiden 4h-Qualifikationsrennen
Vorbereitungskilometer und wichtige Daten für die 24-Stunden-Hatz
131 Fahrzeuge standen auf der Startliste, sage und schreibe davon 28 (!) in der GT3-Klasse SP9. Das Samstagsrennen nahmen dann 124 unter die Räder, 110 sahen die Zielflagge, sonntags starteten 120 Fahrzeuge, davon wurden 100 klassifiziert – die beiden sogenannten „Qualifierraces“ auf dem Nürburgring und der Nordschleife sorgten für jede Menge Action, zumal beide auch für die Nürburgring Langstrecken Serie gewertet wurden.
Für Patrick Assenheimer begann am Wochenende ein neues Fahrerkapitel. Erstmals saß der 31jährige in einem Aston Martin Vantage GT3 EVO, Teamname Trinity Solutions, Startnummer 35, der von Walkenhorst Motorsport zusammen mit zwei weiteren Vantage GT3 EVO-Modellen eingesetzt wurde.
Zusammen mit Patrick drehten Mike David Ortmann, Chandler Hull und Benjamin Mazatis am Lenkrad des ca. 600 PS starken Boliden. Patrick Assenheimers erste Meter im britischen Supersportler war die Qualifikation für das Samstagsrennen. Dort fuhr er auch den Startturn um 17:30 Uhr von Platz 21 aus. Im weiteren Rennverlauf hatte einer seiner Fahrerkollegen leichten Kontakt mit einem Konkurrenten, was in einem Reifenschaden vorne links mündete. Dadurch verlor das Team viel Zeit, beendete das Rennen auf Gesamtrang 31 und Platz fünf in der ProAm-Wertung der SP9. Sonntags ging es erneut von Startplatz 21 durch die „Grüne Hölle“, erneut war Patrick der Startfahrer. Sein Stint gut, taktisch klug hielt sich der Neu-Aston Martin-Pilot aus engen Positionskämpfen und Situationen am Limit heraus. In der ersten Runde nach Übergabe des Cockpits prallte Patricks Teamkollege allerdings in einen Reifenstapel. Zur Box konnte der Bolide noch selbstständig fahren, dort musste nach Begutachtung der Beschädigungen das Fahrzeug leider abgestellt werden. „Für mich war es wichtig, dass ich das Auto kennen lernen konnte und viel Fahrzeit im Aston Martin Vantage GT3 EVO auf der Nordschleife bekam. Trotz Problemen an beiden Tagen konnte das Team wichtige Daten für das 24-Stunden-Rennen vom 1. bis 2. Juni gewinnen“, resümiert Patrick Assenheimer.
Foto: swooshmotorsportcommunications
Beide Qualifikationsrennen gewann der Porsche 911 GT3 R des Falken Motorsportteams mit der Startnummer 44 – samstags in der Besetzung Tim Heinemann/Sven Müller, sonntags mit Nico Menzel/Martin Ragginger – da auch der Manthey-Porsche vorne zu finden war, haben sich die Zuffenhausener Sportwagen in eine Favoritenrolle für das 24-Stunden-Rennen gefahren.
Wilfried Ruoff
MCH’ler Jasmin und Michael Kumor sowie Nico Gutzeit gegen die DM-Elite
Auftakt zur Deutschen Automobil Slalommeisterschaft der Region Süd in Schlüsselfeld
MCH’ler Jasmin und Michael Kumor sowie Nico Gutzeit mit BMW-Modellen gegen die DM-Elite
2024-04-15
Das Auftaktwochenende zu den Vorläufen der Region Süd zur Deutschen Automobil Slalommeisterschaft fand heuer erneut auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums des ADAC Nordbayern in Schlüsselfeld statt. Eine fahrerisch sehr anspruchsvolle Berg-, und Talpiste. Der Parcours – zwei Runden pro Lauf – 1640 Meter lang, somit waren drei Rennläufe zu absolvieren. Pylonentechnisch samstags und sonntags die gleiche „Stellung“, was jede Menge Vergleichsmöglichkeiten zuließ. 110 Starter zugelassen, 138 Nennungen waren eingegangen, nach Öffnung des Nennportals waren die Nennungszahl 110 bereits nach 36 Stunden (!!) erreicht – Schlüsselfeld ist mit dem erfahrenen, selbst aktiven Rennleiterduo Markus Terhar und Carsten Dünisch sowie der selektiven und schnellen Streckenführung einfach Kult.
In der seriennahen Gruppe G standen in der Klasse G1 in diesem Jahr die Namen Jasmin und Michael Kumor mit einem BMW M 140i. Das Vater-Tochter-Gespann schon letztes Jahr dort aktiv, allerdings noch mit dem älteren BMW 318ti compact in der G3. Vom 1800ccm Vierzylinder mit 140 PS ging es heuer mit einem 3000ccm Sechszylinder mit 340 PS deutlich schneller vorwärts. Die Klasse gewann Lokalmatador Andreas Krämer mit einem BMW M3 E36 in 3.53.57 Minuten. Zweiter Helmut Pflieger aus Obersulm – der dritte Pilot auf dem Kumor-BMW – mit 3.54.19 Minuten. Nach kontinuierlichen Verbesserungen von Lauf zu Lauf lenkte Michael Kumor den M140i auf den dritten Podestplatz, Endzeit 3.54.99 Minuten. Jasmin musste sich mit Rang sieben begnügen, 4.20.27 Minuten wurden notiert, inclusive zweier Pylonenfehler. Wie schon letztes Jahr reiste das Trio am Samstag wieder ab, sonntags stand ein anderes Programm an – ich freue mich schon auf den Einsatz des M140i am MCH-Slalomwochenende auf dem Wolfszipfelgeläuf.
In der moderat verbesserten Gruppe F standen in der F10 (bis 2000ccm) 12 Akteure an der Startlinie, darunter erstmals auch Nico Gutzeit mit seinem BMW 318ti. Der will in diesem Jahr die sechs Süd-Vorläufe sowie die DM-Endläufe bestreiten, sowie das eine oder andere Mal in die Rennslalommeisterschaft hineinschnuppern. Dazu wurde der BMW über den Winter in Sachen Fahrwerk und Motor optimiert.
Samstags drei fast identische 1.16er-Fahrzeiten, die sich auf eine Gesamtzeit von 3.49.91 Minuten addierten – Rang fünf. Klassensieger wurde der aktuelle Deutsche Rennslalommeister Markus Firsching mit seinem BMW 320 is, ebenfalls ein Lokalmatador aus Burgebracht bei Schlüsselfeld. In 3.34.95 Minuten war Markus Firsching satte 5,96 Sekunden schneller als Nico – der Gruppensieg F ging ebenfalls an den 320 is-Piloten, schlussendlich stand dieser sogar als Fünfter auf der Gesamtsiegerliste. „Eine ganz andere Liga, diese Zeiten waren einfach gigantisch“, erkannte Nico Gutzeit. Sonntags probierten Papa Harald und Nico diverse Veränderungen am Fahrwerk aus, was allerdings zu keiner Verbesserung führte. „Traktionsprobleme vor allem aus den Ecken heraus“, erklärt Nico. Die Klasse gewann Benedikt Siegel im Honda S2000 in 3.44.16 Minuten, Vortagessieger Markus Firsching mit einem Pylonenfehler dritter, Nico Gutzeit in 3.51.42 Minuten vierter. „Den vierten Platz haben wir allerdings geerbt, nachdem ein schnellerer Toyota Gt 86-Fahrer vom MSC Kindelsberg (Sauerland) mit Leitplankenkontakt aufgeben musste“, erklärt Nico Gutzeit ehrlich. Für die beiden Gutzeits steht jetzt „tüfteln“ an, die weiteren DM-Süd-Vorläufe finden am 30. Juni in Bonndorf (Schwarzwald/Bergslalom), am 27. Juli in Waldkraiburg (Bayern/Flugplatz) und am 31. August sowie am 1. September in Zotzenbach (Odenwald/Doppelveranstaltung/Bergslalom) statt. Bereits am nächsten Wochenende reist Nico Gutzeit zum Deutschen Rennslalomauftakt nach Eggenfelden in Bayern, ein horrend schneller Flugplatzkurs mit 4400 Meter Streckenlänge, samstags und sonntags derselbe Parcours mit jeweils 138 (!!)Teilnehmern aus ganz Deutschland. Für Nico eine ganz besondere und neue Herausforderung, die Doppelveranstaltung Eggenfelden ist mit Nichts aus unserer hiesigen Region vergleichbar.
Wilfried Ruoff
Patrick Assenheimer erstmals im Aston Martin Vantage GT3
Qualifiers als Generalprobe für das legendäre 24-Stunden-Rennen
Am Samstag und Sonntag ist Großkampftag am Nürburgring und der Nordschleife. Die beiden Vier-Stunden-Qualifikationsrennen für den legendären 24-Stunden Langstreckenklassiker sind angesagt, inclusive jeweiligem Zeittraining sowie Top-Qualifying, analog zur 24-Stunden-Hatz am 1. und 2. Juni. Satte 131 Fahrzeuge stehen auf der Startliste, sage und schreibe davon 28 (!!) in der GT3-Klasse SP9.
Darunter mit der Startnummer 35 ein Aston Martin Vantage GT3 EVO der neuesten 2024er Generation, der vom Top-Team Walkenhorst Motorsport eingesetzt wird. Zusammen mit Mike David Ortmann, Chandler Hull und Benjamin Mazatis wird MCH-Langstreckenracer Patrick Assenheimer diesen Boliden durch die „grüne Hölle“ lenken. Für Patrick der erste Einsatz auf einem Aston Martin. Befeuert wird der Renner von einem Vier-Liter V8 Doppelturbomotor mit ca. 600 PS.
„Für mich eine ganz neue Herausforderung. In erster Linie sind deswegen die Qualifiers für mich immens wichtig, um Testkilometer abzuspulen und das Handling des Aston Martins im Grenzbereich kennenzulernen“, erklärt Patrick Assenheimer vor der Abreise in die Eifel.
Die beiden Vier-Stunden Rennen werden am Samstag um 17.30 Uhr und am Sonntag um 13.00 Uhr gestartet. (Wilfried Ruoff)
1. GT-Test Richtung Profisport für Pablo Schumm
Pablo Schumm Richtung Profilager unterwegs
Für den Unterländer Senkrechtstarter Pablo Schumm (23) ging auf dem F1-Kurs von Hockenheim am Dienstag das erste offizielle Rollout 2024 "über den Asphalt". Auf dem 4,574 Km langen Grand Prix Kurs galt es für Pablo sich mit dem für ihn neuen, ungewohnten AUDI R8 GT3 vertraut zu machen.
Nicht schnelle Runden zu fahren, sondern technische Anpassungen, waren an dem Tag das primäre Ziel der Arbeiten. "Nach 2 Jahren im Lamborghini Huracán Super Trofeo war ich natürlich sehr neugierig auf den Audi GT3 ", so der Heilbronner. Der Rennwagen aus Unterländer Fertigung faszinierte ihn auf Anhieb. Nach dem Pablo sich 2022 und 2023 bei der P9-Challenge in einem Trofeo Lamborghini auf Anhieb in der 600 PS-Liga des GT-Rennsports für Furore sorgte, wechselt er für die Saison 2024 vom Team des Ex-Formel-3-Champion Franz Konrad (A) in das Team von Franz Engstler mit Unterstützung durch Liqui Moly. Der Aufstieg in die GT-Masters und der Teamwechsel - 2024 keine leichte Aufgabe für den Unterländer.
Im Rahmen der GT-Masters tritt Pablo in einem Audi R8 GT3 gegen Profiteams von AMG, Porsche, Lamborghini, Ferrari, BMW, oder Aston Martin an. Der Saisonauftakt der Serie erfolgt am 26.-28. April in Oschersleben zusammen mit der DTM. Der Kurs vor den Toren von Magdeburg ist relativ eng. "Absolute Fahrzeugbeherrschung und fehlerfreie Runden sind in Oschersleben Voraussetzung für einen guten Startplatz", so Schumm Jr. "Ich war unter dem Strich mit meinem ersten Test zwar recht zufrieden. Aber wie erwartet zeigten sich am Nachmittag Details, die für mich durch Fahrwerkänderungen vor dem Auftakt meinem Fahrstiel noch angepasst werden sollten. Das ist neben der Arbeit mit den Reifen bei verschieden Temperaturen des Asphalts der Strecke und den verschiedenen Reifendrücken unheimlich wichtig. Denn darauf zu hoffen mit der Brechstange schneller zu werden, das geht im technisch hoch sensiblen Audi R8 sicher nicht".
Ob vor Oschersleben noch ein weiterer Testtermin möglich sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Auf alle Fälle wird sich zeigen, welche gute GT-Schule die Rennen der P9-Challenge und der P9-Endurance für Pablo bedeutet haben. In der P9-Challenge gelang es MCH-Mitglied Jürgen Bender auf einer GT3-Callaway-Corvette C7 den Titel 2020 zu erkämpfen. Die GT-Asse der Unterländer Region werden die Masters-Einsätze von MCH-Mitglied Pablo Schumm 2024 ganz besonders aufmerksam verfolgen. HTS
Mercedespilot Patrick Assenheimer mit Klassenpodest
Auftakt GT World Challenge Europe in Le Castellet mit 54 GT3 Boliden
08.04.2024
Neun Marken – Porsche, BMW, Audi; Ferrari, Lamborghini, Aston Martin, Mc Laren, Ford und Mercedes AMG – mit 54 internationalen GT3 Boliden kamen zum Saisonauftakt der GT World Challenge Europe nach Südfrankreich, um auf dem Circuit Paul Ricard am Sonntag, den 7. April ihren ersten Endurancelauf über drei Stunden auszufahren. Am selben Wochenende auf dem Nürburgring und der Nordschleife der NLS-Auftakt, dabei am Samstag (NLS 1) lediglich 13 GT3’s in der SP9 und am Sonntag (NLS 2) sogar nur 11 – eine gute Terminplanung sieht anders aus!
Auf dem 5771 Meter-Kurs in Südfrankreich vor allem in der Anfangsphase ein heftiger Schlagabtausch mit Berührungen, leichten Kollisionen und Ausritten neben die Piste die in immens viele Gelbphasen mündeten. In den vier Kategorien Profis, Goldcup, Silvercup und Broncecup über die gesamt gefahrenen 85 Runden viele Positionswechsel. Nach der Drei-Stunden-Hatz sahen 49 Fahrzeuge die Zielflagge, die ersten 25 befanden sich alle in einer Runde, was für ein sehr ausgewogenes Teilnehmerfeld spricht.
Ezequiel Companc und Patrick Assenheimer (v.l.) Foto: AMG-Customer-Racing
Zusammen mit dem Argentinier Ezequiel Companc bestritt Patrick Assenheimer das Endurancerennen auf einem Mercedes AMG GT3 EVO, der vom Team Madpanda Motorsport eingesetzt wurde. Im Qualifying gelang dem Duo die Klassenpole, die Startfahrer Companc allerdings nicht halten konnte. Mit dem dritten Rang gelang dem Duo nach hartem Kampf zum Auftakt ein Podestplatz, knapp davor die beiden Mercedes AMG GT3 EVO’s von Boutsen VDS (zweiter) und Winward Racing (Sieger). Die Differenz zwischen Platz zwei und drei betrug gerade mal den Wimpernschlag von fünf Zehntelsekunden! Gesamtrang 22 für den Madpanda-AMG wurde zum Saisonauftakt ebenfalls notiert.
Den Gesamtsieg sicherte sich der ROWE Racing BMW M4 GT3 mit dem Fahrertrio Augusto Farfus, Daniel Harper und Max Hesse. „Es fühlt sich immer gut an, mit einem Podium in die Saison zu starten, die Zielzeitendifferenzen sind extrem klein, die GT World Challenge Europe-Saison wird spannend“, so das Resümee von Patrick Assenheimer.
Wilfried Ruoff
Nico Gutzeit im BMW 318ti überragend
Automobilslalomauftakt 2024 im DMSB-Bereich
Nico Gutzeit beim Osterslalom im BMW 318ti überragend
05.04.2024
Nach ein paar DMSB-Slaloms inclusive eines DM-Laufes zum „hineinschnuppern“ im letzten Jahr, reifte beim 19jährigen Nico Gutzeit über den Winter der logische Entschluss, im Jahr 2024 „richtig“ in die DMSB-Szene einzusteigen.
Auftakt war am 24. März der DMSB-Kurpfalzslalom auf der Kartbahn Walldorf mit 85 Startern. In der moderat verbesserten Gruppe F in diesem Jahr bisher recht überschaubare Starterzahlen. Sechs Akteure in Nico‘s Klasse F 10 (bis 2000ccm), seinen BMW 318 ti lenkte der Schozacher auf Klassenplatz zwei – mit deutlichem Vorsprung gewann Axel Moser im Mazda MX5 die Klasse und die Gruppenwertung.
Am Ostermontag ging es auf den Hockenheimring hinter die Osttribüne. Hier lud der MSC Weingarten zu einem schnellen 2000-Meter-Slalom mit vielen Prädikaten. 83 Akteure, darunter auch einige DM-Routiniers aus dem Süden am Start. Immens viele - mal mehr und mal weniger heftige – Regenschauer machten den Parcours extrem rutschig, fahrerischen Können stand ganz vorne auf der Anforderungsliste. In der F10 fünf Starter, hier siegte Nico Gutzeit nach zwei fehlerfreien Rennläufen in 2.47.95 Minuten vor Michael Schumacher im VW Polo G60, der zwar in beiden Stints jeweils eine Sekunde schneller als Nico war, aber aus dem ersten Lauf neun Strafsekunden für drei Pylonenfehler mit ins Ziel brachte. Auch aus der leistungsstärkeren F11 (über 2000ccm) kam kein schnellerer Akteur. Thomas und Max Weber aus Worms, seit Jahren mit einem Mitsubishi Lancer EVO 9 in der Slalom-DM und Rennslalomszene erfolgreich unterwegs, mussten sich in der Gruppenwertung hinter Nico Gutzeit anstellen. Beide Webers probierten in Hockenheim einen allradgetriebenen Toyota Yaris GR aus.

Zu Nico’s Klassen-, und Gruppensieg gesellte sich als Tüpfelchen auf dem I der dritte Gesamtrang – lediglich die beiden Kadett C Piloten Jürgen Glass (Winnenden/Gesamtzweiter) und Christian Kramer (Bad Laasphe/Sauerland-Gesamtsieger) im bildschönen blauen Opelklassiker standen vor MCH-Pilot Nico Gutzeit.
Für den Schozacher mit seinem ca. 210 PS starken BMW 318ti compact ein toller Saisonauftakt – seine diesjährige Premiere in der Slalom DM, Region Süd hat Nico am 13. und 14. April bei der Kultveranstaltung auf dem Fahrsicherheitszentrum Schlüsselfeld des ADAC Nordbayern mit jeweils drei Rennläufen auf der Berg-, und Talpiste gegen die komplette Süd-Prominenz der DMSB-Slalomszene. (Wilfried Ruoff)
Jürgen Bender ist bereit für STT-Titeljagd
Jürgen Bender 2024 auf STT-Titeljagd
Jürgen Bender hat 2024 im Kampf und Titel nicht nur ein, sondern zwei Eisen im Feuer. Und das sind beides Eisen die für Siege und Titel sehr heiß geschmiedet werden müssen. Jürgen Bender will um die Titel kämpfen. Auf Europas Rennstrecken bieten sich 2024 dazu zwei Meisterschaften an. Die Beiden Serien haben derzeit zumindest keine Überschneidungen in den Kalendern. „Um einen Titel einfahren zu können müssen die Termine Passen“, so der routinierte Ingenieur aus Neckarsulm. Aber es muss noch etwas passen. Das ist das gewählte Reifenfabrikat für den einzusetzenden Rennwagen. Die Verschiedene Rennserien legen sich mit ihrem Reglement meist auf bestimmte Fabrikate fest. Die Reifen auf die Routinier Bender für 2024 setzt ist das japanische Fabrikat Yokohama. „Ich habe mich von den Fahrwerkauslegung bei der mir 2024 zur Verfügung stehenden C7 Corvette auf dieses Fabrikat eingestellt“, so Jürgen Bender dieser Tage.
Da nur noch wenige Komponenten für den Aufbau der Callaway-GT3-Corvette fehlen, strebt das Einsatzteam Sportwagenschmiede aus Erlenbach einen ersten Funktionscheck des GT-Rennwagens auf dem nahen Hockenheim Ring an. „Dort auf dem Formel-1-Kurs zeigen sich Mängel bei der Einstellung des Fahrwerkes auf Anhieb“, weiß Teamchef Marco Bayer. „Sind danach noch technische Änderungen nötig, ist es vor dem ersten Rennstart in Hockenheim möglich erneut abzustimmen. Wenn es geht bei optimalem Wetter, lächelt der Unterländer. "Die Anreise nach Hockenheim ist nicht so zeitraubend", fügt Jürgen Bender hinzu.
Antreten möchte Jürgen Bender am 10.-12. Mai beim Auftakt der 34. Internationale Spezial Tourenwagen Trophy in Oschersleben. „Ich habe diese Serie bereits 2016 Gewinnen können“ so der erfolgreiche Fahrer des Motorsport Clubs Heilbronn (MCH).
Nach dem Auftakt zur STT Super Tourenwagen Trophy stehen 2024 vier Termine der P9-Challenge auf dem Terminkalender. Sollten laufende Sponsorverhandlungen erfolgreich abgeschlossen werde, könnte Jürgen Bender auch in der der P9-Challenge gegen die dort zuletzt sehr erfolgreichen Schumm-Duo (Vater und Sohn) antreten. Das wäre dann ein echtes "Festmahl" für GT-Racefans aus dem Unterland. "Daumen drücken und abwarten damit es klappt" – so die Worte eines einheimischen Vollblutfans dieser Tage strahlend. HTS

Foto HTS - Jürgen Bender mit Streckensprecher Klaus Lambert
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Der 1. MCH/ADAC Test- und Einstelltag wird euch die Möglichkeit geben euer Fahrzeug zu testen.
Auf unserem Slalomparcours könnt ihr ohne Risiko probieren, ob alles für die neue Saison passt.
126. MCH/ADAC Clubsport-Automobilslalom
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Wir werden versuchen Anfang Januar 2026 die genaueren Details, Ausschreibung und Nennungstools auf unserer Homepage einzustellen-
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