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Archiv 2020

  • MCH-Racer Assenheimer und Fübrich beim Eifel-Mythos 24h

    Elitäres Fahrer-, und Boliden-Feld aber nur 102 Nennungen zum 24h-Rennen mit garantierter Spannung

    23.09.2020

    Einzigartige Eckdaten: 73 Kurven verteilt auf 25,378 Kilometer Strecken-länge auf dem GP-Kurs des Nürburgrings und der legendären Nordschleife sowie 24 Stunden Renndauer. Der Mythos in der Eifel durch die „grüne Hölle“ steigt am kommenden Wochenende. Freudig dem Start entgegen fiebern die beiden regionalen MCH-Langstreckenspezialisten Yannick Fübrich (Meimsheim) und Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld).

    24h Nürburgring

    Vor allem Assenheimers Klasse SP9 ist nichts für schwache Nerven. Hier haben 31 internationale GT3-Boliden gemeldet. Neben Porsche, Audi, Ferrari, BMW, Lamborghini und Mercedes AMG auch der einzigartige Scuderia Cameron Glickenhaus Sportwagenprototyp aus der SPX-Klasse. Die machen alle Jagd auf den Phoenix Audi R8 LMS, der im letzten Jahr triumphiert hat. „Mindestens 20 Gesamtsiegerkandidaten, viele mit Werksunterstützung und sehr viele mit namhaften Werksfahrern und internationalen Langstreckenassen. Elitärer denn je, das wird ein 24h-Sprintrennen mit Spannung und Action pur“, erklärt Patrick Assenheimer. Der lenkt zusammen mit Dominik Baumann, Dirk Müller und Maro Engel einen Mercedes AMG GT3 vom Haupt RacingTeam/Team AutoArenA. Der 550 PS starke Flitzer im AutoArenA-Design ist ein neues Werksauto und wird von HRT supportet. „Der Rollout war gut, aber bei 24 Stunden immer am Limit steht hinter vielen technischen Komponenten ein Fragezeichen. Bei 31 GT3 Boliden wird das Rennen zudem eines der schnellsten überhaupt werden“, so der 28jährige Lehrensteinsfelder. „Minimalziel ist die Zielflagge sehen, die Top Ten wären toll, das Podest ein Traum“, erläutert Patrick Assenheimer sein Ziel bei der 48. Auflage des 24h-Eifel-Klassikers.

    Ähnlich äußert sich auch Yannick Fübrich. Die diesjährigen Erfolge in der Nürburgring Langstrecken Serie – drei Klassensiege - will der Meimsheimer zur 24-Stundenhatz transferieren. Das Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport setzt erneut mehrere BMWs ein. Fübrich lenkt zusammen mit David Griessner, Francesco Merlini und Roland Froese einen BMW 240i Racing Cup in der Cup5 Klasse. Mit diesem ca. 330 PS starken Fahrzeug ist Fübrich in der 2019er Saison VLN-Meister geworden und hat die Cup-Klasse beim 24 Stunden Rennen gewonnen. „Wir wollen natürlich dort anknüpfen und den Klassensieg holen. In Sachen Gesamtwertung ist bei einem knappen Drittel GT3-Boliden kein Überraschungscoup drin“, erklärt Yannick Fübrich. „Unser Sechszylinder-BMW ist standfest, das Adrenalinteam routiniert, wir sind gut vorbereitet und ich bin optimistisch“, outet sich der 28jährige. Den Starterschwund – 160 Fahrzeuge 2019 und „nur“ 102 in diesem Jahr – erklären sich Fübrich wie Assenheimer hauptsächlich durch die Corona-Pandemie aber auch durch die enorm gestiegenen Kosten.

    Der Start zum 49. ADAC TOTAL 24h-Rennen ist am Samstag um 15.30 Uhr. Der Sender RTL Nitro überträgt das komplette Rennen. Zudem gibt es unter www.24h-rennen.de einen Livestream, sowie Liveticker und Livetiming.  

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Zweite P9-Saisonhälfte beginnt in Brno (Brünn)

    Vorbericht - Auftakt 2. Saisonhälfte der P9-Challenge in CZ

    Jürgen Bender gewann 2020 alle bisherigen 4 Meisterschaftsrennen der P9 Challenge

    03.09.2020

    Siegt Jürgen Bender in Brno weiter?

    Der legendäre Masaryk-Ring vor den Toren von Brno in Tschechien sollte in den 30 Jahren eine Konkurrenz-Rennstrecke zum Nürburgring werden. Aber die 29 Km Km lange Naturrennstrecke entsprach schon bald nicht mehr den Sicherheitsanforderungen der Zeit. Nach dem Krieg entstand nahe Brno dann ein moderner 5,4 Km langer Kurs der sich schnell großer Beliebtheit bei den Fahrern auf 2 und 4 Rädern erfreute.

    Auf dem Autodrom von Brno läutet die P9-Serie mit dem 5. und 6. Challenge-Lauf und dem 3. Lauf zur Endurance nun am Wochenende die 2. Saisonhälfte 2020 ein. Mit Jürgen Bender (Callaway-Corvette Z07) und Max Frederik Gruhn stehen seit Hockenheim die "Halbzeitmeister" in beiden Serien fest. Der Neckarsulmer Jürgen Bender konnte bisher alle 4 Meisterschaftsläufe der P9-Challenge gewinnen. 2019 gewann Heiko Neumann (Porsche 997 GT3R) und der amtierende Champion "Denis G. Watt" (A) die P9-Challengerennen. Jürgen Bender war dort im Vorjahr nicht am Start.

    Jürgen Bender

    Viel vorgenommen haben sich am Wochenende in Tschechien der Sieger der bisherigen Challenge-Rennen der Saison 2020 Challenge-Hero Jürgen Bender (Callaway-Corvette GT3) und Endurance-Sieger von Hockenheim, Hermann Speck (Porsche 991 GT3). Heute bringt Sportwagenschmiede-Chef Marco Bayer die Z07-Corvette nach Brno.

    Dort will der amtierender P9-Endurance Champion Speck sich in der Endurance 2020 den 4 Titel erkämpfen. "Sieg und Titel sind ja immer das Ziel einer Saison" so Specks Worte beim vergangenen P9-Rennwochenende auf dem Formel-1-Kurs von Hockenheim. Ob er auch Jürgen Bender als Favoriten der P9 Challenge angreifen kann, das bleibt abzuwarten. Einen neuen Gegner müssen beide in Brno zusätzlich im Auge behalten - "Coach McKansy" auf seinem von HP eingesetzten Lamborghini Huracán GT3. Der Deutsche Routinier ist nicht zu unterschätzen. National wie international ist der Deutsche Industrielle ein gefürchteter Gegner im GT-Rennsport.

    Bestens im Griff wird auch "Boris Schimanski" den Kurs in Tschechin haben. Er, der zweifache P9-Champion ist Favorit in der KL4. Ein Routinier auf der Strecke ist KL5-Starter Oliver Michael. Der Ingenieur aus Österreich tritt in der Klasse gegen "Denis G. Watt" (A) und Michael Hollmann an.  Den genannten Aston Martin von Janos Sänta sollten die Gegner ebenfalls nicht unterschätzen. Da gleiche gilt für die beiden SEAT Cupra-TCR-Piloten der KL4. Team Wimmer Werk Motorsport schickt Andreas Höfler ins Rennen. Zu beachten auch der Vizemeister der P9-Enduranve 2019, Michael Hollmann auf einem KR-Racing Porsche 991 GT3 Cup in der KL5. Das Autocentrum Bratislava hat einen Mercedes AMG GT3 nach genannt. Wer wird den Wagen fahren? Noch ist es ein Geheimnis. Porsche, Callaway Corvette, Mercedes, Lamborghini, Aston Martin, BMW, Seat - eine gute Mischung in der P9 für das kommende Wochenende. Nicht nur die MCH-Club-Kollegen drücken Jürgen Bender und dem Team Sportwagenschmiede am Wochenende fest die Daumen.

    (HTS)

    Foto privat (Frei): Jürgen Bender schraubt gerne auch mal selber

     

  • 168 Nennungen - Rekordstarterfeld am Nürburgring

    MCH-Racer Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich beim NLS-Saisonhöhepunkt in der Eifel

    27.08.2020

    NLS 5 VorberichtDas legendäre 24-Stunden-Rennen am Nürburgring vom 26. bis 27. September wirft seine Schatten voraus – zum 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am Samstag haben satte 168 Fahrzeuge genannt. „Generalprobe unter Rennbedingungen auf dem GP-Kurs und der legendären Nordschleife. Die Sechs-Stundenhatz als Höhepunkt der dies-jährigen Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) wird härter denn je,“ erklärt Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld. In dessen Klasse SP9 – die leistungsstärksten internationalen GT3 Boliden – sind sage und schreibe 33 Fahrzeuge genannt, unter anderem  Porsche 911 GT3 R, Audi R8 LMS, Lamborghini Huracán, BMW M6 GT3, Ferrari 488 GT3 sowie sieben Mercedes AMG GT3. „Etwa 15 GT3-Teams sind potenzielle Sieganwärter und die mit am härtesten Konkurrenten kommen aus meinem Einsatzteam HRT,“ erläutert Patrick Assenheimer. Das Haupt Racing Team setzt neben dem ca. 550 PS starken AutoArena Mercedes mit Patrick Assenheimer, Dominik Baumann und Dirk Müller zwei weitere Mercedes AMG GT3 Boliden ein. Unter anderem mit Maro Engel am Steuer, mit dem Patrick Assenheimer 2019 das 6-Stunden-Rennen gewonnen hat. Das HRT-Team durfte zudem in dieser Saison beim Doppelwochenende einen Doppelgesamtsieg feiern - die Konkurrenz ist enorm, alles was Rang und Namen hat, ist hier beim NLS-Saisonhöhepunkt am Start, ein Platz in den Top-Ten wäre für den AutoArena-Mercedes mit Patrick Assenheimer ein Erfolg.

    Für Yannick Fübrich aus Meimsheim wird die Sechs-Stunden-Hatz erneut zur Doppelbelastung. Das Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport hat in Sachen Meisterschaft noch mehrere Fahrzeuge im Rennen. Zusammen mit David Griessner und Florian Naumann pilotiert Fübrich den nach seinem letztjährigen Titelgewinn von BMW unterstützten BMW M4 GT4 in der Klasse SP10. Mit dem ca. 450 PS starken Hecktriebler stehen schon zwei Siege auf der Liste. Premiere in der starken Klasse mit Porsche, BMW und Aston Martin Modellen feiert die Ginetta G 55 von Krämer Racing. Erneut soll der schnelle 28jährige auch im letztjährigen Meisterfahrzeug, einem BMW 240i Racing Cup in der Racing Cup Klasse 5 für schnelle Runden sorgen. „Wir sind gut aufgestellt und es müsste in beiden Klassen für Podestplätze reichen. Das Starterfeld ist klasse, ich freue mich auf viele Rennrunden in der grünen Hölle,“ so Yannick Fübrich.

    Erstmals in dieser speziellen Corona-Rennsaison sind am Nürburgring wieder Zuschauer zugelassen. Allerdings nur auf drei Tribünen und mit Sitzplätzen sowie Voranmeldung – die vielen interessanten Plätze entlang der legendären Nordschleife bleiben geschlossen. Unter  www.vln.de/de/live/ gibt es eine Live-Berichterstattung pünktlich zum Rennstart am Samstag, 29. August um 12.00 Uhr. 

    (Wilfried Ruoff)

     

     

  • Wie sind Jürgen Benders Chancen auf den STT-Meistertitel?

    MCH-Mitglied Jürgen Bender nimmt 2020 gleich an zwei International offenen GT-Meisterschaften teil

    06.08.2020

    Jürgen Bender (r)In der P9-Challenge, einer Meisterschaft für die starken GT3-Bolidern der 600 PS-Kategorie liegt der Neckarsulmer Diplomingenieur auf Platz eins. Für ihn ist die Chance den Titel zu erringen klar gegeben. "Aber man weiß ja nie was in der Saison alles passiert", schränkt Bender nachdenklich ein. Bei den bisherigen Rennen die gemeinsam mit der STT-Trophy ausgetragen wurden, lief für den Unterländer alles sehr gut. Wichtig dabei war die perfekte Zusammenarbeit mit dem neu formierten Einsatz-Team. Das managt MCH-Mitglied Marco Bayer aus Erlenbach. Die Technik bildet im Rennsport immer die entscheidende Grundvoraussetzung für den Erfolg des Fahrers im Wettbewerb. Durch Probleme beim Einsatz entgingen Jürgen Bender 2019 am Lausitzring so beispielsweise zwei zum Greifen nahe Gesamtsiege. Hätte er die errungen, dann wäre er 2019 Siegerkönig in der P9-Challenge geworden.

    In der STT-Trophy liegt der Neckarsulmer nach 2 von 6 geplanten Rennwochenenden hinter den Wettbewerbern Alzen, Glatzel und Gruhn auf Platz 4 der Meisterschaftstabelle. Die Punktvergabe über Klassenerfolge ist ein Problem. Man hat als Fahrer schließlich nur den Erfolg in der eigenen Hubraum- bzw. Leistungsklasse der Meisterschaftstabelle in der Hand.

    Bender vertraut 2020 auf eine nagelneue Z07 Callaway GT3-Corvette des Unterländer Herstellers Callaway Competition. Wie Bender ist Uwe Alzen auf einen GT3R am Start. Ein stark modifizierter Bolide auf Basis des Audi R8 ist durch Modifikationen technisch im Vorteil. Zudem ist Uwe Alzen ein Profifahrer der als Ex-DTM- und ADAC-GT-Masters-Pilot nicht unterschätzt werden darf. Profis machen nichts anderes wie Rennen fahren und dazu umfangreiche Testfahrten für Renn-Teams und Automobilhersteller. 

    Noch ist die Saison lang. Dazu wird sie durch Terminüberschneidungen erschwert. Wo geht die Reise der Erfolgsfahrer also hin?

    Beide P9-Serien (Challenge und Endurance) waren bisher eine absolute "Porsche-Welt". Dort dominierten die Zuffenhausener klar. Nun führen Porsches Gegner die Tabellen an. Werden die Porsche-Asse, der amtierende P9-Endurance-Meister "Denis G. Watt" (A) und der amtierende P9-Challenge-Meister Hermann Speck in Brünn die Tabellenführer Jürgen Bender (GT3 Corvette) und Max Frederik Gruhn (Audi RS3) angreifen?

    Wir bleiben für die Fans dran.

    (HTS)

    Foto: HTS - Hockenheimsieger Jürgen Bender (r) neben Angreifer Heiko Neumann - ordentlich mit Maske

     

     

  • Trainingsbestzeit in der P9-Challenge für Jürgen Bender

    27.07.2020

    SportwagenschmiedeViel Arbeit aber am Ende dann sehr schnelle Runden für Jürgen Bender. Das bereitete ihm und seinen Team Sportwagenschmiede viel Arbeit. Dafür kamen am Ende die anvisierten Top-Rundenzeiten heraus. "So soll es sein", und beide wischte sich über die Stirn. Die MCH-Mitglieder Marco Bayer und GT-Fahrer Jürgen Bender hatten im Training viel für ein optimales "Set up" zu schrauben.

    Eine Karambolage im ersten Training verhinderte zusätzlich noch ausreichend fahren zu können. Jürgen Bender hatte für die beiden Rennen der P9-Challenge genannt. Er legte aber kurzfristig noch nach. Er gab eine Nennung für die P9-Endurance vor Ort ab. Dazu musste er aber aus der letzten Reihe starten. "Eine Chance auf ein gutes Ergebnis hatte ich somit leider nicht mehr", so Bender, "Aber ich konnte die Corvette nach der Reparatur checken und im "Set up" weiter optimieren", Ein Boxenstopp wegen einem Brand an einer Zuführung wurde erforderlich. "Nun scheinen wir aber sicher zu sein, optimal in die P9-Challengerennen gehen zu können", so Bayer.

    Im Abschlusstraining für die Challenge am Sonntag sollte sich das bestätigen. Pole für die P9 war das Ziel. Und das kriegte Jürgen sauber hin.

    P9-Endurance - die Serie entwickelte sich seit 2017 zum "Spielfeld" für Hermann Speck, der Nürnberger Unternehmer verstand es prächtig die Serie mit seinem Konzept - alleine fahren, ohne einen Copiloten - so zu perfektioniere, dass es für ihn mehrfach zum P9-Endurancetitel reichte.

    Während Jürgen Bender im Rahmen der P9-Endurance seine Callaway Corvette abstimmte, konnte Hermann Speck seinen ersten Sieg in der Saison in Hockenheim erringen. Die schnellste Rennrunde holte jedoch Lamborghini-Huracán-Pilot Emir Keserovic. Jürgen Bender war nur eine knappe zehntel Sekunde zurück Zweitschnellster im Feld. Aber deutlich schneller unterwegs, als Sieger Hermann Speck. 

    (HTS)

    Foto: Sportwagenschmiede

     

  • Jürgen Bender - Tabellenführung verteidigen ist das Ziel

    Nach dem Rennen ist vor dem Rennen

    24.07.2020

    Jürgen Bender - Marco BayerEr ist bereits wieder Geschichte, der P9-Auftakt vom Lausitzring. MCH-Mitglied Jürgen Bender (Neckarsulm) holte sich beim Saisonauftakt in einer neuen Z07-Corvette von Callaway Competition aus Leingarten in der Lausitz die hart um kämpfte Tabellenführung. Dazu den 3. Rang in beiden Rennen der STT am gleichen Wochenende.

    Aktuell steht heute der Start zum zweiten P9-Weekend auf dem Hockenheimring vor der Tür.

    Das Veranstaltungsmodell bestehend aus der P9-Challenge zusammen mit der STT und der SCC versprechen den Aktiven, Teams erneut einmal mehr sehr spannende Rennen.

    Und das nicht nur in der STT, der P9 und der SCC.

    Das Wochenende des traditionellen Preises der Stadt Stuttgart unter der Leitung von Rennleiter Heinz Weber wartet wie in den vielen Jahren zuvor auch beim 2. Weekend 2020 um den Preis der Stadt Stuttgart 2020 mit hochkarätigen Wettbewerben auf.

    Die Aktiven wollen fahren. Diese Tendenz wurde trotz den Corona-Problemen vor 14 Tagen auch am Lausitzring klar bestätigte. Fahrer und Teams sind voll motiviert. Neue Fahrer und neue Teams drängen an den Start.

    Leider jedoch können die zahlreichen Sportwagen-, GT- und Tourenwagenfreunde die Rennen im Motodrom noch nicht haut nah von den Tribünen vor Ort in vollen Zügen genießen.

    Aber wie zu hören ist machen sich schon einige Medienteams über die Erstellung von Filmen zum Renngeschehen aktuell Gedanken.

    Das Starterfeld verändert sich in Hockenheim in der STT und der SCC erneut. In der P9 greifen Josef Klüber, "Jesse James" und "Jack Crow" in das Seriengeschehen ein. Klüber, der Routinier aus Bayern tritt mit der Equipe-Vitesse an. "Jack" der Mann mit der Lizenz aus Bosnien-Herzegowina und nach sehr langer Anreise im Auto, setzte wie immer auf Team Zebra von Jürgen Stoll und das Fabrikat Porsche. Das gilt auch für "Jesse James". "Der neue Gegner Sepp (Josef Klüber) wird im Mercedes AMG GT3 mein direkter Klassengegner sein", so Jürgen Bender vor der Abfahrt am Donnerstag.

    P9-Challenge versprühte am Wochenende wieder echte Le Mans Atmosphäre. Genau diese Atmosphäre zog weitere Teams und Fahrer aus anderen Serien rüber in die STT, die SCC und eben auch in die P9-GT-Welt. Manager Rolf Krepschik's starke STT sowie der SCC von Promoter "Walti" Petrazza, dem erfolgreichen Rennwagenkonstrukteur aus Österreich, haben zusammen mit Bernhard Fischer und dessen starken GT-Boliden faszinierenden Rennsport mit einer interessanten Mischung entwickelt. Dieses Feld wurde in der heutigen Zeit ganz genau so zum Volltreffer.

    Die beiden Teams der Alzen-Brüder, Equipe-Vitesse, HP Racing international (A) oder die Sportwagenschmiede-Bayer. Dazu Fahrer mit Profiqualitäten - Uwe und Jürgen Alzen, Harry Prozyk (A), "Coach McKansy", Henk Thuis (NL) oder Jürgen Bender sorgten für die optimale Farbmischung beim Auftakt. Das dürfte in Hockenheim sicher so weiter gehen.

    Das Mitglied des Motorsport Clubs HN (MCH), "Ben" Bender brachte die erste neue Z07 Callaway-Corvette in der P9 und in der STT an den Start. "Unser zweiter Einsatz am kommenden Wochenende vor unserer Haustür in Hockenheim", so Benders Renningenieur Bayer (Erlenbach, MCH-Mitglied). "Wir haben zwischenzeitlich kleine erkennbare Problemchen behoben und uns danach direkt der Weiterentwicklung vom "Set Up" gemacht", so Ingenieur Bender zuversichtlich. 

    Viele Porsche-Modelle verschiedener Baureihen, Lamborghini Huracán, AMG, Audi R8, Callaway-Competition, Pumaxs usw. sind genannt.

    "Auch die Anzahl der Meister am Start ist beachtlich. Beide amtierenden P9-Chamions am Start. "Denis G.Watt" (A) wie auch Hermann Speck. Dazu "Boris Schimanski", der P9-Meister von 2013 und 2018. Jürgen Bender als STT-Champion 2017, sowie die Titelträger der STT von 2018 und 2019", so Serienmanager Fischer.

    Nicht zu vergessen die PCR-Sportwagen-Campions oder der unermüdliche Schweizer Routinier Edy Kamm - schade, der ehemalige Gesamtsieger in Hockenheim im gelben Overall ist leider nicht in seinem tollen DTM-Audi unterwegs. Edy lässt seinen schnellen Spanier, einen jungfräulich weißen SEAT, aber sicher auch heute in Hockenheim wieder richtig fliegen.

    (HTS)

    Foto HTS: Bender (Neckarsulm) und sein Erlenbacher Renningenieur Marco Bayer

     

     

  • Freude über Saisonstart in der Eifel bei Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich

    Nürburgring Langstrecken Serie startet unter sehr speziellen Corona-Bedingungen mit 141 Fahrzeugen 

    26.06.2020

    „Endlich wieder Rennen fahren“ so der gemeinsame Jubelruf der beiden Langstreckenracer vom Motorsportclub Heilbronn. Am Samstag startet nach dem Corona-Lockdown mit dreimonatiger Verspätung der Saisonauftakt in der Eifel für Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) und Yannick Fübrich (Meimsheim).

    NLS StartNur eine Formalie ist der neue Name, aus VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring) wird NLS (Nürburgring Langstrecken-Serie). Immens dagegen das spezielle Hygienekonzept welches einen Start in die Rennsaison erst ermöglichte. Kleiner Auszug: Keine Zuschauer! Das Fahrerlager wird zur Boxengasse mit einem Wendekreisel umfunktioniert. Die seitherige Boxengasse darf nur für Tankvorgänge genutzt werden. Zwecks Chancengleichheit gibt es eine Mindestdauer der Summe aller Boxenstopps beim Rennen. Das Personal der Teams ist stark reduziert mit angeordneten Abstands-, und Schutzmaßnahmen.

    Trotzdem ist die Freude auf die „grüne Hölle“ bei 141 Nennungen – auch wenn noch nicht alle erwarteten Teams antreten - groß: „Knapp 80 Kurven verteilt auf 24,433 Kilometer - die Kombination aus Nordschleife, GP-Kurs und Kurzanbindung ist weltweit einzigartig und immer wieder eine fahrerische Herausforderung“, verkündet der letztjährige Vierfachgesamtsieger Patrick Assenheimer. Dieser Aussage pflichtet Yannick Fübrich bei. Der amtierende VLN-Meister geht erneut mit seinem Siegerteam Pixum CFN Adrenalin Motorsport auf Titelverteidigung. Neu ist dagegen das Einsatzfahrzeug. Zusammen mit Meisterkollege David Griessner (Innsbruck) und Florian Naumann (Idstein), der schon im BMW M240i Racing Cup schnell war, lenkt Fübrich einen BMW M4 GT4. Bei diesem Renner werden ca. 450 PS von einem Reihensechszylinder mit 3000ccm Hubraum und Turboaufladung über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterachse geschickt. Gestartet wird in der aufstrebenden Klasse SP 10 gegen weitere BMW M4 GT4, Porsche Cayman, Aston Martin sowie dem Toyota GR Supra GT4 vom Boxberger Team Ring Racing, die mit dem Japaner Rennpremiere feiern. „Durch den VLN-Titel gehen wir mit der Startnummer 1 in die Saison. Unterstützung bekommen wir aufgrund des Championats auch von BMW M Customer Racing – für mich ein toller Aufstieg und ein weiterer Schritt in der Motorsportkarriereleiter.  Test-, und Einstellfahrten verliefen positiv, ein Platz auf dem Treppchen ist das Ziel“ so der 28jährige Yannick Fübrich. 

    Ein Testwochenende mit nassen und trockenen Bedingungen hat auch Patrick Assenheimer hinter sich. „Nach den Erfolgen der letzten Saison sind die Erwartungen natürlich hoch“ so der amtierende VLN-Speed-Trophy-Sieger. Der 6200ccm große Achtzylindermotor und die Kraftübertragung des AutoArenA Mercedes AMG GT3 sind gleichgeblieben, allerdings musste ein neues EVO-Kit integriert und abgestimmt werden. Zum Auftakt teilt sich der 29jährige Lehrensteinsfelder den 550 PS-Boliden mit Ex DTM Fahrer Maro Engel (Monaco), mit dem er auch beim Finale 2019 zum Sieg donnerte. „Der Auftakt ist quasi ein Werkseinsatz, wir starten offiziell unter „Mercedes AMG Team HRT-AutoArenA“ erläutert Patrick Assenheimer. Der bekannte und erfolgreiche Rennfahrer und Projektentwickler Hubert Haupt aus München hat HRT gegründet, nachdem sich die international sehr erfolgreiche Black Falcon Truppe aus dem professionellen GT3-Rennsport während der Corona-Krise zurückgezogen hat. „Viele der Black Falcon Techniker und Ingenieure sind jetzt beim Haupt Racing Team, was sich positiv auswirken wird. Unser Ziel ist eine Top Ten Platzierung, der Traum natürlich ein Platz auf dem Podest“, so Patrick Assenheimer, der sich auch Erkenntnisse für das 24-Stunden-Rennen, welches auf den 25. bis 27. September verschoben wurde, erhofft. In dessen SP9 Königsklasse sind 20 internationale GT3 Boliden gemeldet. Porsche, Audi, BMW, Mercedes und Ferrari mit namhaften, schnellen Nordschleifenakteuren sorgen für eine enorme Konkurrenz.   

    (Wilfried Ruoff)

  • Jürgen Bender mit Callaway-Corvette C7 am Start

    26.06.2020

    Es ist endlich soweit. Die Rennsportsaison 2020 steht vor dem Saison-Auftakt. Am 11. Juli beginnt die GT-Rennsaison am Lausitzring. Prominente Szenekenner im Unterland, der Region um Heilbronn, erwarten ein starkes Engagement mit besten Erfolgsaussichten für das Team Callaway-Competition.

    Corvette C7Das Erfolgsteam der Hersteller Ernst Wöhr und Enzo Ciccone hat im Heilbronner Vorort Leingarten zwei neue Exemplare der Baureihe C7 fertig gestellt. Jürgen Bender wird in 14 Tagen mit einem der neuen C7-Modelle in der P9-Challenge und in der STT an den Start gehen. "Vor 3 Jahren habe ich den Titel in der STT gewonnen. Diesen Titel möchte ich 2020 zurück erobern", so Bender lächelnd im Interview. Den ersten Renntest hat der Neckarsulmer Diplomingenieur in dieser Woche absolviert. Die neue C7 Corvette war noch wie neu geboren in Karbonoptik unterwegs. Ein seltener Moment für viele Rennfans. Wegen der Corona-Beschränkung hielt sich die Menge der Fans im Motodrom jedoch in Grenzen.  "Ich persönlich gehe davon aus das Jürgen seine Rundenzeit in Hockenheim mit dem neuen C7-Modell der Jungs aus Leingarten um etwa 1 sec gegenüber dem Vorjahr verbessern wird", fügte Renningenieur Marco Bayer überzeugt hinzu.

    Diese Zeit erreichte der gleichzeitig testende ADAC-GT-Masters-Frontrunner Markus Pommer aus Neckarsulm in Hockenheim am Folgetag. Pommer, ein Routinier im GT-Sport, geht 2020 mit Jeffrey Schmidt (CH) in der ADAC Masters an den Start. Siege zusammen mit Marvin Kirchhöfer zeigten im Vorjahr bereits das mit dem Callaway-Werks-Duo zu rechnen ist. Beste Aussichten also für Jürgen Bender.

    Renningenieur Bayer wird Jürgen Bender auch zukünftig betreuen. Beide arbeiteten bereit über mehrere Jahre sehr erfolgreich zusammen. So errang man bereits Gesamtrang 4 bei den 24h von Dubai. Der Erfolg in Dubai wurde seinerzeit auf einem Porsche GT3 errungen. Das blieb bisher mit Abstand beste Ergebnis eines Teams aus der Heilbronner Region in den Emiraten. Nach dem Umstieg auf die erste Callaway Corvette gewann Jürgen Bender 2014 auf dem Lausitzring bereits auf Anhieb einen Lauf zur P9-Challenge. Den größten Erfolg aber verbuchte Bender beim Saisonfinale 2018 in der P9-Challenge und der STT auf dem Nürburgring. Er gewann beide Läufe der P9-Challenge und der renommierten STT-Serie. "Der 'große Vierer' einem Tag, das war schon irre", so Bender am Abend nach dem Rennen im Fahrerlager hocherfreut. Und hätte es an dem Wochenende noch eine P9-Endurance-Lauf gegeben - wer weiß. Aber lassen wir das. Abwarten was die Zukunft bringt. Jürgen Bender ist für 2020 jedenfalls bestens gerüstet.

    Die Daumen der viele Freunde von Bender, Pommer und Bayer in ihrem heimischen Motorsport Club Heilbronn (MCH) werden am 10. und 11. Juli auf alle Fälle festgedrückt sein.

    (HTS)

    Foto: Privat - Bender in der neuen C7 Callaway-Corvette mit Renningenieur Bayer an der Box in Hockenheim

     

     

  • Callaway Competition Corvette C7 GT3R

    So sieht sie aus - die Callaway Competition Corvette C7 GT3R

    19.05.2020

    Jedem Racer steigt schon ein besonderes "Kribbeln" über den Nacken ganz nach oben hoch, wenn der die faszinierende Technik der neu entwickelten C7 GT3R Corvette von Callaway Competition in Leingarten, beim Hersteller in der Halle betrachten darf. Da wären die MCH-Mitglieder keine Ausnahme.

    Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone sind dabei die finalen Handgriffe an jenem Modell C7-GT3R zu machen das für Jürgen Bender im Rahmen der STT und der P9-Challenge 2020 zum Einsatz kommen wird. Natürlich bleiben einige technische Raffinessen ein Geheimnis. Aber andere Details machen deutlich, dass die zu erwartende Leistungssteigerung beachtlich ausfallen dürfte. MCH-Mitglied Jürgen Bender wird sich im Feld der GT-Modelle von Audi, Ferrari, Aston Martin, AMG, Porsche, Pagani, BMW, Ford oder auch gegen den immer schneller werdenden Flachmann aus Holland, dem Pumaxs von Henk Thuis (NL), in Szene setzen können. Da ist sich jeder Fan sicher.

    CorvetteDie Gewichtsverteilung des 1250 Kg schweren Deutsch-Amerikaners beträgt am Start H/V - 52%/48%. Dieses Verhältnis nähert sich bei abnehmendem Gewicht entsprechend dem Verbrauch der maximal 120 L Kraftstoff im Tank auf ein Verhältnis von 51/49% an.

    Das 6-Gang Getriebe von X-Trac ist ausgereift. Das gilt auch für das verwendet Bilstein Gewindefahrwerk. Perfekte Einstellungen auf jede Rennstrecke sind so mühelos möglich. Das Ingenieurteam von Callaway Competition und im Falle von Jürgen Bender auch dessen persönlicher Renningenieur Marco Bayer loben die Bilstein-Technik sehr, weil sie diese Technik kennen.

    Und zum Motor. Die Leistung liegt irgendwo bei 600 PS. Alles ist abhängig vom jeweils vorgeschriebenen Restriktor und BOP-Vorgaben liefern bzw. bestimmen dabei entscheidende Voraussetzungen. Damit im Zusammenhang zu sehen ist auch der Einfluss die Auspuffanlage von M&M.

    Das Erlenbacher Team Sportwagenschmiede mit dem Jürgen Bender neuerlich wieder an den Start geht, scharrt genau wie Pilot Dipl.-Ing. Bender schon mächtig mit den Hufen.

    Später auf der Rennstrecke gilt es dann das Fahrwerk auf die zu verwendenden Reifen von Michelin oder Avon abzustimmen. Es bleibt spannend, nein, es wird spannender. "Das ist es eigentlich im Rennsport immer", so der Erlenbacher Renningenieur Marco Bayer trocken beim Interview in seiner Halle. 

    (HTS)

    Foto: HTS

  • Corvette C7 im Aufbau bei Callaway Competition

    09.05.2020

    Bei Callaway-Competition kam uns ein C7-Basisrahmen vor die Linse. Ob es der Rahmen von Jürgen Benders neuer GT3-C7-Corvette ist? Nein, dieser Rahmen ist es nicht. Die neue C7.Callaway-Corvette, Das identische Modell für Markus Pommer (NSU) und den Schweizer Jeffrey Schmidt für den Titelkampf 2020 in der internationalen ADAC GT-Masters wie es dieser Tage vorgestellt wird, ist komplett.

    Lediglich der der neue Rennmotor muss noch eingebaut werden. "Eine Sache weniger Stunden", so Callaway-Chef Ernst Wöhr in Leingarten. Wir bleiben für die Racefans am "Ball". Heilbronns Beiträge mit den neuen Modellen von Callaway-Competition aus Leingarten mit den Unterländern Markus Pommer und Jürgen Bender (beide aus Neckarsulm) werden in der ADAC-GT-Masters in der STT-Serie und der P9-Challenge ganz sicher für einige Gesamtsiege, nicht nur in Deutschland sorgen. 

    (HTS)

    Corvette C7 Gitterrahmen

    Foto: HTS

  • Jürgen Bender ist bereit für den Saisonstart 2020

    27.04.2020

    "...aber in einer nie da gewesenen Zeit wie wir sie momentan über uns ergehen lassen müssen ist 'abwarten' selbstverständlich angesagt", so der erfolgreichste Automobilsportler des Unterlandes. Mit mittlerweile deutlich über 1000 erkämpften Pokalen in den Vitrinen. Jürgen Bender stellte alle anderen Aktiven damit in den Schatten. "OK", fügt er eher bescheiden im Interview hinzu, "das sind die Erfolge aus 4 Jahrzehnten im Rennsport". Erkämpft hat der Neckarsulmer diese riesige Masse an Trophäen und 2 Dutzend Cup- und Meistertiteln dazu auf Rennsportwagen der Fabrikate NSU, Porsche und Callaway-Corvette.

    Was 1978 nach dem Erwerb des Führerscheins auf einem wenige 100 Meter vom Elternhaus entfernt gebauten NSU TTS 1300 begann, das wird 2020, sobald Corona es zulässt, auf einer von Callaway-Competition in Leingarten aufgebauten GT3 Corvette der Modellreihe C7 erneut in Angriff genommen. Wie bereits gesagt, begann alles 1978 - oder doch schon früher? "Natürlich habe ich schon in den Jahren zuvor ganz genau hingeschaut, wenn ich neben einem unsere Mitarbeiter im Betrieb in einem der Fahrzeuge saß. Und auch von Vater Hans holte Jürgen sich manchen wichtigen Tipp. "Nein, mein Vater war kein Rennsportler", lächelte "Ben", so nennen ihn die Freunde, im Gespräch. Einen wichtigen Titel gewann Jürgen Bender gegen harte Porsche und AMG-Mitstreiter 2017 mit der Super Tourenwagen Trophy. Eine harte Nummer bis zum Finale", erinnert er sich gut. 2018 machte die Technik mehrfach einen Strich durch die Titelbemühungen. Dafür stellte der heimische Topmann aber einen Rekord auf, der nur schwer zu brechen sein dürfte. Jürgen Bender reiste mit seinem Team zum Nürburgring. Dort trat er zu den beiden Finalläufen der STT und der P9-Challenge an. Und "Ben" gewann die Rennen alle. 4 Gesamtsiege, 4 Klassensiege und am Ende den Divisionssieg KL8 der Saison 2018 in der P9-Challenge dazu. 9 Pokale als Resultat eines Rennwochenendes - Nicht zu glauben. "Und dabei war ich in der P9 nur sporadisch am Start", Kopf schütteln bei Bender. 2019 gewann der Unterländer erneut Rennen in der STT und der P9-Challenge. Ein Dreifach-Sieg vor der Haustür in Hockenheim und ein Gesamtrang 3 nach gerade mal 4 Starts in der P9-Challenge wurden zum Finale für das Duo Bender/Callaway-Corvette-C6. Die spannende Frage für die nahe Zukunft lautet nun - wann wird er mit der neuen C7-Corvette antreten können - und wo? Einen Vortest in einem Modell-2019 gab es bereits, so war zu erfahren. Bei dem neuen Wagen für Bender handelt es sich um das gleiche Modell welches in der ADAC-Masters 2020 vom Duo Pommer/Schmidt eingesetzt wird. Alle 3 Fahrer scharren schon mit den Hufen. Die heimischen Fans sind gespannt. 

    (HTS)

    Foto: HTS - Benders C6-Corvette auf Pole in Hockenheim

  • Corvette - ein Siegerauto für die P9

    Z06 Callaway GT3 Corvette - wer steuert den Top-GT3 in der P9-Challenge 2020 zum Sieg?

    23.03.2020

    Die P9-Challenge und die P9-Endurance erwarten die Callaway-Corvette 2020 als Sieger-GT am Start. Bereits 2015 wurde die erste grau lackierte GT3 Callaway-Corvette Z06 am Lausitzring in zum Sieg katapultiert. Eurospeedway-Lausitzring - eine Strecke ganz eigener Prägung wie P9-Manager Bernhard Fischer aus München weis. Der Manager aus München nimmt sie mit beharrlicher Regelmäßigkeit in den P9-Terminkalender auf. "Das hat auch seine Berechtigung“, so Fischer. "Eine sehr schnelle Strecke die eben ihre Fans hat. Teams, Fahrer und Zuschauer", so Fischer dieser Tage. Der Straßenkurs mit der langen Links vor der Zielgeraden. "Unter Volllast hat das etwas", so verstand ich P9-Siegerkönig Hermann Speck zumindest.

    Der erste Corvette-Gesamtsieg ging 2015 an Jürgen Bender aus Neckarsulm. Der Unterländer Reifenspezialist und Entwickler von Recycling-Maschinen war damals angetan von der Strecke und auch von der jungen P9-Serie für GT-Boliden. "Rein schnuppern und gleich Gesamtsieg, das hat was", grinste der Routinier nach seinem Sieg im Interview. Später wiederholte Jürgen "Ben" Bender das Siegen in der P9-Serie. Unvergessen sein Vierfacherfolg 2018 beim GT-Serienfinale am Nürburgring, in den beiden Endläufen der P9 und in den Finalen der STT. Hat das eigentlich schon einmal ein Fahrer an einem Tag geschafft - einen Vierfachsieg an einem einzigen Tag mit 4 Rennen im Abstand von z.T. unter einer Stunde - ich glaube vor Bender am Ring schaffte das noch niemand.

    Zuletzt gewann Jürgen Bender 2019 in einer blaugrünen Z06-Corvette beide Läufe der P9 in Hockenheim. Einige Porsche, Dallara Renault RS01, Ligier LMP3, Audi R8, Ford GT, BMW und AMG - alles was schnell war, das war dort am Start.

    Wer wird 2020 in der P9 zur Challenge und zur Endurance im blaugrünen "Siegerbomber" aus der Schmiede von Callaway-Competition in Heilbronn an den Start gehen? Dazu die Frage wer den Wagen einsetzen wird? Vom Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach vor den Toren von Heilbronn ist gerüchteweise die Rede.

    Spannung bis zum Start der P9-Saison am Red Bull Ring ist angesagt.

    Einige Fragen bleiben offen bis zum Schluss. Welcher Fahrer löst dieses Rätsel am Ende auf? Kann die Corvette den Pagani Zonda schlagen? Hier werden sie es erfahren.

    Wir bleiben dran.
    Cross my heart.  (HTS)

    Foto: HTS, Bender an der Z06-Covette

  • GT4-Pilot Yannick Fübrich in Richtung Pommer, Assenheimer und Bender unterwegs

    23.03.2020

    In der bedeutendsten GT-Rennwagenklasse, der GT3 sind es die Unterländer Markus Pommer (Callaway Corvette), Jürgen Bender (Callaway Corvette) und Patrick Assenheimer (AMG GT3), die auf internationalem Parkett - oder sagen wir treffender "auf internationalem Asphalt" - für Furore sorgten. In der GT-Masters, der STT, der P9-Challenge oder auf der Langstrecke "greift man nach Sieg und Titel". In der GT4 hat Yannick Fübrich die gleiche Richtung im Auge. 

    (HTS)

    Fübrich - Griessner(rechts).jpg 

    BMW-Presse:

    Kundensport: VLN-Champions starten 2020 im #1 BMW M4 GT4.

    BMW M Customer Racing unterstützt in der kommenden Langstreckensaison auf dem Nürburgring (GER) die amtierenden VLN-Champions David Griessner (AUT) und Yannick Fübrich (GER) dabei, den nächsten Schritt in ihren Rennsport-Karrieren zu gehen. Das Duo, das 2019 neben dem VLN-Titel auch zum zweiten Mal in Folge die Gesamtwertung im BMW M240i Racing Cup gewann, erhält einen finanziellen Zuschuss und damit die Chance, die gesamte Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie (früher VLN) am Steuer eines BMW M4 GT4 in der Klasse SP10 zu bestreiten. Eingesetzt wird das Fahrzeug mit der Startnummer 1 vom ebenso erfahrenen wie in der BMW Sports Trophy erfolgreichen Team Adrenalin Motorsport. Dritter Fahrer neben Griessner und Fübrich wird Florian Naumann (GER) sein. „Nach den Erfolgen der vergangenen beiden Jahre freue ich mich jetzt auf die neuen Herausforderungen im BMW M4 GT4“, sagt Griessner. „Der BMW M240i Racing Cup war hierfür die perfekte Vorbereitung.“ Fübrich ergänzt: „Ich bin sehr glücklich, mit dem BMW M4 GT4 den nächsten Schritt zu gehen.“ Die Unterstützung der VLN-Champions ist ein weiterer Beleg dafür, dass BMW M Customer Racing auch in der Saison 2020 seine konsequente Förderung des Breitensports nicht nur fortsetzt, sondern noch weiter intensiviert. BMW-Pressemitteilung.

    Die komplette Pressemitteilung:

    https://sport.bmw-press.de/online.php?u=RT9_-Xg3179

Archiv 2019

  • Geehrt mit den GT4-BMW-Assen - Yannick Fübrich

    München: BMW - GT4-Fahrerehrung 2019

    Im internationalen Rennsport haben die Namen Michael Fischer (A), Michael Schrey oder Thomas Jäger einen besonderen Klang. Nun ist auch Yannik Fübrich da dran. Mit seinen jüngsten Erfolgen gelang es dem routinierten Unterländer als 9. unter die ersten 10 der internationalen BMW Sports Trophy Ehrung 2019 zu fahren. Ein beachtlicher Erfolg für den Unterländer nun auf der Bühne in München geehrt zu werden. Wird es ihm in absehbarer Zeit gelingen in die internationale GT3-Liga aufsteigen zu können? Geehrt wurde auch der einstige FF-Festival-Sieger Ricardo van der Ende (NL, links). Ex-F1-Fahrer Alesandro Zanardi (I) nahm die Ehrungen in München vor.

    (HTS)


    Komplette Pressemeldung von BMW - http://sport.bmw-press.de/online.php?u=RT9_-Xg3022


    BMW-Foto

  • Jürgen Bender erfolgreich in 2 Meisterschaften

    (P9-Challenge + STT)

    Porsche-GT-Modelle machen seit Jahren in den beiden P9-Serien, der Challenge und in der Endurance "die Pace". Auch 2019 blieb das so. P9-Manager Bernhard Fischer stellte 2019 einen Terminkalender für seine beiden Serien zusammen, der die Starter aus Deutschland, Österreich, der Tschechei, Italien und der Schweiz einmal mehr voll überzeugte. Auch den erfolgreichen Unterländer GT-Routinier Jürgen Bender.

    "Unser Partner, das Porsche Zentrum Olympiapark erwarten Top-Rennstrecken. Die Fahrer und die teilnehmenden Teams verlangen in jeder P9-Saison anspruchsvolle Strecken. Das ist nachvollziehbar und sie alle bekommen Top-Strecken bei uns. Wir schaffen so optimale Grundvoraussetzungen für eine Top-Saison in der P9", so der P9-Boss Fischer aus München. Alle Fahrer wollen mit ihren GT-Rennwagen auf renommierten Circuits ihre eigenen Rundenzeiten mit den Topleuten aus anderen Rennserien vergleichen können. Vorne fahren reicht nicht".

    In der P9-Challenge brachte Jürgen Bender als Nr.1 seiner Leistungsklasse KL8 beim Interview auf den Punkt, als er seine Rundenzeiten mit den Zeiten anderer Serien verglich. "Der Hockenheimring, der "Königlichen Park von Monza", der Red Bull Ring oder auch der legendäre Formel-1 Kurs in Imola sind perfekte Vergleichsstrecken für die internationale Fahrerschaft", so der Neckarsulmer. Dort fährt die P9 und auch die STT.

    Bei jedem Rennwochenende ist es der Kampf um das Podium, um Klassensiege oder gar um den Gesamtsieg eines P9-Laufes oder der STT das was die Racefans erleben wollen und was sie immer wieder fasziniert. In der 34. Saison der renommierten STT gelang Jürgen Bender in seiner Division 1 der Meisterschaftsplatz zwei hinter Porsche-Ass Uli Becker. "Die haben sich packende Duelle geliefert", so Manager Krepschik.

    Die Möglichkeit des Fahrerwechsels bei der P9-Endurance sowie die Chance in Abhängigkeit von der Klassenstärke für den Titelkampf der P9-Challenge bzw. Endurance zu punkten, genau das hielt 2019 die Tabellenführung bis zum Finale im Italienischen Imola offen. Kampf bis zur letzten Runde.

    MCH-Ass Jürgen Bender war nur bei 1/3 der P9-Rennen am Start. Aber der Neckarsulmer holte auf einer 600 PS-starken Callaway-Corvette wie auch der Prager Unternehmer Antonin Herbeck auf Pagani-Zonda-AMG und Heiko Neumann (Burg) auf Porsche 997 GT3R ebenfalls zwei Gesamtsiege. Siegerkönig wurde der Nürnberger Hermann Speck auf Porsche 997 GT3R. "Specki" gewann in der P9-Challenge 4 Meisterschaftsläufe", so Bender respektvoll. Hinter MCH-Clubmitglied Bender landete der Leipziger Marvin Kirchhöfer und der spätere Champion "Denis G. Watt" aus Österreich mit je einem Gesamtsieg. Profi Kirchhöfer war nur bei einem Rennen am Start und dort gewann er auch prompt. Respekt also für den ADAC-Masters-Profi von Callaway-Competition aus Leingarten, einem Titel-Favoriten.

    In der P9-Challenge katapultierte sich Jürgen Bender am Ende auf Meisterschaftsrang 3 nach vorne. "Bei nur 4 Starts eine überaus beachtliche Leistung", so Benders Wettbewerber voller Anerkennung.

    Die STT-Challenge konnte Jürgen Bender 2017 gewinnen. In der auslaufenden Saison landete der Divisionszweite aus dem Unterland dort auf Gesamtrang 4. Damit war er natürlich nicht zufrieden. Technische Probleme warfen Jürgen Bender entscheidend zurück.

    Den größte Saisonerfolg erkämpfte "Ben" Bender beim American Fan Fest in Hockenheim. Von 4 Starts gewann der Neckarsulmer Diplomingenieur 3 Rennen in der P9 und in der STT. Überboten hat Bender das zuvor nur einmal am Nürburgring. 2018 gewann er dort alle 4 GT-Rennen bei denen er antrat - und das an einem Sonntag im Oktober.

    (HTS)

    Foto HTS: - Bender besiegte Becker und Abbelen in der P9-Challenge in Hockenheim

  • Die 3 GT-Topfahrer aus dem Unterland

    Quo Vadis - Jürgen Bender 2020 im GT-Sport am Start

    Die GT3-Rennwagen stehen seit einigen Jahren nicht nur im Deutschen Motorsport, sondern auch international in voller Blüte. Rundstreckenrennen am Steuer eines GT3-Rennwagens sind seit einigen Jahren absolut Trumpf. Ein junger Fahrer aus jenem ADAC- Club AMC-Giessen den auch der einst der legendäre Deutsche Formel 1 Profi Stefan Bellof angehörte, brachte es vor einigen Tagen in Hockenheim auf den Punkt. "GT3 ist bei den Produktionsrennwagen der einzig richtige Weg. Entweder Rennwagen, dann Formelsport oder Produktionsrennwagen, dann GT3", so Dennis Fetzer. Das 17jährige Talent stieg vom Kart in den GT3-Cup und katapultierte sich auf nassem Asphalt am Red Bull Ring aus dem Stand aufs Siegerpodium.

    Im heimischen Unterland haben sich Markus Pommer (Erlenbach), Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) und Jürgen Bender (Neckarsulm) auf GT3 Rennwagen europaweit einen Namen gemacht. Natürlich waren die drei Racer nicht die einzigen die das versuchten. Aber sie waren diejenigen, die Erfolg im GT3-Sport hatten. Auf Spitzenmodellen von Callaway-Competition (Leingarten), AMG (Team Auto Arena) und Audi (Aust Motorsport) feierte man in der Topserie ADAC-GT-Masters in verschieden international offene GT-Serien und auch auf der Langstrecke viele Klassenerfolge, Gesamtsiege und Meistertitel. Die Namen Pommer, Assenheimer und Bender erfreuen sich großer Wertschätzung bei den GT-Profiteams des Automobilsports.

    Auf der Rundstrecke mischt Markus Pommer im Kampf um den ADAC-GT-Mastertitel entscheidend mit. Patrick Assenheimer, in der Vergangenheit Gesamtsieger bei Gaststarts in der STT mischt jetzt auf der Langstrecke im Kampf um Siege entscheidend mit. Er ist dem Fabrikat mit dem Stern verbunden. Und Jürgen Bender? Der Neckarsulmer Ingenieur gewann die TCC-Serie sowie die STT. Dazu holte er jedes Jahr Siege bei Gaststarts in der P9-Challenge. Nicht zu vergessen sein einzigartiger Vierfachsieg 2018 am Ring bei der STT+P9. Aber die Krone ist der glänzende 4. Gesamtrang bei den 24h von Dubai 2006. "Die GT3 ist es heute, die im Rundstreckenrennsport die "Spreu vom Weizen" teilt, keine Frage", so MCH-Mitglied Renningenieur Marco Bayer.

    Foto: Autosport.at, Hartung

  • René Noller kommt erneut ins Ziel und wird Achter im Rallye-Cup

    Finale zur Deutschen Rallye Meisterschaft und dem ADAC Rallye Cup 2019

    Das große Finale zur Deutschen Rallye Meisterschaft und dem ADAC Rallye Cup fand diesmal mit der Int. ADAC 3-Städte Rallye in Niederbayern statt. Neben dem Deutschen Meister Fabian Kreim (Skoda R5) freute sich auch der mit 17 Jahren jüngste Teilnehmer im Feld, René Noller vom MC Heilbronn über den 8. Gesamtrang im ADAC Rallye Cup 2019.

    Zusammen mit seinem BF17 Copilot Matthias Weber (Grafenau) schaffte es René Noller erneut den 142 PS starken Opel Adam gekonnt über alle 10 Wertungsprüfungen und die knapp 500 Km Gesamtdistanz zu bringen. Obwohl er erst beim 3. von 6 Läufen aufgrund seines Alters sein Debüt geben konnte, schaffte es der Junior von Rallyelegende Rainer Noller noch auf den 8. Platz in der Gesamtwertung des hochdotierten Cups.

    Nur 11 Tage nach seinem 17. Geburtstag schrieb René Noller Geschichte als jüngster Fahrer aller Zeiten bei einem Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft. Trotz einem Abflug brachte er den Opel Adam bei seiner 1. Rallye als 8. in der Cup Wertung ins Ziel. Auch beim nächsten Lauf Rund um die Sulinger Bärenklaue holte er Platz 8 und die ersten Powerstage Punkte. Sein bestes Ergebnis fuhr Noller beim vorletzten DRM Lauf im Erzgebirge heraus. Trotz vielen WP Kilometern bei Nacht und Dauerregen brachte er den Opel Adam auf Platz 6 im ADAC Rallye Cup ins Ziel nach Stollberg.

    Dazu war René noch bei 4 Rallyes 2019 als Vorwagen am Start und sammelte weitere Erfahrung um 2020 dann eine volle Rallyesaison im Opel Adam zu bestreiten.

    Fotos: privat

  • Assenheimer donnert im AMG GT3 Mercedes zum Vizetitel

    Spannung und Action durch 48 GT3-Boliden beim Finale des Blancpain Endurance Cup in Barcelona

    Der 18. Startplatz war nicht der gewünschte Ausgangspunkt, aber dank einer perfekten Vorstellung des Fahrertrios Patrick Assenheimer, Hubert Haupt und David Fumanelli in Black Falcon Mercedes AMG GT3 wurde nach der Ziellinienüberquerung heftig gejubelt: Vizemeisterschaft im hartumkämpften Silver Cup beim Blancpain GT Endurance Cup 2019.

    Die Orange1-FFF-Racingteampiloten Andrea Caldarelli, Marco Mapelli und Albert Costa sicherten sich im Lamborghini Huracan in einem dramatischen Finale mit dem Sieg in letzter Sekunde auch den Titel des Blancpain Endurance Cup 2019.

    Das Finale auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya lockte noch einmal 48 internationale GT3-Boliden der Marken Lamborghini, Aston Martin, Bentley, Ferrari, Nissan, Porsche, BMW, Audi und Mercedes nach Spanien. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren viele der Piloten – wohl auch ob der noch mehrfach ausstehenden Titel-, und Podestchancen – deutlich übermotiviert. Die Dreistundenhatz war ab dem Start von vielen Kollisionen, Unfällen, Safetycar- und Gelbphasen geprägt. „Auch unser grüner Black Falcon Mercedes hat diverse Kratzer, aber wir konnten ohne größere Blessuren die Teamtaktik optimal auf der 4655 Meter langen Rennstrecke umsetzten“ erklärt Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld). Die Fahrt von Startplatz 18 auf den siebten Gesamtrang war eine perfekte fahrerische Vorstellung von Assenheimer und seinen Kameraden. Der gleichzeitige Podestplatz zwei im Silver Cup – die vierte Podiumsplatzierung im fünften Rennen spiegelt die starke fahrerische Leistung wieder – bedeutete schlussendlich auch die Vizemeisterschaft. „Es waren 85 harte Runden in Barcelona, die langgezogenen Kurven fordern die Reifen extrem und die Konkurrenz war stärker denn je. Das Black Falcon Team hat unseren Mercedes AMG GT3 perfekt vorbereitet und betreut, ich bin hochzufrieden“ resümiert Patrick Assenheimer das Finale des Blancpain Endurance Cups 2019.

    (Wilfried Ruoff)   

    Foto: Patrick Assenheimer mit Hubert Haupt (links) und David Fumanelli (rechts) vor dem Black Falcon AMG GT3 in Barcelona

     

     

  • VLN: Fübrich/Griessner krönen sich zu neuen VLN-Champions...

    ...und verteidigen Titel im BMW M240i Racing Cup

    • VLN: Yannick Fübrich und David Griessner krönen starke Saison im BMW M240i Racing Cup mit dem Gewinn des VLN-Titels.
    • Pixum Team Adrenalin Motorsport dominiert Gesamtwertungen im BMW M240i Racing Cup.
    • Griessner: „Das ist der größte Erfolg in meiner Karriere“.


    Ob in der DTM, in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship, in der ABB FIA Formula E Championship oder in unzähligen weiteren Rennserien: Woche für Woche kämpfen BMW Teams und Fahrer um Punkte, Siege und Titel. Auch abseits der Strecke sorgen die Mitglieder der großen BMW Motorsport Familie rund um den Globus für Schlagzeilen. Mit den „BMW Motorsport News“ fassen wir für Sie die Geschehnisse kompakt und informativ zusammen. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.


    VLN: Fübrich/Griessner krönen sich zu neuen VLN-Champions

    Die VLN-Champions 2019 fahren einen BMW M240i Racing:  Im letzten Saisonrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (GER) sicherten sich Yannick Fübrich (GER) und David Griessner (AUT) im Fahrzeug mit der Startnummer 650 den Sieg in der BMW M240i Racing Cup Klasse und damit gleichzeitig Position eins in der VLN-Gesamtwertung. Für beide Fahrer ist es der erste Triumph in der VLN. Dem Pixum Team Adrenalin Motorsport um Teamchef Matthias Unger (GER) gelang mit dem Erfolg von Fübrich und Griessner der zweite VLN-Gesamtsieg in Folge. Im Vorjahr hatten Danny Brink, Philipp Leisen und Christopher Rink (alle GER) in ihrem BMW 325i triumphiert. Das Trio hatte diesmal erneut bis zum Schluss Titelchancen, letztlich musste es seinen Teamkollegen jedoch den Vortritt lassen, obwohl auch Brink, Leisen und Rink in ihrer Klasse V4 als Erste die Ziellinie überquerten. Damit sicherten sie sich Position eins in der Produktionswagen-Trophy. In der Gesamtwertung des 44. DMV Münsterlandpokals belegten Christian Krognes (NOR), David Pittard und Jody Fannin (beide GBR) im #34 BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport einen starken dritten Platz. Insgesamt feierten BMW Teams beim VLN-Saisonfinale fünf Klassensiege.


    BMW M240i Racing Cup: Fübrich/Griessner verteidigen ihren Titel

    Yannick Fübrich und David Griessner haben beim VLN-Saisonfinale auf dem Nürburgring nicht nur den VLN-Titel gewonnen, sie haben auch ihre Krone im BMW M240i Racing Cup erfolgreich verteidigt. Vor dem letzten Rennen hatte das Duo vom Pixum Team Adrenalin Motorsport 46 Punkte Vorsprung in der Fahrerwertung. Diesen bauten sie durch ihren siebten Klassensieg im neunten Rennen sogar noch aus und unterstrichen dadurch ihre Dominanz in dieser Saison. Bereits im Vorjahr waren Fübrich und Griessner nicht zu schlagen gewesen. Den zweiten Platz in der Fahrer- sowie den Sieg in der Juniorenwertung sicherten sich Nico Otto und Lars Peucker (beide GER) vom Team Scheid-Honert Motorsport. Sie belegten beim Saisonfinale im „Eifelblitz“ mit der Nummer 666 gemeinsam mit Florian Naumann (GER) den zweiten Rang in der Klasse CUP5. Der dritte Platz ging an Ben Bünnagel (GER) und Francesco Merlini (ITA) vom Pixum Team Adrenalin Motorsport, das bereits vor dem letzten Rennen als Teamchampion im BMW M240i Racing Cup festgestanden hatte. Platz eins in der Gentleman-Wertung ging an Stefan Kruse (GER), ebenfalls vom Pixum Team Adrenalin Motorsport. Beim 44. DMV Münsterlandpokal standen insgesamt 16 BMW M240i Racing in der Startaufstellung.


    3 Fragen an ... Yannick Fübrich und David Griessner

    Im Vorjahr waren Sie schon nah am VLN-Titel dran, diesmal hat es geklappt. Wie erleichtert sind Sie?

    David Griessner: „Ich bin unglaublich erleichtert und freue mich riesig. Das ist der größte Erfolg in meiner Karriere. Mein letzter Stint im Rennen hat sich angefühlt wie eine Ewigkeit. Dass wir es nun geschafft haben, ist ein Traum – und ich denke auch, wir haben uns den Titelgewinn verdient.“

    Ihren Titel im BMW M240i Racing Cup haben Sie zudem erfolgreich verteidigt. Wie haben Sie die Saison erlebt?

    Yannick Fübrich: „Unsere Saison war nahezu perfekt. Und das Rennen heute war die Krönung. Wir mussten gewinnen, um zusätzlich zur Titelverteidigung im Cup auch VLN-Champions zu werden, und wir haben uns heute in einem unglaublich engen Rennen durchgesetzt. Darauf können wir sehr stolz sein.“

    Wie groß ist der Anteil des Pixum Teams Adrenalin Motorsport am Gewinn dieser hart umkämpften Klasse?

    Fübrich: „Vor der großartigen Arbeit dieses Teams kann man nur den Hut ziehen. Es funktioniert dort einfach alles, unsere Boxenstopps sind fantastisch. Das ist ein echtes Wahnsinns-Team, bei dem wir uns nur bedanken können.“

    Griessner: „Da kann ich Yannick nur zustimmen. Ich bin unglaublich froh, für so ein großartiges Team fahren zu können. Auch die Atmosphäre innerhalb der ganzen Mannschaft ist hervorragend. Vielen Dank an alle, die an diesem Erfolg beteiligt waren!“

    Ingo Lehbrink Pressesprecher BMW Group Motorsport

    www.press.bmwgroup.com/deutschland

  • René Noller fliegt auch im hohen Norden zum Ziel

    Der nördlichste Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft 2019 fand Rund um die Sulinger Bärenklaue statt, wo 60 Teams aus 6 Nationen die Hatz über 13  Wertungsprüfungen an 2 Rallyetagen auf sich nahmen. Mit seinen gerade erst 17 Jahren war René Noller aus Abstatt der jüngste Fahrer im Feld. 

    Mit seinem Beifahrer Matthias Weber (Grafenau) meisterte der junge Nachwuchsfahrer vom MC Heilbronn auch diesmal alle Wertungskilometer im 142 PS starken Opel Adam Cup. Probleme gab es nur auf der 25 Km langen, berüchtigten Sprintprüfung im IVG Wald. Rund 5 KM vor dem Ziel riss die rechte Antriebswelle ab, sodass sich Noller nur in langsamer Fahrt ins Ziel und mit über einer Minute Zeitverlust in den Service retten konnte. Dort konnte das Highspeed Racing Team schnell genug die Welle wechseln, sodass Noller/Weber weiter im Rennen blieben.

    Mit der 4. Zeit in der Powerstage WP12 holten die beiden sogar noch 2 Zusatzpunkte für den ADAC Rallye Cup und kamen dort am Ende, wie schon in Stemwede, auf Platz 8 ins Ziel. Den Sieg holte das Belgische Profiteam Munster/ Luoka, die weiter vor dem Finnen Piettarinen die Cup Gesamtwertung anführen.

    Der nächste Lauf findet nun erst Anfang Oktober im Erzgebirge statt, bevor es dann zum Finale, der 3‑Städte Rallye nach Ostbayern geht.

    (Rainer Noller)

    Foto: Rainer Noller

  • Titelkampf am Nürburgring: Callaway bereit für den Endspurt

    5. Lauf ADAC GT Masters 2019

    (PRESSEMITTEILUNG Leingarten, 15. August 2019)

     

    Mit dem fünften Lauf des ADAC GT Masters auf dem legendären Nürburgring (D) startet die entscheidende Phase der Saison. Callaway Competition will mit seinen beiden Corvette-Piloten Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer auf dem Kurs in der Eifel erneut angreifen und den Abstand zum Tabellenführer verkürzen. Keine Pause im Kampf um den Titel: Nur knapp eine Woche nach dem Ritt durch die Dünen im niederländischen Zandvoort steht am kommenden Wochenende (16.-18. August) auf dem Nürburgring der nächste Lauf des ADAC GT Masters auf dem Programm.

    Trotz des durch Pech geprägten Rennwochenendes in Zandvoort bleibt Callaway Competition dem Gesamtführenden des hochkarätigen GT-Championats weiter dicht auf den Fersen. Als Gesamtzweite wollen Marvin Kirchhöfer (25/Luzern) und Markus Pommer (28/Neckarsulm) mit ihrer Corvette C7 GT3-R in der Eifel den Abstand nach oben wieder verkürzen und den Traum vom Titel weiter leben zu lassen.

    Der fünfte Lauf der „Liga der Supersportwagen“ läutet auf dem Nürburgring die heiße Phase im Titelkampf ein und die Mannschaft um Teamchef Mike Gramke ist bereit für den bevorstehenden Endspurt. Ein punktloses Wochenende wie zuletzt in Zandvoort will man auf dem 3.629 Kilometer langen Kurs mit aller Macht verhindern.

    Auch am Nürburgring ist Callaway nach zwölf Jahren beim ADAC GT Masters mit fünf Siegen das erfolgreichste Team. Zwar liegt der letzte Sieg fünf Jahre zurück (damals noch mit der C06.R GT3), doch am kommenden Wochenende will man wieder voll attackieren und die Spitzenreiter jagen.

    Wenn am kommenden Wochenende das ADAC GT Masters auf dem Nürburgring seinen fünften Saisonlauf austrägt, werden auf der Motorhaube der Corvette mit der Startnummer #77 die drei farbenfrohe Buchstaben des Kölner Privatsenders RTL zusehen sein.

    Hierbei handelt es sich nicht etwa um einen neuen Sponsor des Corvette-Teams, sondern um die Fortsetzung der Charity-Projekte des Sportwagen Clubs aus Leipzig, der sich schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen des ADAC GT Masters für gemeinnützige Projekte engagiert hat.

    Mit dem nächsten Projekt startet der Sportwagen Club die wohl größte Spendenaktion der Saison. Bereits im Vorfeld wurde eine stolze Summe in Höhe von 42.000 Euro eingenommen, welche nachhaltig zugunsten notleidender Kinder in Deutschland und der ganzen Welt gehen. Hierbei hat man die Stiftung „RTL-Wir helfen Kindern e.V.“ ausgewählt.

    Da der Nürburgring nur 100 Kilometer von Köln entfernt liegt, wird man am kommenden Wochenende wohl auch den ein oder anderen prominenten Gast, welcher das Projekt zusätzlich begleitet, im Fahrerlager antreffen.

    Die bisherige Spendensumme will der Sportwagen Club natürlich noch erhöhen und beim RTL-Spendenmarathon im November bekanntgeben. Wer mithelfen und spenden möchte, kann sich auf der Website des Sportwagen Clubs darüber informieren.

    „Es wird ein enges und spannendes Wochenende auf dem Nürburgring geben. Ich denke es gibt keine Strecke, wo alle so viel Erfahrung haben wie dort. Wo wir mit unserer Corvette liegen, werden wir frühestens im Qualifying sehen. Ich bin optimistisch, auch wenn wir erneut kein leichtes Spiel haben werden. Unser Ziel ist es möglichst weit in die Punkteränge zu fahren und bestenfalls vor den Tabellenführern zu landen.“  Marvin Kirchhöfer (Luzern)

    „Für die beiden Rennen auf dem Nürburgring wäre es schon von Vorteil, wenn wir weniger Pech hätten als in Zandvoort. Es lief für uns zuletzt nicht wirklich perfekt, aber ich glaube, dass wir dort auf dem Nürburgring wieder ein Wort um die vorderen Plätze mitreden können. Das ganze Team ist hochmotiviert und lässt sich auch nach solchen Wochenenden wie in Zandvoort nicht aus dem Konzept bringen, was mich auch optimistisch stimmt." Markus Pommer, Heilbronn

    Foto: Stephan Hamacher / Motorsport-Karriere.de (Callaway-Corvette mit RTL-Logo am Nürburgring)

    www.sportwagen-club.org/charity 

     

  • Patrick Assenheimer mit Gesamtsiegerhattrick im AMG GT3 Mercedes

    Beim 6. VLN-Lauf: Lehrensteinsfelder Mercedespilot triumphiert zum dritten Mal in Folge in der Eifel – der Meimsheimer Yannick Fübrich bleibt weiterhin VLN-Meisterschaftsführender

    Das berühmt-berüchtigte Eifelwetter machte beim 6.Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft seinem Namen alle Ehre. Über sintflutartige Regenfälle bis hin zu strahlendem Sonnenschein waren die Bedingungen für die 147 gestarteten Teams bei der Vier-Stunden-Hatz. Unbeeindruckt davon spulten Patrick Assenheimer und Manuel Metzger im Obereisesheimer Auto-Arena-Motorsport Mercedes AMG GT3 souverän eine schnelle Runde nach der anderen ab. Im Ziel hatte das Duo 2,15,778 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierten Pierre Kaffer und Frank Stippler im Car Collection Audi R8 LMS, die wiederum 1,44,26 Minuten vor den Gesamtdritten Dominik Baumann und Philip Ellis im GetSpeed Performance Mercedes AMG GT3 die Ziellinie kreuzten. Damit trug sich der 27jährige Patrick Assenheimer in die VLN-Geschichtsbücher ein: Sein dritter Gesamtsieg in Folge auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife sind ein Hattrick, den es so bisher nur ein einziges Mal vor zehn Jahren von den Porschepiloten Chris Mamerow und Dirk Werner gegeben hat.

    Assenheimer war bei nasser Piste vom dritten Startplatz losgefahren und hatte früh auf profillose Slicks gewechselt. „Das Risiko zahlte sich aus, auch als es wieder zu schütten begann, bin ich im richtigen Moment in der Box gewesen um mit den Regenreifen weiter pushen zu können“, erklärt Patrick Assenheimer. „Unser Black Falcon Team hatte eine geniale Strategie ausgetüftelt, die Technik und unsere fahrerischen Leistungen waren optimal, die Boxencrew hat perfekt gearbeitet, ich bin überglücklich“ strahlt der Lehrensteinsfelder bei der Siegerehrung. Zwischenzeitlich war der französische Werkspilot Kevin Estre mit Traumrundenzeiten auf trockener Piste im Manthey-Porsche 911 GT3 R von Startplatz vier an die Spitze gefahren. Doch in Runde 14 kam nach einem Unfall bei Aquaplaning das Aus für den schnellen Porsche. Patrick Assenheimer gelangen zu dieser Zeit fehlerfreie Runden unter schwierigsten äußeren Bedingungen – in Führung liegend übergab er den ca. 550 PS starken AutoArena-Mercedes nach einem Doppelstint an Manuel Metzger. Der konnte die Führung sogar noch ausbauen und die Triumphfahrt für das Black Falcon Team mit dem erneuten Gesamtsieg perfekt machen.

    Keine Veränderung gibt es an der VLN-Tabellenspitze. Der Meimsheimer Yannick Fübrich und sein österreichischer Partner David Griessner haben die Nase ihres BMW M240i vom Pixum Team Adrenalin Motorsport weiterhin ganz vorne. „Desaster mit Schadensbegrenzung“, waren die Schlagworte von Yannick Fübrich im Ziel. Von Startplatz vier losgefahren, konnte Fübrich den 340 PS starken BMW gegen 13 Konkurrenten mit identischen Flitzern in der Cup 5 Klasse durch eine tolle Performance an die Spitze lenken. In der Starkregenphase des letzten Renndrittels übersah Fübrichs Partner Griessner bei heftiger Gischt eine Doppelgelbphase bei einem Überholmanöver. Die Zeitstrafe dafür betrug 185 Sekunden – aus dem sicheren Klassensieg wurde dadurch ein zweiter Platz, der punktemäßig gerade noch so für die VLN-Tabellenführung reicht. Der Klassensieg ging so an den BMW von Sorg Motorsport, der dritte Platz mit deutlichem Rückstand an die Truppe von Performance-Motorsport. „Unsere Pace war gut, die Abstimmung des BMWs hat gepasst, das Team hat perfekt gearbeitet, einzig der Lapsus beim Überholen unter Doppelgelb hat nicht ins Bild eines ansonsten perfekten Renntages gepasst“, resümiert Yannick Fübrich bei der Siegerehrung.    

    (Wilfried Ruoff) 

    Foto: Yannick Fübrich im ca. 340 PS starken BMW 240i Racing Cup 

     

  • Patrick Assenheimer brilliert mit zwei Gesamtsiegen...

    ...und Yannick Fübrich übernimmt die VLN-Tabellenführung


    Rückblick vom 4. und 5. Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife – zwei MCH-Racer in bestechender Form machen Schlagzeilen


    Die Schlussphase beim 4. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft am 13. Juli in der Eifel war nichts für schwache Nerven. Die finale Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern nach heftigen Rad an Rad Duellen inclusive einiger Berührungen zwischen zwei Mercedes AMG GT3 Boliden. Mit lediglich 2,023 Sekunden Vorsprung – nach einer harten Vier-Stunden-Hatz - erkämpfte sich das von Black Falcon eingesetzte Team AutoArenA Motorsport aus Obereisesheim schlussendlich den Gesamtsieg mit dem Fahrerduo Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) und Manuel Metzger. Marek Böckmann und Philip Ellis im Getspeed Performance Mercedes verwiesen als zweite das von der Pole Position gestartete Trio Christian Krognes/David Pittard/Jody Fannin im BMW M6 GT3 vom Team Walkenhorst auf den dritten Gesamtrang.

    Patrick Assenheimer im Black Falcon-AutoArenA Mercedes AMG GT3

    148 Fahrzeuge sorgten einmal mehr für eine turbulente Startphase. Patrick Assenheimer legte mit viel Vernunft hier den Grundstein für seinen zweiten Gesamtsieg. Ohne Risiko einzugehen bog der Lehrensteinsfelder als fünfter auf die Nordschleife ab – „die zwei verlorenen Plätze nach Startplatz drei taten nicht weh, ab dann habe ich permanent gepusht“ erklärt Assenheimer. Eine Schrecksekunde hatte der AutoArenA Mercedes AMG GT3 allerdings in der ersten Runde noch zu überstehen, die leichte Kollision mit einem Lamborghini Huracan blieb für Patrick und seinen Boliden aber folgenlos. Dessen fehlerfreier und schneller Doppelstint erwies sich als optimale Taktik. Assenheimer übergab nach einer fahrerischen Glanzvorstellung den 550 PS starken Mercedes auf Position eins an seinen Partner Manuel Metzger. Der Nordschleifenkenner musste dann aber mit allen erdenklichen, jedoch immer fairen Mitteln um den Sieg kämpfen. „Eineinhalb Stunden die Führung zu verteidigen war extrem hart für Manuel. Mit dem Gesamtsieg haben wir uns den Frust über das Pech beim 24-Stunden-Rennen von der Seele gefahren – Danke an das Black Falcon Team für das perfekte Auto“, so das Resümee vom überglücklichen Patrick Assenheimer bei der Siegerehrung.

    Für einen Wechsel an der Spitze der VLN-Gesamtwertung sorgte MCH-Racer Nummer zwei, Yannick Fübrich aus Nordheim. Zusammen mit seinem österreichischen Partner David Griessner fuhr Fübrich den dritten Sieg in Folge in der Cup 5 Klasse heraus. Hier waren 17 identische BMW M240i Racing Cup gestartet. Der vom Pixum Team Adrenalin Motorsport eingesetzte, 340 PS starke Hecktriebler von Fübrich und Griessner mit einem neuen „Outfit“ beim vierten Lauf. „Die für Fahrzeugtechnik, Folientechnik und Chiptuning zuständige CFN Group aus Frauenzimmern prangt als neuer Hauptsponsor auf dem BMW und hat gleich für einen weiteren Schub gesorgt“ so Yannick Fübrich. Der 27jährige fuhr wie Assenheimer einen Doppelstint und übergab nach zwei schnellen Überholmanövern das Auto an Griessner. Der verteidigte die Führung abgeklärt vor den Dauerrivalen Nico Otto und Lars Peuckert im Team Honert-Scheid-BMW. Die Zielflagge sah das Topduo mit zehn Sekunden Vorsprung und durfte sich zudem über den 29. Gesamtrang freuen. Durch ihren dritten Sieg übernahmen die beiden BMW-Piloten Fübrich/Griessner auch die VLN-Tabellenspitze.

    Yannick Fübrich im neu designten BMW 240iRacing Cup

    Drei Wochen später, der VLN-Saisonhöhepunkt steht an, das ROWE-Ruhr-Pokal-Rennen ist das einzigen im Kalender, das über eine Distanz von 6-Stunden geht. Riesenjubel hier erneut beim Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer - nach seinem Gesamtsieg vor drei Wochen triumphiert der Mercedespilot auch beim sechsstündigen Saisonhöhepunkt in der Eifel, diesmal zusammen mit dem ehemaligen DTM-Fahrer Maro Engel. Der 33jährige Wahlmonegasse hatte den vom Team Black Falcon eingesetzten AutoArenA Motorsport Mercedes AMG GT3 im verregneten Qualifying auf die Pole gestellt. Schwieriger Rennstart dann bei nasser Piste und von Beginn an wurde über die gesamte Langdistanz um jede Position gekämpft. 16 Runden – über je 24,433 Kilometer auf dem Nürburgring, der Kurzanbindung und der legendären Nordschleife – führten Assenheimer und Engel. 18 Runden hatte der Black Falcon Schwesterbolide mit den Fahrern Hubert Haupt, Adam Christodoulou und Luca Stolz die Nase ihres AMG GT3 vorn, sechs Runden führte der Phönix Audi R8 LMS mit dem Duo Vincent Kolb und Frank Stippler am Steuer das Feld aus 144 Fahrzeugen an. Assenheimer/Engel hatten beim Zieleinlauf 35,804 Sekunden Vorsprung mit dem 550 PS starken AutoArenA Mercedes auf den zweitplatzierten Black Falcon AMG GT3 der wiederum 36,717 Sekunden vor dem drittplatzierten Audi die Zielflagge sah. „Die Boxenstoppstrategie vom Team war genial, der Wechsel von Regenpneus auf profillose Slicks exakt zur rechten Zeit, die Rad an Rad Duelle und Überholmanöver mit dem Audi und unserem Schwestermercedes waren hart aber immer fair, ein richtig geiles Rennen“ resümiert Patrick Assenheimer. „Die Pole war wichtig für den Kopf, die letzten Rennrunden als Führende das Ergebnis eines perfekten Renntages“ fügt er hinzu. Der 27jährige hat derzeit einen Lauf. Zwei Gesamtsiege in Folge bei der VLN in der Eifel und dazwischen seine fahrerische Glanzleistung beim verregneten 24-Stunden GT3-Marathon in Spa. „Momentan passt alles perfekt, die Technik, die Taktik und meine Rennperformance“, erklärt ein hochzufriedener Patrick Assenheimer bei der Siegerehrung, die nach dem verregneten Start bei strahlendem Sonnenschein in der Eifel stattfand.

    Patrick Assenheimer und Maro Engel auf dem obersten Gesamtsiegerpodestplatz

    Jubel und Freude auch beim Nordheimer Yannick Fübrich. Durch seinen vierten Klassensieg konnte Fübrich zusammen mit seinem österreichischen Partner David Griessner die Tabellenführung der VLN auf 1,03 Zähler ausbauen. In deren Cup 5 Klasse waren erneut 17 identische BMW 240 i Racing Cup mit den 340 PS starken Sechszylindern angetreten. Fübrich/Griessner gelang ein klassischer Start-Ziel-Sieg, nachdem der Nordheimer den Dreiliter-Turbo-BMW auf die Pole im Qualifying gestellt hatte. „Wir haben schon nach der zweiten Runde auf Slicks gewechselt, ab dann konnte ich mich langsam aber kontinuierlich nach vorne absetzten“ erzählt Yannick Fübrich. 30,972 Sekunden betrug der Vorsprung von Fübrich/Griessner im Ziel, die schnellste Rennrunde der 17 Konkurrenten wurde zusätzlich herausgefahren. Deren Pixum Team Adrenalin Motorsport beeindruckte ebenfalls bei den Boxenstopps mit Schnelligkeit und Perfektion. Nur der zweitplatzierte Sorg-Rennsport BMW sowie der als dritter abgewunkene Team Honert-Scheid-BMW waren in einer Runde unterwegs, das Spitzentrio einmal mehr in einer eigenen Liga in der Eifel, nun darf sich Yannick Fübrich berechtigte Hoffnungen auf den VLN-Titel 2019 machen.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Unser Markus Pommer siegt weiter

    3. ADAC-GT-Masters-Weekend am Red Bull Ring

    Gespannt verfolgten viele Freunde des Motorsports einmal mehr ein ADAC-GT-Masters-Weekend. Das 3. der Saison 2019. Am Red Bull Ring schien wie immer richtig Stimmung unter den Aktiven und den Fans zu herrschen. Viele Freunde und Angehörige in den Boxen fieberten in Österreich mit - "mit fiebern" ohne oder mit Enkel auf dem Arm oder Kindern in der Box war angesagt. Besonders viele fest gedrückte Daumen schien für den Unterländer Markus Pommer auf seinen Einsatz und den seines Partners im Cockpit, Marvin Kirchhöfer zu sein. MCH-Freunde aus Heilbronn schauten nicht nur vor Ort, sondern auch in der Heimat oder aus dem Pfingsturlaub und dem benachbarten Ausland zu.

    Lauf eins in Österreich nach dem 2 Saisonsieg vom 2. Masters-Weekend lief noch mit Ballast an Bord. Platz 5 im Rennen zeigte wie sehr es auf jedes Kilogramm bei den hoch entwickelten GT-Rennwagen aus der Callaway-Rennwagen-Manufaktur von Ernst Wöhr in Leingarten ankommt.

    Dann aber ging es an den Start zu Rennen 2 am Red Bull Ring. "GT3 von Callaway-Competition an der Spitze. Um es zusammen zu fassen - vor Ort oder im TV gesehen hat es ja praktisch jeder - Das Duo Pommer/Kirchhöfer legte einen Start-Ziel Sieg hi, . den 3. in der Saison nach Oschersleben und Most in Tschechien. Nun der Sieg in Österreich. Damit fuhren die Callaway-Jungs in jedem 2. Rennen nach ganz oben auf's Stockerl.

    In der Meisterschaft robbte man sich damit ganz dicht an des Audi-R8-Führungsduo von Team HCB Rutronik mit Niederhauser (CH) und van der Linde (ZAF) heran. 10 Punkte noch bis zur Tabellenspitze. Nicht schlecht. "Man darf sagen die Jungs haben den Titel klar im Blick", so der Kommentar von MCH-Mitglied, Renntechniker Marco Bayer.

    (HTS)

    Foto: HTS-Archiv

  • Klaus & Andreas Häberle bei der Heidelberg Historic 2019

    „Ich möchte einmal die Heidelberg Historic fahren; mit „dem“ Mercedes…“, so war die Antwort von Klaus Häberle auf die Frage, was er sich zu seinem 70. Geburtstag wünscht. „Der“ Mercedes ist ein ehemaliger 1976 werkseitig aufgebauter W123 280E. Einer von sechs Stück, von denen noch zwei existent sind (der Andere steht im MB Museum). Das Fahrzeug fuhr u. a. die London Sydney 1977, eine 40tägige Rallye durch 10 Länder in Südamerika sowie mehrmalig die Tour d‘Europe. Das Fahrzeug gehörte langjährig dem legendären MB-Werksfahrer Alfred Kling, mit dem Klaus Häberle 1979 die Tour d‘Europe gefahren ist; 12 Tage bzw. 10.000 km bis nach Marokko. Und nun, so der Plan, werden wir damit die Heidelberg Historic bestreiten. Es war Februar und daher Eile geboten, da die HH fast ausgebucht war und der jetzige Besitzer noch gefragt werden muss, ob er das fahrende Unikat dafür bereitstellt. Letzteres war nach 3 Tagen überraschend vom Tisch, danach haben wir sofort die Nennung abgegeben. Um es in der heutigen Jugendsprache zu sagen: Alter, wir sind dabei. Unser bis dato größtes Oldtimerabendteuer kann kommen.  

    Es folgen Training mit den Vorjahrsbordbuch, Mercedes in Stuttgart holen, Pressetermin in Karlsruhe, Fotoshooting in den Erlenbacher Weinbergen, Testfahrten etc.; ich glaube wir sind soweit…

    186 Fahrzeuge sind gemeldet, wir starten mit der Nr. 186 in der Sonderklasse für historische Rallyefahrzeuge. Technische Abnahme und „come tougether“ am Donnerstagabend in Sinsheim am Technik Museum. Ich sitze am Tisch und arbeite manuell meine WP Zeiten aus und beobachte dabei, wie alle anderen mit I-Pad`s einen ganz anderen Weg gehen. Mit wird so langsam bewusst, in welcher Welt ich da wohl gelandet bin. Das ist hier eine andere Nummer wie sonst. Einen vorderen Wertungsplatz schließe ich somit aus, da können wir mit „manuellen Methoden“ schlecht gegenhalten. Etikette hin oder her, wir werden auf unsere eigene Art und Weise unseren Spaß dabei haben. Wir sind hier sowas wie Exoten, mit einem exotisch auffälligen Auto, das ordentlich brüllt und mir noch anderweitig Probleme bereiten wird.

    Start für uns am Freitag entspannt so kurz nach 10 Uhr, von Sinsheim geht`s hinaus in die Nordbadische Taiga. Die erste WP versemmeln wir mal gleich nach 100 Meter um satte 4 Sekunden…einen 3-Fach Tusch bitte. Die getauschten Aufgaben im Fahrzeug (diesmal fährt mein Vater Klaus und ich versuche als Beifahrer einen kühlen Kopf zu bewahren) funktionieren jedoch einwandfrei; es ist ja schließlich sein Geburtstagsgeschenk und ich möchte Das nicht versemmeln – so gesehen ist es mir eine Ehre hier dabei sein zu dürfen.

    Nach ca. 1 Stunde Fahrzeit finde ich es bedenklich, dass sich der ungedämmte Beifahrerfußraum bedrohlich aufheizt. Meine Schuhe stehen auf blankem Blech, dahinter ist der heiße Abgasstrang, und das schwäbische Viech braucht Drehzahl. Mein Smartphone überhitzt, meine Turnschuhe auch, und meine Beine haben sich stark aufgewärmt (ich bin zwar noch kein alter Sack, aber auf dem Weg dorthin). Wir haben noch 9 Stunden bzw. 270 km vor uns und ich könnte hier im Fußraum eine Mahlzeit bruzzeln. Zum meinem Erstaunen halten meine Turnschuhe das aus ohne sich aufzulösen, aber es ist schon eine Quälerei hier. Für den Samstag lege ich mir ein Holzbrett in den Fußraum, welches auch dann die Hitze einigermaßen dämmt.

    Wir fahren über eine Kartbahn, nehmen den weltberühmten Hockenheimring mit (66er Schnitt/Drehzahl/heißer Fußraum/kochende Schuhsohlen), fahren mit dem Benz zum Benz nach Ladenburg und in die Altstadt nach Heidelberg (logo, ist ja auch die Heidelberg Historic). Vorkriegsklassiker hin oder her, ich behaupte mal das ca. 10 Fahrzeuge bei der Rallye so richtig auffällig sind, und einer davon ist unsere fahrende Sauna. Wir sind im Element, die zahlreichen Moderatoren auf der Rallye überschlagen sich, wenn sie uns vorstellen, und die Leute jubeln uns am Straßenrand dabei zu. Aus der Sicht wird uns die Wertung immer relativer, bei dem Gewitter hier. Apropos, ich begrüße die zahlreichen Regengüsse unterwegs, da die Feuchtigkeit meinen Fußraum „ein wenig“ runterkühlt, zumindest glaube ich das, um die Motivation oben zu halten.

    Tageshöhepunkt war dann der Innenstadtkurs in Spechbach, der bekannt dafür ist. Wer es nicht kennt; du gibst Autogramme, Kinder gehen vor dir auf die Knie, er herrscht Volksfeststimmung, der ganze Ort steht für dich Spalier. Und in unserem Fall kommt dazu, dass die 30 Autos vor uns alle langweilig sind. Der Moderator fällt dir fast ins Auto, bevor du die Rakete hoch lassen kannst und die Startfreigabe für den Ritt durch die engen Straßen bekommst. Und was macht mein Vater hinterm Steuer? Ihn sticht der Hafer und ist der Meinung, wir müssen den Zuschauern was bieten. Er zeigt mir und den jubelnden Zuschauern, was ein alter Hase noch so drauf hat. Wir fliegen durch die Gassen, in den Ecken auch quer. Das schwäbische Orchester brüllt „Nessun dorma“ gegen die Hauswände, hoffe, dass nichts dabei zu Bruch geht (was es auch nicht tut). Ich sitze daneben, werde wohl grad von Außenstehenden beneidet und versuche, mit Blick in mein Bordbuch die richtigen Ansagen zu setzen. In den beiden Rechtskehren stehen im Abstand von 2 m je 4-5 Fotografen und halten voll auf mich zu. Das ist hier wie auf einem Rammstein Konzert. Eine Welle, die sich am Samstag noch verstärken sollte. Zwei Minuten später von Spechbach sind wir wieder außerhalb von diesem Hexenkessel und fahren materialschonend einsam auf einer Landstraße dem nächsten Regenguss entgegen.

    Abends gegen 20 Uhr sind wir wieder in Sinsheim und gönnen uns noch ein Abendessen mit der Teilnehmergesellschaft. Da wir „Heimschläfer“ sind lassen wir den Mercedes in Sinsheim und fahren die 30km nach zum Übernachten nach Heilbronn. Gott, wie freue ich mich auf mein Holzbrett morgen im Fußraum.

    Für den zweiten Tag „modifiziere“ ich unser schwäbisches Einsatzgerät (Holzbrett), bevor wir gegen 9:45 Uhr am Re-Start losfahren. Das Wetter ist phasenweise wieder verregnet, das ist gut, dann rutscht die Fuhre mit den Safarireifen in den Kurven besser…

    Der erste Höhepunkt in Form einer WP dann eine gesperrte Bergstraße mit 3 Zeitnahmen. Er geht bergauf, enge Kehren, kein Gegenverkehr und, gut zum Querfahren, die Straße ist nass. Leider hat`s hier keine Zuschauer, was der Stimmung im Fahrzeug keinen Abbruch tut. Und ach ja, das Holzbrett – ist mir heute wichtiger als das Essen, eine Offenbarung. Mein Vater lässt das schwäbische fahrende Unikat fliegen, und wie was die Frage mit dem schlechten Beifahrer nochmal…

    Wir sind dann irgendwann bei Walldürn, eine WP auf gesperrten Landwirtschaftswegen steht an, in Form eines Dreieckskurses, zwei Mal 90° rechts sowie ein Mal 180° rechts. Mein fahrender Vater hat sich jetzt endgültig in die 70er zurückkatapultiert und erhöht die zu fahrende Durchschnitts - km/h um das dreifache!!! Wir fliegen mit 140 auf die erste Rechtskehre zu (die in 100m kommt), Gänge runter und rum mit dem Ding. Das wiederholt sich solange, bis die WP komplett durchfahren ist. Meine Gedanken drehen sich währenddessen um folgende Dinge: Zeitnahme und Lichtschranke ansagen, er weiß hoffentlich was er tut, Bordbuch festhalten, hoffentlich geht nichts zu Bruch, mehr Zuschauer wären hier besser, da vorne kommt die Lichtschranke, Schöne Bäume hat`s am Wegesrand, immer Locker bleiben….

    So, stopp. 9 von 10 Beifahrer bekommen hier jetzt eine Panikattacke oder übergeben sich am Wegesrand oder in den Fußraum, ich muss wohl einer der 10. sein der denkt – ok, Bordbuch umblättern und weiter geht’s. Er hatte seinen Spaß, ich Meinen auch. Ach ja, woran definiert man eigentlich einen schlechten Beifahrer…?

    Bei der Mittagspause am Audi Forum in Neckarsulm steht die ganze Familie Spalier, um uns zu empfangen, schöne Geste. Die letzte Etappe führt uns über das Zabergäu zurück nach Sinsheim. Überall wo wir durchkommen, vor allen bei den Moderatorenplätzen, aber auch in den abgelegenen Hinterhöfen stehen Menschen am Straßenrand und jubeln uns zu. So macht das Ganze Spaß. Unglaublich, die Begeisterung für das rollende Museum.

    Den Rallyeabend in Sinsheim verlassen wir kurz nach dem Essen, noch vor der Siegerehrung (ja, sollte man nicht tun). In der Gruppe haben wir den 7. Rang belegt, im Gesamtklassement haben wir uns auf Platz 114. wiedergefunden. Schade, das „sideways „ und „show“ nicht bewertet wurden. Ob wir was gewonnen haben weiß ich bis heute nicht. Egal, wir waren dabei, mit der brüllenden, fahrenden Sauna aus dem Hause Mercedes.

    (Andreas Häberle)

Archiv 2018

  • Mythos des Rennsports - Der 997er von Porsche

    55 Jahre nach dem Debüt des Ur-Elfers waren in den letzten Wochen für Sportwagenbauer Porsche Anlass, um diese erfolgreiche Modellreihe Revue in den News passieren zu lassen: Am 27. November feiert die achte Generation des Porsche 911 ihre Weltpremiere in Los Angeles. Doch blenden wir zurück auf den Porsche 997 und dessen sportliche Einsätze in der P9-Challenge.

    Ab 2004 präsentiert sich der Porsche 911 mit der Modellreihe 997. Und das so vielfältig wie nie zuvor: Er stand als Coupé und Targa, Cabriolet und Speedster, mit Heck- und Allradantrieb, schlanker und verbreiteter Karosserie, mit wassergekühlten Saug- und Turbomotoren, als GTS sowie in den Sportversionen GT2, GT2 RS, GT3 und gleich zwei GT3 RS-Ausführungen zur Wahl. Inklusive Sondermodellen erreicht das Angebot 24 Modell-Varianten – ergänzt durch zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten.

    Eine Version des 997er, der GT3, wurde bis vor kurzer Zeit mit sehr großem Erfolg von der Erlenbacher Sportwagenschmiede mit GT-Ass Jürgen Bender auf der Rundstrecke eingesetzt. In international besetzten GT-Rennen konnte der schnelle Neckarsulmer dabei knappe 300 Pokale seiner bis heute über 1000 "Pötte" starken Sammlung hinzufügen. Erst danach sattelte er auf eine Callaway-Corvette, Modell ZO6 um.

    Doch wenden wir uns zunächst den "Porsche-Jahren" von Ingenieur Jürgen Bender zu. Akribisch ging der Ingenieur und sein Teamchef Bayer dabei zu werke. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Und das zahlte sich schnell aus.

    Der für Bender eingesetzte 997 GT3 wurde 2007 neu erworben und in verschiedene int. offenen GT-Serien Deutscher Veranstalter eingesetzt. Neben wenigen kleine Rennstrecken gab es für Bender Siege auf den Formel-1-Rennstrecken in Hockenheim, am Nürburgring, in Spa (B), dem Red Bull Ring (A), Monza (I) oder auch in Dijon (F). Ein 4. Gesamtrang als bestes Ergebnis eines Unterländer Fahrers überhaupt bei den 24h von Dubai und der Gewinn der SRO-Serie für GT3-Cup-Modelle von Porsche bei der GT-Masters 2012 rundete die Zeit mit diesem legendären Modell der Stuttgarter Sportwagenbauer ab.

    Das Team Sportwagenschmiede modifizierte den 997er über Jahre. Auch der schwarz gelbe 997er für Hermann Speck wurde von AKA technisch immer wieder weiterentwickelt. Und das in beiden Fällen mit Erfolg. Alle Techniker die das Werk einfließen ließ, wurden in Erlenbach und in Dachsbach nachgerüstet. Könnte der 997er bald wieder zum Einsatz kommen?

    In der P9-Challenge und in der P9-Endurance sind die Spitzenteams der Serie ohne Probleme in der Lage den "strammen" 997 in die Schlachten um Klassensiege oder auch Gesamtsiege zu schicken.

    Hermann Speck, der amtierende P9-Endurance-Sieger und Siegerkönig der P9-Saison wird es in den Farben Gelb und Schwarz mit seinem Team AKA 2019 wieder an gehen. Dazu darf man auf die Einsätze von Team Motopark mit Heiko Neumann, ATR aus Berlin, Team Neuhofer aus München oder Kogelbauer-Motorsport und den Teams mit Ixenmayr und Michael aus Österreich gespannt sein. Der 997 bleibt auf alle Fälle auch 2019 ein Modell das schwer zu schlagen sein dürfte.

    Am Ende der Saison 2018 ging Jürgen Bender aber noch mal mit der grünblauen Corvette in der P9 am "Ring" auf dem F1-Kurs an den Start. Gesamt-Doppelsieg, 2 Klassensiege, 2 Mal Pole und natürlich im den beiden Rennläufen auch die Schnellsten Rennrunden - am Ende des Tages fuhr er mit einem Waschkorb voller Pokale heim - Noch Fragen.

    (HTS)

    Foto: HTS, Bender in Oschersleben


    Die ganze Porsche 997 Geschichte:
    Porsche Presseinformation

     

     

  • Jürgen Bender auf der Essen-Motorshow vom DSK geehrt

    Im Rahmen der alljährlichen Essen Motorshow wurde auch GT-Erfolgsrennfahrer Jürgen Bender einmal mehr geehrt. DSK-Präsident Dr. Ziegahn nahm die Auszeichnung von MCH-Mitglied Jürgen Bender persönlich vor.

    Die bedeutendste deutsche Rennsportausstellung ging aus der Jochen Rindt Show hervor. Der in Mainz geborene erste Deutsche Formel-1-Weltmeister war Namensgeber der Ausstellung in Essen. Nach dem Tod des in Graz aufgewachsenen, mit Österreichischer Lizenz fahrenden Jochen Rindt wurde die Rennwagen-Show in Essen nach Weltmeister Rindt benannt.

    Diplomingenieur Jürgen Bender wurde vom DSK zur Ehrung 2018 bereits zum wiederholten Male zu einer Ehrung geladen und in Essen neben nationalen Motorsportassen auf die Bühne gebeten. Grund für die Ehrung waren die Erfolge des Neckarsulmers in der 33. Saison der STT-Challenge und in der P9-Challenge.

    Die P9-Serie ist eine international offenen GT-Serie mit Rennen in Deutschland, Österreich und Italien. Bender gewann die STT bereits überlegen in der Saison 2016. Auch 2018 führte der Unterländer mit regelmäßigen Gesamtsiegen die Tabelle der Serie bis zum Finale auf dem Formel-1-Kurs am Nürburgring klar an. Bender war Siegerkönig-2018 in der STT. Erst die Streichresultate entschieden die Meisterschaft zu Gunsten eines Fahrers aus der kleinen Hubraumklasse bis 2L. Beim Finale am Nürburgring gelang Jürgen Bender ein sensationelles Ergebnis. Der Neckarsulmer konnte auf seiner in Heilbronn-Leingarten unter der Leitung von Ernst Wöhr gebauten Callaway-Corvette Z06 alle 4 Rennergebnisse des Wochenendes klar für sich entscheiden. Beide Rennläufe der P9-Challenge sowie die beiden Rennen der STT gingen klar an "Ben", wie ihn die Freunde nennen. Diese Erfolgssumme steht bisher ohne Vergleich dar - absolut einzigartig. Man darf auf 2019er Saison gespannt sein.

    In der P9-Challenge warten die Meister Schimanski, Speck und Irxenmayr (A) auf Bender. Dazu Vizemeister Neumann und seine Profipartner Rumpfkeil und Kirchöfer. Aber auch die STT-Serien-Heros Alzen und der Niederländer Thuis warten auf den Kampf mit Jürgen Bender, wenn er denn dort antreten wird.

    (HTS)

    HTS-Foto: Jürgen Bender in der Sieger-Corvette nach dem 4.Sieg am Ring

  • Perfekter Saisonabschluss für Assenheimer und Fübrich in der Eifel

    Mercedes AMG GT3-Pilot Patrick Assenheimer Gesamtzweiter – BMW 235i-Racer Yannick Fübrich Klassensieger und BMW-Cup-Gewinner


    159 Starter - davon satte 19 in der starken Klasse Sp9 der GT3-Boliden -  mussten beim Saisonschluss der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife  erst einmal mal den Abzug des typischen Eifelnebels abwarten, das Qualifying und der Rennstart verschoben sich so um eine Stunde. Nur 122 Akteure sahen dann nach einer hektischen und dramatischen Vier-Stunden-Hatz die Zielflagge.

    Auf Gesamtrang zwei, mit gerade mal 5,334 Sekunden Rückstand, der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer mit seinen Mitstreitern Maximilian Götz und Raffaele Marciello. Assenheimer lenkte nicht wie üblich den AutoArenA-Mercedes sondern saß nach seiner Galavorstellung beim 8.VLN-Lauf mit seinem ersten Gesamtsieg dieses Mal auf Einladung vom AMG-Team einen deren Boliden. Das Trio war mit dem werksunterstützten Mercedes AMG GT3 vom Team HTP Motorsport vom dritten Startplatz losgefahren und hatten über die Hälfte der Renndistanz die Gesamtwertung durch schnelle Rundenzeiten und eine perfekte Strategie angeführt. Zwei Gelbphasen kostete den HTP-Mercedes dann in der letzten Rennstunde satte 30 Sekunden, die das Trio – am Volant beim letzten Stint der Italiener Raffaele Marciello -noch bis auf besagte fünf Sekunden in den letzten Runden verkürzen konnte.

    Die beiden Österreicher Klaus Bachler und Martin Ragginger hatten mit dem Falken Porsche 911 GT3 R - letzter Einsatz auf der Nordschleife - das Glück ohne Gelbphase durchzukommen und waren auch dank ihrer etwas anderen Rennstrategie somit Gesamtsieger des neunten VLN-Laufes. Hinter dem zweitplatzierten HTP-Mercedes lief eine weiterer AMG GT3 Truppe ein, Hubert Haupt, Yelmer Buurman und Luca Stolz donnerten im Black Falcon Mercedes mit 20,845 Sekunden Abstand auf die Assenheimer-Truppe als dritte über die Ziellinie. Vor allem in Patrick Assenheimers Stint lagen die beiden 550 PS starken AMG GT3-Boliden rundenlang innerhalb einer einzigen Sekunde auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring, Kurzanbindung und der legendären Nordschleife. Da hielt Assenheimer den Nordschleifenroutinier Haupt in jeder noch so harten Situation auf Distanz und bestätigte zwei Wochen nach seinem ersten Gesamtsieg in der Eifel seine derzeitige Top-Form. „Nach dem Sieg im letzten Rennen und dem heutigen zweiten Gesamtrang ist dies ein genialer Saisonabschluss. In der Jahreswertung der Klasse SP9 Pro der GT3-Boliden bin ich sogar noch auf den zweiten Meisterschaftsrang vorgerückt, ein Hammer-Gefühl, da hat erneut alles rundum gepasst“, freut sich der 26jährige Patrick Assenheimer.

    Jubel auch beim ebenfalls 26jährigen Nordheimer Yannick Fübrich. Der konnte mit seinem österreichischen Partner David Griessner durch den sechsten Klassensieg auch die BMW Cup-Wertung gewinnen. Im 330 PS starken BMW M235i vom Pixum Team Adrenalin Motorsport hatten Fübrich/Griessner 15 Konkurrenten mit technisch identischen Flitzern.
    Vom zweiten Startplatz - hinter dem noch amtierenden Champion Michael Schrey und Marc Ehret – losgefahren, führte Fübrich schon beim Abbiegen vom Grand Prix Kurs auf die Nordschleife die Klasse an, musste dann aber den schnellen Scheid-BMW vorbeiziehen lassen. „Eine optimale Situation, ich konnte in dessen Windschatten Sprit sparen und so eine Runde länger draußen bleiben“ erklärt Yannick Fübrich. Optimale Boxenstopps und schnelle Rennrunden beider Fahrer sorgten im Ziel für einen komfortablen Vorsprung von1.01.485 Minuten auf Tristan Viidas (Estland) und Inge Hansesaetre (Norwegen), die wiederum über eine Sekunde vor dem Trio Müller/Otto/Peuckert die Ziellinie kreuzten. „Sechs Klassensiege und die BMW Cup Wertung gewonnen, eine tolle Saison in einem Top-Team“, jubelt der dem MC Heilbronn zugehörige Yannick Fübrich im Ziel.

    (Wilfried Ruoff)

  • Spiel, Satz und (Gesamt) Sieg

    Andreas Häberle startet bei der Hohenloher Burgen und Schlösserfahrt im September in Schwäbisch Hall und holt Gesamtsieg


    Meine „Mission 86c“ brachte mich diese Jahr Anfang September nach Schwäbisch Hall zur Hohenloher Burgen- und Schlösserfahrt, gleichzeitig auch für mich Saisonbeginn 2018. Beifahrer (in) dieses Mal, meine Frau Elke sowie unsere Kids. Nach 6 Jahren berufliche Tätigkeit in Schwäbisch Hall quasi ein halbes Heimspiel für mich, so sah dort auch viele bekannte Gesichter auf der Veranstaltung.

    Start war im Audi Zentrum in Hessental, rund 120 Teilnehmer bildeten ein buntes Starterfeld, und natürlich wieder der einzige VW Polo im Starterfeld (Mission 86c). Bernd Sandrisser und Herbert Frey waren ebenfalls mit ihrem Corolla am Start. Auch so ein Auto, wo sonst keiner dabeihat. Bei bestem Sonntagswetter führte und die Strecke ostwärts durch Hohenlohe in Richtung Crailsheim. Viele Leute stehen am Straßenrand und winken dem vorbeifahrenden Alteisen zu, stellenweise stehen (und sitzen) bis zu 40 Leute in den Ortsdurchfahren und leeren nebenher kastenweise ihr Haller Löwenbräu.

    Die nicht zu aufregend gestalteten Übungen für das Strafpunktsammeln liefen bei uns fast einwandfrei, wir sind auf einem guten Kurs, bis es dann passiert: An einem (ja, unglücklich ausgepfeiltem) Abzweig biegen wir zu früh ab. Die kurz drauf folgende (gut festgefahrene) Schotterstraße irritiert mich doch, jedoch fahren wie dummerweise weiter und stehen kurz darauf im Hohenloher Nirgendwo, vermutlich südlich von Honhardt. Mitten in einem Weiler stehen wir ohne richtige Orientierung, ohne Straßenkarte und ohne jemand fragen zu können. Mit dem Stand der Mittagssonne definieren wir die Himmelsrichtung und finden somit zur Mittagspause nach Stimpfach. Andere Teilnehmer kommen uns mittlerweile entgegen, wir fahren praktisch über den Rückweg der Rallye hinwärts. Mit ca. 20 Minuten Verspätung kommen wir bei der Mittagspause an. Unser Glück, das bei unserem Abstecher in eigener Sache keine DK oder ähnliches kommt, somit auch keine Wertungsbeeinträchtigung.

    Der Rückweg nach Schwäbisch Hall, den wir streckenweise schon kannten, führte noch über 2 DK`s, insgesamt gab es fünf Gastgeschenke auf der gesamten Strecke. Zieleinlauf war der Marktplatz in Schwäbisch Hall, der aufgetischt und voller Zuschauer war, die für die Teilnehmer Spalier gestanden sind. Jeder Teilnehmer wurde übers Mikrofon durch 2 Moderatoren begrüßt. 

    Die Siegerehrung erfolge relativ zeitnah, kein Aushang oder ähnliches. Einer der Veranstalter fährt vor, setzt die Brille auf, nimmt das Mikro und fängt direkt auf der Treppe, wo sonst die Freilichtspiele stattfinden, mit der Siegerehrung an. Auch eine Version, und nicht die schlechteste.

    In meiner Startergruppe werden ab Platz 17 (oder so) Pokale vergeben. Mein Gefühl nach dem heutigen Lauf sagte mir, das wir wohl unter den ersten 17 platziert sein müssten. Nach dem 10. Platz werde ich unruhig, nach dem prämiertem 5./4./3. Ändert sich meine Stimmung, bis dann beim 1. Platz mein Name aufgerufen wird. Bums; mit dem Außenseiterauto direkt nach vorn. Yes…

    Die Kinder wollen heim, also geben wir noch nach der Pokalvergabe das Leergut ab und gehen Richtung Auto, das in den Gassen weiter unten geparkt war. Dabei haue ich mir am Glaspokal mit der Wasserflasche ein Eck weg.  So iss halt. Wir waren fast schon uns Eck, als mein Name nochmals übers Mikrofon genannt wird. Gesamtsieg an Andreas Häberle im VW Polo, bitte mit Familie nochmal vortreten.  Jetzt gibt`s noch den großen Pott (den ich ebenfalls kurz darauf demoliere, als mir bei einer Gratulation der Deckel runterknallt), und Danke für die Teilnahme. Für den Moment bin ich der Held des Tages und in der darauffolgenden Woche das Gespräch in meinem beruflichen Umfeld in der Stadt. Schön war`s auch sonntags in Schwäbisch Hall, wo ich sonst nur unter der Woche bin.

    Das darauffolgende Wochenende startete ich in Würzburg bei der Marienberg Classic, mit anderem Auto (jedoch wieder VW Polo 86c) und meinem Vater als Beifahrer. Mit meiner „Mission86c“ in Unterfranken, jedoch ist dies eine andere Geschichte, und leider auch mit anderem Ergebnis.

    (Andreas Häberle)

  • Patrick Assenheimer feiert ersten VLN-Gesamtsieg in der Eifel

    Mercedes-Doppeltriumph beim 8. VLN-Lauf auf Nürburgring und Nordschleife – Yannick Fübrich gelingt erneut ein Klassensieg - mehrere interessante Rennpremieren


    Seit acht Jahren VLN, die letzten zwei Jahre mit einem Mercedes AMG GT3 in der Königsklasse der GT3-Boliden, davor sechs Jahre im seriennahen Mercedes C230 V6 mit einigen Klassensiegen, jetzt die Krönung - bei seinem 56. Einsatz auf der legendären Nürburgring-Nordschleife konnte der 26jährige Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld seinen ersten Gesamtsieg mit dem Obereisesheimer Team AutoArenA-Motorsport feiern.

    Satte 142 Starter beim 8. Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft, davon allein 18 in der SP9-Klasse der GT3-Boliden, sorgten für hochklassigen und packenden Motorsport, der mit einem Mercedes Doppelsieg endete. Mit lediglich 3,651 Sekunden Vorsprung gewannen Patrick Assenheimer und Dominik Baumann (Österreich) vor DTM-Star Edoardo Montara (Schweiz) und Rennprofi Renger van der Zande (Niederlande). Deren Team SPS automotive performance aus Obersulm verpasste bei seinem VLN-Debüt mit einem Mercedes AMG GT3 knapp  eine Sensation. Aufgrund einer Zeitstrafe durch eine zu kurze Boxenstandzeit ging der Sieg trotz langer SPS-Führung an den AutoArenA-Mercedes. Perfekt lief es beim 50. ADAC Barbarossa-Preis für Patrick Assenheimer. Nach einem genialen Blitzstart von Position sechs bog der Lehrensteinsfelder mit dem 550 PS starken AutoArenA-Mercedes schon als vierter auf die Nordschleife ab. Als Gesamtdritter donnerte Assenheimer nach Runde eins über Start und Ziel. 

    Eine perfekte Boxenstopptaktik gepaart mit sehr schnellen und fehlerfreien Rundenzeiten sowie dem lange fehlenden Quäntchen Rennglück – die direkten Konkurrenten hatten Reifenschäden und Kollisionen zu beklagen – sorgten nach der Vier-Stunden-Hatz für die Sensation Gesamtsieg. „Mehrere Positionswechsel vor allem mit dem auf den Geraden deutlich schnelleren Wochenspiegel-Ferrari GT3 waren extrem hart, auch Dominik Baumann musste im zweiten Turn immer ans Limit, der Druck vom etwas schnelleren SPS-Mercedes war in den letzten beiden Runden enorm, unser erster Sieg ist grandios, ein Hammer-Gefühl“ jubelt Patrick Assenheimer bei der Siegerehrung auf dem Podium. „Heute hat einfach alles gepasst, uns wurde nichts geschenkt, wir hatten starke Konkurrenz und unsere Rennperformance war perfekt, zudem hat uns die HTP-Mannschaft ein perfekt vorbereitetes Auto hingestellt“, resümiert Patrick Assenheimer den achten VLN-Lauf. Für Aufsehen sorgten zwei weitere Rennpremieren mit GT3-Fahrzeugen für die kommende Saison. Der Aston Martin Vantage GT3 wurde Gesamtvierter, der nagelneue Audi R8 LMS Gesamtfünfter.

    Zum fünften Mal in dieser Saison durfte der Nordheimer Yannick Fübrich auf das oberste Treppchen des Klassensiegerpodestes - allerdings erst nach heftigen Positionskämpfen in der ersten Rennhälfte. 16 Akteure traten in der Cup 5 Klasse mit identischen BMW M235i an. In der Qualifikation lediglich Platz fünf denn Yannick fand keine einzige optimale Runde, zudem lagen immer wieder Trümmerteile auf der Piste. Aber schon beim Start trieb Fübrich den 330 PS starken BMW des Pixum Teams Adrenalin Motorsport nach vorn. Hier lieferten sich vier Cup-Klassenkonkurrenten mehrere Gefechte Stoßstange an Stoßstange um jeden Meter auf der Nordschleife und dem Nürburgring. Fübrich‘s Partner, der Österreicher David Griessner übernahm den BMW nach zwei Stunden als Klassenführender und konnte in der zweiten Rennhälfte den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Mit 49,107 Sekunden vor dem letztjährigen Champion Michael Schrey und dessen Partner Marc Ehret kreuzten Fübrich/Griessner die Ziellinie. Auch hier lobte Pilot Yannick Fübrich vom Motorsportclub Heilbronn die Pixum Team Adrenalin Mannschaft für ein perfekt vorbereitetes Auto und optimale Boxenstopps.

    (Wilfried Ruoff)