Aktuelles

Bender kämpft in Hockenheim

Hoch aktuell - Bender kämpft in Hockenheim

23.07.2021

Jürgen Bender nimmt am jetzigen Wochenende in Hockenheim am letzten Rennen vor der Sommerpause teil. "Das 2. Rennwochenende der STT-Challenge am Nürburgring Ende Juli ist abgesagt worden. Die Nürburgring GmbH stellt ihre Flächen und Räumlichkeiten der Bewältigung der Unwetter Katastrophe der vergangenen Woche zur Verfügung", so Bender.

Bender

Bei den "Porsche-Days Hockenheim" feiert die P9-Challenge Halbzeit -2021. Mit einer am Red Bull Ring in Österreich entwickelten Fahrwerkseinstellung will Jürgen Bender am Wochenende im Kampf um den Gesamtsieg antreten. "So wichtig wie die Ergebnisse in der Klasse - Bender fährt in der KL6 gegen Boliden von Lamborghini, Ferrari, AMG-Mercedes und Porsche - für die Meisterschaft ist mir natürlich in Hockenheim das Gesamtergebnis wichtig", so der Neckarsulmer Reifenexperte.

In Hockenheim ist am Wochenende das Thema Reifen ganz oben angesiedelt. "Wir haben den Typ S8 und den härteren Typ S7 für das Training vorbereitet.". Im den beiden Meisterschaftsläufen um der P9-Challenge am Samstag und Sonntag wird dann der im Training schnellere "Gummi von Michelin" eingesetzt. Viel Arbeit für das heimische Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach. Unter der Leitung von Renningenieur Bayer wird die GT3 Callaway-Corvette Z07 an den Start gebracht. "Wir haben ein volles Starterfeld auf der Formel-1 Strecke", so Bayer. Mit am Start sind die SCC-Sportwagen des Österreichischen Veranstalters Walter Pedrazza (A).

Die Daumen der Freunde des MCH-Erfolgspiloten "Ben Bender" dürften alle gedrückt sein. Konnte Jürgen Bender doch 2020 alle Meisterschaftsläufe der P9-Challenge gewinnen. Ein einmaliges Ergebnis für den vielfachen GT-Champion aus dem Unterland. HTS

Foto. HTS

 

2. Lauf zum BMW Slalom Cup in Bopfingen

20.07.2021

Am 11.Juli fand der 2. Lauf des BMW Slalom Cups in Bopfingen auf der Kart-Rennstrecke Breitwangbahn statt, die MCH Jugend war auch dort vertreten. Mit Ihren „Compacten 3ern“ gingen wieder die üblichen Fahrerinnen und Fahrer an den Start. 

Die Klasse 4D (Offene Klasse): Leistungs- und gewichtsmodifizierte Fahrzeuge aus allen PKW- Klassen (außer Klasse 3) bis 2,2 Liter Hubraum, Fahrzeuge mit zugelassenen Sportreifen. In dieser Klasse mussten wir alle nennen, da wir mit Semi-Slicks unterwegs sind, meinte die MCH Jugend. 

Am Start standen Hannah Baier, Annina Rittinger, Nico Chelminiacki, Nico Gutzeit und Lutz Lambrecht. Diesen schlossen sich noch Andreas Baier und Markus Rittinger an. 

In dieser stärksten Klasse der Veranstaltung mit 25 Fahrern kamen also alleine 7 Starter vom MCH. Nico Gutzeit, der beste MCHler an diesem Tag, belegte Platz 5 vor Markus Rittinger auf Platz 8. Andreas Baier landete auf Platz 11 gefolgt von Lutz Lambrecht auf dem 17. Platz. Nico Chelminiacki, der mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, belegte Platz 19. Ein defekter ABS Sensor machte ihm das Leben schwer, unter diesen Umständen war keine bessere Zeit möglich. Annina Rittinger konnte Platz 21 einfahren mit einem Vorsprung von 66 Hundertstel auf Hannah Baier, die direkt hinter Annina den 22. Platz belegte. 

Zu der Leistungsdichte muss auch noch erwähnt werden, dass von Platz 1 zu Hannah auf Platz 22 nur knappe 8 Sek. Differenz waren. 

Hannah Baier konnte zudem noch den 2. Platz in der Rookie Wertung der Damen belegen. Nico Gutzeit belegte Platz 2. der Rookie Herren Wertung und Nico Chelminiacki konnte noch den 6. Platz der Rookie Herren für sich sichern. 

Bei dieser Veranstaltung waren Begleitpersonen erlaubt, dadurch konnten uns auch Natalie Wieland und Jasmin Kumor begleiten. Jonathan Herold und Kevin Baumann konnten aus privaten Gründen leider nicht mitkommen, sonst wäre die „Compacte Jugend“ komplett gewesen. 

(Robert Chelminiacki)

 

Viel Freude, aber auch etwas Frust bei Patrick Assenheimer

BMW-Doppelsieg beim 5. und 6. NLS-Rennen am Nürburgring – Patrick Assenheimers Truppe mit den Gesamträngen zwei und neun jeweils bestes Mercedesteam - Yannick Fübrich mit technischem Ausfall und Klassenpodium

13.07.2021

Wie schon 2020 wurde heuer der 5. und 6. Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie als „Double-Header“ an einem Wochenende auf dem GP-Kurs, der Kurzanbindung und der legendären Nordschleife ausgefahren. Trotz gleichzeitigem ADAC GT Masters Wochenende in Zandvoort traten 18 GT3-Boliden unter den knapp 130 Fahrzeugen in der Eifel an und sorgten einmal mehr für viel Spannung und Action. Unter den Akteuren auch die beiden MCH-Langstreckenspezialisten Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer.

Patrick Assenheimer (vorne) beim Start
Patrick Assenheimer (vorne) beim Start - Foto: HRT

Mit großer Freude über den zweiten Gesamtrang am Samstag – die siegreichen BMW-Junioren Max Hesse, Daniel Harper und Neil Verhagen im Werks-BMW M6 GT3 waren laut Patrick Assenheimer einfach zu schnell – wurde bei HRT (Haupt Racing Team) resümiert. „Starkes Qualifying mit Startplatz drei, sehr enge Rundenzeiten bei den starken GT3-Boliden, in der letzten halben Rennstunde änderten sich im Minutentakt die Platzierungen in der Top-Sechs-Spitzengruppe mit dem glücklichen Ende für unser Auto“ erklärt Patrick Assenheimer. Der knapp 550 PS starke HRT Mercedes AMG GT3 war im markanten gelb-blauem Design von Teampartner Bilstein auf der Piste. Assenheimer und seine Fahrerkollegen Hubert Haupt und Adam Christodoulou hatten im Ziel nach der Vier-Stunden-Hatz lediglich 1.16.510 Minuten Rückstand auf die BMW-Junioren. Sonntags übernahm Manuel Metzger den Platz von Christodoulou. Beim perfekten Start von Rang sieben auf drei bewies Teamchef Haupt seine Schnelligkeit und Cleverness. Doch zu Beginn der zweiten Runde wurde der HRT-Mercedes in der AMG-Arena durch ein ungestümes Manöver eines Ferrari 488 GT3 seitlich beschädigt.

Adam Christodoulou, Hubert Haupt und Patrick Assenheimer (von links)
Adam Christodoulou, Hubert Haupt und Patrick Assenheimer (von links) - Foto: HRT

Ergebnis war ein enormer Leistungsverlust am Mercedes durch die beschädigte Auspuffanlage. „Der zusätzliche Reparatur-Boxenstopp kostete uns knapp vier Minuten, das angepeilte und mögliche erneute Podium war somit nicht mehr realisierbar“, so der gefrustete Patrick Assenheimer. Durch konstant schnelle und fehlerlose Runden arbeiteten sich Assenheimer, Haupt und Metzger trotzdem noch auf den neunten Gesamtrang vor. „Set Up und Taktik haben gepasst, an beiden Tagen zudem bestes Mercedesteam, die unverschuldete Kollision ist ärgerlich, der neunte Gesamtrang dafür mehr als beachtlich“, so das Resümee des schnellen 29jährigen Lehrensteinsfelders. Den Gesamtsieg sicherte sich – erneut in der Schlussphase des Vier-Stunden-Rennens – der Walkenhorst BMW M6 GT3 durch ein spektakuläres Überholmanöver gegen den Audi R8 LMS GT3 von Phoenix-Racing.

Wie schon beim vierten Lauf musste der Brackenheimer Yannick Fübrich auch beim fünften Rennen am Samstag frühzeitig die Segel streichen – der BMW M2 CS Racing wurde nach der 18. Runde mit einem technischen Defekt abgestellt. Doch das Team Adrenalin Motorsport kam am Sonntag eindrucksvoll zurück. Zusammen mit Francesco Merlini und David Griessner eroberte Yannick Fübrich in dem knapp 440 PS starken BMW den zweiten Platz in der Cup 5 Klasse, in der beim Double-Header lediglich sechs identische BMW M2 CS antraten. Gewonnen – mit 2,24,168 Minuten Vorsprung auf die Fübrich-Truppe - hat das Team FK-Performance-Motorsport, das auch schon am Samstag erfolgreich war.

(Wilfried Ruoff)  

 

Jürgen Bender fährt erneut aufs Podium

Eurospeedway Lausitzring 04.07.2021

06.07.2021

Der Neckarsulmer Reifenspezialist Jürgen Bender trat am vergangenen Wochenende auf dem Lausitzring gegen GT-Fahrer aus 5 Nationen an. Ein volles Feld aus GT-Rennwagen und Sportwagen der SCC-Serie gingen gemeinsam an den Start. Unser MCH-Mitglied setzte eine GT3-Callaway-Corvette C07 gegen Modelle von Mercedes AMG, Porsche, Pagani-Zonda, Lamborghini Huracán, Audi R8 Cup sowie ein halbes Dutzend Rennsportwagen ein. Leider wurde Jürgen von Problemen mit der Fahrwerkeinstellung eingebremst. "Wenn am Fahrwerk etwas umgebaut werden muss, dann geht einem an einem Rennwochenende auf der Strecke leider meistens die Zeit aus", so Marco Bayer. Jürgen Bender und das Team Sportwagenschmiede konnten zeitlich zwei Reifenfabrikate im freien Training testen. Für die Rennen vorgeschrieben waren für die Rennen Michelin-Gummis.

Ohne eine optimale Fahrwerkseinstimmung für die Michelin-Reifen gefunden zu haben ging es im ersten P9-Challenge-Meisterschaftslauf an den Start. Hinter Sieger "Coach McKansy" (Lamborghini), und Heiko Neumann (AMG) schoss Jürgen Bender (Corvette) als Dritter der großen Hubraumklasse durchs Ziel.

Im zweiten Rennen der P9-Serie wendete sich das Blatt auch bei den Gegnern von Bender. Der AMG schoss vor einem Lamborghini, einem Pagani-Zonda und Benders Corvette durchs Ziel. "Nicht das was ich für das Wochenende hier auf dem Lausitzring anvisiert hatte", so Bender nach dem Rennen leicht unzufrieden.

Jürgen Bender

Jetzt heißt es die Corvette für das dritte P9-Challenge-Weekend 2021 auf der Grand Prix Rennstrecke in Hockenheim nochmals anzupassen. Reichlich Arbeit für das Team der Unterländer Sportwagenschmiede von MCH-Mitglied Marco Bayer in Erlenbach. "Ich bin sicher, dass die Jungs das schaffen werden", so P9-Serienmanager Bernhard Fischer. In dem aufwärtsstrebenden Serienpaket des Münchener Veranstalters ist Jürgen Bender der amtierende Meister der P9-Challenge. "Siegen verlernt man nicht. Das ist wie mit dem Schwimmen und dem Fahrrad fahren".

(HTS)

Foto: HTS - Jürgen Bender (l) und Jack Crow

 

Automobilslalom in Kirchheim unter Teck

06.07.2021

Am 04.07.2021 fand der Kirchheimer Slalom auf der Verkehrsübungsanlage Birkhau statt. Der MCH war wieder durch die „Compacte Jugend“ stark vertreten. Ein paar Mitglieder, die der Jugend schon entwachsen sind, kamen mit zum Slalom und versuchten Anschluss zu finden.

Wir nannten wieder in der Klasse SE17 wie schon beim Weinsberger Slalom. Die Rechnung ging wieder gut auf, die Wiederholung von Weinsberg stand auf der Ergebnisliste. Nico Chelminiacki erreichte Platz 2 hinter Jürgen Lederer. 

Ein paar Worte zum Audi TTS von Jürgen: Jürgen Lederer fährt seit Jahren mit seinem Audi TTS mit Allradantrieb und S-Tronic in der Slalom Einsteiger Klasse, mit 320 PS, einem aktiven Fahrwerk, das von Audi wie folgt beschrieben wird: „Die adaptive Dämpfung Audi magnetic ride nutzt ein spezielles Kohlenwasserstofföl mit mikroskopisch kleinen Magnetpartikeln, um die Dämpfung in drei Stufen zu variieren. Im Modus „dynamic“ bindet sie das Auto eng an die Straße an. Die Räder werden bei Kurvenfahrt gezielt abgestützt, Wankbewegungen werden weitgehend unterdrückt – die Lenkansprache und das Handling werden noch spontaner. Beim Bremsen wirkt Audi magnetic ride dem Eintauchen der Karosserie entgegen.“

Nico Chelminiacki in seinem BMW 318ti CompactNico Chelminiacki hingegen fährt einen 25 Jahre alten BMW e36 Compact 318ti mit damals angegebenen 140 PS, ob sein BMW nach 25 Jahren und 200 tkm diese jedoch noch hat, kann keiner sagen. Am Compact ist ein H&R Cup Fahrwerk verbaut mit 16“ Semislicks. Auf dem Parcours vom MCKT hatte Nico nach 2 Wertungsläufen 2,23 Sek. Rückstand auf Jürgen. Viele Zuschauer und auch Teilnehmer teilten Nico mit, dass ihnen bewusst ist, welche Leistung er abliefert. 

Jetzt aber zu den restlichen Startern vom MCH, alle in der Klasse SE17 startend, mit und ohne Pylonenfehlern. In der SE17 gingen unter anderem Fahrzeuge wie VW Polo GTI, Hyundai i30N oder auch ein Nissan GTR an den Start. Unsere Jugend ließ sich von diesen Boliden nicht beeindrucken und machte ihre Sache wie es sich gehört. Der MCH stellte in dieser Klasse 5 von 11 Startern.  

Auf dem Podest ganz oben: Nico ChelminiackiIn der Klasse F10 startete auch unser Hornet Team, mit Platz 4 konnte Marcel zeigen, dass wir konkurrenzfähig sind und uns nicht verstecken brauchen.  

Im Anschluss an den Clubsport Slalom fand auch ein Lauf zum Slalom Youngster Cup des ADAC Württemberg statt. In 2 Klassen gingen die Jugendlichen und junge Erwachsene an den Start. Mit dem Opel Adam, der vom ADAC gestellt wird, ging es auf Zeitenjagt. 

In der K21 (16-18-Jährige) gingen unter anderem Nico Chelminiacki (Platz 1), Nico Gutzeit (Platz 3), Kevin Baumann (Platz 5), Hannah Baier (Platz 6), Jonathan Herold (Platz 11) und Jasmin Kumor (Platz 16) an den Start. 

In der Klasse K22 (19-23-Jährige) wurde der MCH von Lutz Lambrecht vertreten. Lutz konnte eine top Zeit fahren und wurde in der Ergebnisliste auf Platz 3 mit einer Zeit von 1:12,54 geführt. Leider wurde er aufgrund der Tatsache, dass seine erste Runde um 0,2 Sek. langsamer war als die von Maximilian Niebling vom AC Reutlingen e.V. auf Platz 4. gewertet, trotz gleicher Gesamtzeit.

(Robert Chelminiacki)

 

Siegt Bender auch mit Gummis aus Frankreich

Int. offenes GT-Rennen am Lausitzring 
P9-Challenge + P9-Endurance

03.07.2021

Für den Neckarsulmer Diplomingenieur Jürgen Bender wird der Start am Lausitzring, auf halber Stecke zwischen Dresden und Berlin gelegen, zur Stunde der Entscheidung.

Oschersleben

Nach Platz 3 in seiner Klasse am Red-Bull-Ring und dem überragenden Doppelsieg gegen Porsche-Ass Ulli Becker sowie Michael Golz auf einem Lamborghini Gallardo GT3 sowie im 2. Rennen vor Becker und Alzen auf Audi R8 LMS, gilt es jetzt P9-Challenge-Tabellenführer "Jack Crow" nieder zu ringen. Am Lausitzring ein über ein halbes Dutzend erstklassiger GT-Piloten am Start. Überzeugend auch die Markenvielfalt im Starterfeld. Bender auf dem aktuellen Modell von Callaway, einer Corvette C07, trifft am Lausitzring auf Gegner auf AMG-Mercedes, Porsche 991, Lamborghini Huracán GT3, Pagani GT und Audi. Der seltenen Pagani-Zonda wird von dem Prager Unternehmer Antonin Herbeck eingesetzt. Auch ihn zu schlagen ist an diesem Wochenende keine leichte Aufgabe für den Unterländer MCH-Fahrer und sein Team Sportwagenschmiede.

Der Lausitzring wird auf den dort vorgeschriebenen Reifen in der P9-Challenge (Michelin) zur Stunde der Offenbarung für Jürgen Bender und das Team. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die da auf des GT-Topteam aus dem Unterland wartet. Dessen ist sich auch Renningenieur Bayer bewusst.

(HTS)

Foto: Bayer - Erstes Ziel am Wochenende ist immer "pole position". Hier Bender links vorne neben dem Audi von Alzen in Oschersleben vor 8 Tagen.

 

 

1. ADAC Old- und Youngtimer-Ausfahrt Heilbronn

29.06.2021

Tja, wie viele von euch ja wissen, hätten wir schon vergangenes Jahr die Baden Württemberg Historic bei uns in Heilbronn zu Gast gehabt. Der ADAC Württemberg hatte uns im Vorfeld um Unterstützung gebeten die wir auch gerne zugesagt haben.

Leider hat Corona verhindert dass die Rallye durchgeführt werden konnte. Vor einigen Monaten meldete sich der ADAC Württemberg dann wieder bei uns. Dieses Mal ging es darum, eine trotz Corona genehmigungsfähige Veranstaltung zu planen. Da wir vom Orga-Team der Käthchen Classic schon ein passendes Konzept in der Schublade hatten, haben wir dem ADAC dieses vorgestellt.

Am Samstag dem 26.06.2021 ist dann der Startschuss zur 1. Old- und Youngtimer-Ausfahrt vom ADAC Württemberg gefallen. Startort war das Motocross-Areal in Heilbronn-Frankenbach. Es ging über eine schöne Streckenführung durch das Kraichgau zur Mittagspause in einen Biergarten in Eppingen.

Nach einigen Wirrungen haben wir dann sogar die Genehmigung der Stadt Heilbronn erhalten, die Zieleinfahrt auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Heilbronn machen zu dürfen, allerdings unter strengen Auflagen.

Da ich in das Orga-Team eingebunden war, fiel mir die Aufgabe zu, die Teilnehmer auf dem Marktplatz begrüßen zu dürfen. Ich kann nicht beschreiben wie schön es war, endlich wieder einmal in glückliche, zufriedene und vor allem begeisterte Gesichter von Rallyeteilnehmern schauen zu dürfen. Obwohl es sich "nur" um eine Ausfahrt gehandelt hat, waren sogar eingefleischte Lichtschrankenfahrer zufrieden, endlich wieder einmal unter Gleichgesinnten unterwegs sein zu dürfen.

Erwähnen möchte ich aber auch, dass es mich besonders gefreut hat, unser Ehrenmitglied Walter Kircher mit seinem Fiat 130 Coupe, unseren 1. Vorsitzenden Thorsten Wolf, der mit seiner Partnerin in seinem Mercedes 560 SEC sein Rallyedebüt gab, und unseren Social-Media Experten Andreas Häberle, der auch ein tolles Video über die Veranstaltung gedreht hat (hier der Link zum Video), im Starterfeld zu sehen.

In diesem Rahmen soll ich im Namen des ADAC jedem Helfer des MCH und des SL-Clubs noch einmal den herzlichen Dank von Ilona Zink (Sportleiterin ADAC Württemberg) aussprechen.

(Bernd Sandrisser)

 

Doppelsieg für Assenheimer und für Bender in Oschersleben

MCH-Piloten hatten ein sensationelles Wochenende

28.06.2021

Zwei Fahrer des Heilbronner Motorsportclubs bescherten "ihrem" Club in Heilbronn am letzten Wochenende in Oschersleben ein ganz nie dagewesenes Erfolgserlebnis. Mit GT3-Modellen von AMG aus Affalterbach und einer Callaway-Corvette, gebaut in Leingarten, räumten die beiden Toppiloten des Unterlandes voll ab. Die Konstrukteure Wöhr und Ciccone waren begeistert.

Corvette C07 

Den phänomenalen Siegesreigen der Unterländer läutete Jürgen Bender am Samstag um 14:30 Uhr ein. Er gewann den STT-Challenge Auftakt 2021 in der Magdeburger Börde nach hartem Kampf mit Porsche 991 GT3R-Ass Ulli Becker. Ein STT-Routinier wie Bender selber auch.  Patrick Assenheimer zog 2h später nach. Er gewann zusammen mit Co-Pilot Tim Heinemann den GTC-Einstundenauftakt, die "Goodyear60". Platz 2 holte dort das heimische Duo Heiko Neumann und seinem Ex-Formel 2-Copiloten Marvin Kirchhöfer. Beide Teams waren auf den gleichen GT3-Modellen von AMG unterwegs.

Zwei Top-Ergebnisse für beide Unterländer Rennfahrer. 20 Fahrer rangen beim STT-Auftakt in Oschersleben um den Sieg. Dazu zeigten sieben verschiedene Fabrikate auf den ersten sieben Plätzen, wie hoch Hersteller die STT-Serie bewerten. Jürgen Bender konnte die nachts vor dem Rennen vom Team Sportwagenschmiede umgebaute GT3 Corvette von Platz 3 im Training im Rennen vor Becker und Golz zum Sieg lenken. "Ich kam auf der Bremse an Ulli Becker vorbei. Einfach war das hier auf dem Kurs in Oschersleben nicht", so Bender. Jeder Bremspunkt muss exakt sitzen. Dazu darf die eigene Ideallinie nicht so gewählt werden, dass ein Verfolger sich vorbei bremsen könnte. Am Ende Fahrer in der Callaway-Corvette, Porsche 991 GT3R und Lamborghini Huracán GT3 auf dem Sieger-Podium.

"Die telefonisch unterstützte Abstimmung mit unserem Fahrwerksingenieur lief am Wochenende perfekt. Und Reifenprobleme gab es hier für uns auch nicht mehr", so Bender erleichtert. Man fuhr in der STT Yokohama-Gummis.

15 Starter im GTC-Einstundenrennen: Das Duo Assenheimer/Heinemann steuerte von Pole zum Sieg. Musste man am Anfang nur Platz 1 verwalten, so änderte sich das als die AMG-Kollegen mit großen Schritten näherkamen. Patrick Assenheimer als zweiter Starter im Team brachte seinen AMG-GT3 am Ende 3 sec. vor dem AMG-Duo Marvin Kirchhöfer/Heiko Neumann zum Sieg. Assenheimers Co. Tim Heinemann ließ sich die schnellste Runde notieren. Pole, SR und Sieg. Nicht schlecht für Assenheimer/Heinemann zum GTC-Auftakt.

(HTS)

Foto: Oschersleben

 

 

63. Sulmtal-Slalom des MSC Weinsberg und die "Compacte Jugend" des MCH

Aus der Sicht des Jugendleiters

28.06.2021

Am 20. Juni 2021 veranstaltete der MSC Weinsberg nach langer Coronapause einen Slalom. Die Jugendlichen des MCH, die entweder schon 18 Jahre alt sind und einen Führerschein besitzen oder die ab 16-jährigen, die bei einem Sicherheitstraining des ADAC Württemberg erfolgreich eine Starterlaubnis für Clubsport Slalom mit Fahrzeugen ab 11 Kg/KW erworben haben, nannten beim MSC Weinsberg.

die "Compacte Jugend" des MCH
die "Compacte Jugend" des MCH

Inspiriert vom Hornet Team des MCH haben fast alle Jugendlichen und junge Erwachsene in der Jugendgruppe des MCH auf einen BMW e36 Compact gesetzt und sind mit ihren Fahrzeugen in der Klasse SE17 an den Start gegangen. Viele der jungen MCHler hatten dabei ihren ersten Einsatz mit ihren Fahrzeugen.

Wir haben gemeinsam die SE17 gewählt, um von den anderen Klassen wie G3 und F10 unabhängig gewertet zu werden.

die "Compacte Jugend" des MCHUnser Plan ging fast auf, ein paar andere Fahrer mit über- bzw. unterlegenen Fahrzeugen haben dort auch genannt, aber das war marginal und sehr überschaubar. Wir hatten eine Wertung fast nur für uns unter Rennbedingungen.

Der Parcours war teils schnell anderseits technisch anspruchsvoll, 3 lange Geraden, zwei 90° Kurven und eine 180° Wende, danach das ganze zurück. Anders ausgedrückt: Einmal ums Karree und zurück. Nach dem Start ging es links herum auf die erste Gerade. Diese war recht schnell mit versetzten Toren und einer Gasse versehen. Das knifflige daran war eine Mauer links, die gemieden werden soll. Am Ende der Geraden ging es durch eine Gasse links, die ersten 90° einen Berg hinauf über eine Kuppe durch versetzte Tore, dann folgte die zweite 90° in eine Schweizer Reihe. Am Ende der Schweizer ein Tor und um die 180° Wende, eine Schlüsselstelle. Kommt man gut herum oder bleiben die Sekunden da liegen? Egal, weiter geht’s, teilweise im 3. Gang die Schweizer wieder herunter, anbremsen, 90° rechts und über eine Kuppe durch die Tore in die Gasse. Danach die zweite 90° anbremsen, noch ein paar Tore, auf die Mauer rechts achten und ab durchs Ziel. Geschafft! Der Schnellste an diesem Tag war Jürgen Glass auf einem H14 C Kadett mit einer Gesamtzeit von 1.48.37.

Startaufstellung Klasse SE17
Startaufstellung Klasse SE17

Unsere Jugend mit ihren e36 Compact´s kann da nicht mithalten, aber sie waren nicht viel langsamer.

Die „Compacte Jugend“, wie ich sie jetzt nenne, führte Nico Chelminiacki mit einer Zeit von 2.04.83 auf Platz 2 der Klasse an, gefolgt von Hannah Baier auf Platz 3 mit 2.08.04, knapp dahinter war Lutz Lambrecht auf Platz 4 mit 2.08.27.

Nico Gutzeit, der einen Pylonenfehler hatte, musste mit einer Zeit von 2.09.61 Platz 5 der Klassenwertung einnehmen, Pascal Chelminiacki, der nach längerer Zeit wieder mal einen Slalom fahren konnte, reihte sich nach einem Torfehler mit 2.20.78 auf Platz 7 der Klasse ein.

In der Klasse F10 startete Annina Rittinger, mit ihrer Zeit von 2.09.61 war sie nicht so schnell wie das Hornet Team, Marcel Pimpl 2.04.24 und Jonas Straub 2.06.34. Die Hornet Jungs kämpften mit einem technischen Problem, welcher erst beim Rennen aufgetaucht ist. Durch die Fliehkräfte in der Wende verlagerte sich das Getriebe auf den originalen Halterungen so stark, dass die Jungs keinen Gang hereinbekamen und dadurch wertvolle Zeit verloren. Diesem Problem wurde sofort nachgegangen, und Marcel hat mittlerweile schon Aluminium-Getriebelager gedreht und ist zusätzlich dabei, optimierte Motorlager herzustellen, um auch dort gleich vorzubeugen. 

Markus Rittinger im Opel Kadett C Coupe und der Hornet BMW
Markus Rittinger im Opel Kadett C Coupe und der Hornet BMW

In der Klasse G3 startete Andreas Baier auf Hannah´s BMW mit einer Zeit von 2.02.78, auch der Vater von Jasmin Kumor ging mit dem Compact von Jasmin, den sie selbst noch nicht fahren darf, an den Start. Michael Kumor fuhr eine Zeit von 2.07.25 und Jasmin freute sich, dass ihr Auto mit den anderen Compact´s der Jugendgruppe mithalten kann.

In der Klasse H13 starteten die MCHler Lisa-Marie Lehmann und Felix Bürker auf einem Opel Corsa B, Felix fuhr eine Zeit von 2.16.01 und Lisa-Marie 2.25.90. Felix konnte mit seiner Zeit den 2. Platz der H13 belegen.

In der Klasse H14 starteten Markus Rittinger und Frank Sperrfechter für den MCH. Markus konnte durch seine fehlerfreie Fahrt mit einer Zeit von 1.49.75 Platz 2 der Klasse belegen. Frank, der durch je einen Pylonenfehler eine Gesamtzeit von 1.54.08 fuhr, belegte Platz 4 der Klasse.

Mit 4 Podestplätzen und vielen sehr guten Platzierungen in den jeweiligen Klassen konnten die 13 MCHler an diesem Slalom zeigen, wie gut der MCH im Slalomsport aufgestellt ist. Besonders die „Compacte Jugend“ zeigte eine TOP Leistung und hinterließ einen guten Eindruck.

Ich als Jugendleiter und Trainer der Slalom Youngster Cup Fahrer bin mit der Leistung äußerst zufrieden und freue mich jetzt schon auf die kommenden Veranstaltungen, die demnächst ausgetragen werden, sofern die Umstände es erlauben werden.

(Robert Chelminiacki)

 

Erster Lauf zum BMW Slalom Cup - Hannah und Andreas Baier

28.06.2021

Am Freitag Abend waren die Vorbereitungen für den Samstag im Haus Baier in voller Fahrt. Die Autos wurden gesaugt, Taschen und Rucksäcke wurden gepackt. Natürlich wurde dem BMW (liebevoll Bertha genannt) die guten Slalom Räder aufgezogen und die Regenräder wurden eingepackt, falls es sich das Wetter noch einmal anders überlegt. Alles eingepackt und auf dem Hänger aufgeladen, waren wir, Andreas und Hannah Baier, voller Vorfreude auf den nächsten Tag.

Hannah und "Bertha"
Hannah und "Bertha"

Am Samstag, 19.06.2021, ging es schon sehr früh los. Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Nach kurzem Überlegen, ob wir alles beisammen haben, war um 05:30 Uhr Abflug von Zuhause. Es ging auf die Autobahn Richtung Würzburg. Nach kurzer Zeit, kam dann auch schon der erste Zwischenstopp an einer Tankstelle, denn die Luft in den Reifen des BMW`s mussten geprüft und die Scheiben, für eine einwandfreie Sicht, geputzt werden. Gegen 09:30 Uhr kamen wir dann am Stehrodrom in Schwalmtal an. Alles abgeladen ging es zur Nennung und dann wurde die Strecke erst einmal genau angeschaut. Um 11:30 Uhr ging es dann für uns beide los. Es gab fünf Läufe für jeden. Da wir uns ein Auto teilen, haben wir es so geregelt, dass mein Vater als erstes drei Läufe, dann ich die drei Läufe und dann er seine letzten zwei und ich danach meine letzten zwei Läufe fahren. Die Strecke war sehr anspruchsvoll und selektiv, mit schnellen Passagen und engen technischem Teil.

Nach unseren ersten drei Wertungsläufen waren wir beide sehr zufrieden mit unseren Zeiten. Ich konnte mich in jedem Lauf steigern, zwischendurch sind mir ein paar Pylonen in den Weg gesprungen, diese hab ich dann aber schnell beseitigt. Zur Wertung, es wurden die zwei schnellsten Läufe gewertet. Im meinem letzten Lauf war ich dann nur noch zwei Sekunden hinter der Bestzeit von meinem Vater.

Hannah und Andreas Baier
Hannah und Andreas Baier

In der Klasse erreichte mein Vater den 4. Platz und ich den 12. von 16 Startern. Ich wurde aber noch in zwei anderen Klassen gewertet. In der Rookie-Damenwertung konnte ich den 1.Platz und in der allgemeinen Damenwertung den 2.Platz belegen.

Gegen 14:30 Uhr haben wir dann aufgeladen und haben uns erschöpft, aber voller Stolz auf den Heimweg gemacht. Es war ein spannender und erfolgreicher Tag.

Der nächste Lauf zum BMW Slalom Cup findet am 11.07.2021 in Bopfingen auf der Breitwangbahn statt.

Nächster Einsatz von Team Baier, GLP Nordschleife Leistungsprüfung, findet am 03.07.2021 statt. Drückt uns die Daumen.

(Hannah Baier)

 

Bender, Kirchhöfer u. Schmidt mit Callaway-Competition auf der Siegerstraße

22.06.2021

Nicht nur die Formel 1 zeigt wie dominierend das Thema Reifen im Rennsport heute geworden ist. Eingesetzt werden in der "ADAC GT Masters" Einheitsreifen von Pirelli und von Michelin in der P9-Challenge. Dabei stehen an den Rennwochenenden verschiedene Reifen-Typen zur Verfügung.

Ein großer Spielraum für taktische Spiele in den Rennen ist dadurch gegeben. Und der wird auch genutzt. Das wollen die Veranstalter auch so, denn die GT-Rennwagen sind heute fast alle nahezu gleich leistungsstark.

Bei den Unterländer Fahrern, Teams und Rennwagenherstellern wird das Thema Reifen natürlich auch nicht "eben so nebenbei" bedient. Je nach Wetter stehen an den Rennwochenenden Slicks, Intermediates und Regenreifen zur Verfügung. Für den Kampf um "pole" verwenden die Teams behutsam angefahrene und vorgeheizte Gummis. Die werden dann entsprechend den herrschenden Außentemperaturen mit einem angepassten Reifendruck eine Runde auf volle Temperatur gebracht. Erst dann schießt der Fahrer mit voller Leistung über Start und Ziel. Nun wird versucht die schnellste Runde in den Asphalt zu radieren.

Beim Auftakt der P9-Challengesaison 2021 am Red Bull Ring spielte MCH-Ass Jürgen Bender (NSU) alle Möglichkeiten durch. Auch Regenreifen auf Felgen standen in der Box bereit. Das Zeittraining musste auf den schnelleren Slicks gefahren werden. 100% trocken war der Asphalt noch nicht. "Aber auf der Ideallinie passte es alles so halbwegs", so Bender danach im Interview.

Das Ergebnis: Erste Startreihe für den Unterländer. Porsche GT3R, Callaway-Corvette C07, Lamborghini Huracán GT3, Mercedes GT3, alle nur "Zehntel" auseinander. Am Red Bull Ring wurde deutlich, dass die 2021 vorgeschriebenen Pneus nach einer modifizierten Fahrwerkabstimmung verlangten. "Im Rennen konnte ich rauf zur 2. Kurve in Führung gehen. Danach ließen die Reifen nach. Ich verlor Runde für Runde einige Zehntel", so Bender. "Eine Neuabstimmung des Fahrwerks ist nun eilig nötig", so Bender.

Jürgen Bender

Szenekenner wissen es. Mit Trimmlage, Luftdruck, Stabilisatoreinstellung, Dämpferstufen, Federhärte, Sturz, Vorspur, Nachlauf, Lenkrollradius usw. ist es nicht getan. Weitere Eingriffe werden jetzt getestet. Testergebnisse von der Sportwagenschmiede zu Callaway-Competition und einem externen Fahrwerksentwickler führen an die Spitze. Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt (CH) gaben jetzt am Red Bull Ring eine Erfolgs-Kostprobe. Unangefochtener Gesamtsieg! In 14 Tagen will Jürgen Bender in Oschersleben beim STT-Auftakt 2021 nachziehen. Aus Startreihe eins am Red Bull Ring soll ein Sieg in der Lausitz werden. Man darf sehr gespannt sein, welche neue Technik für Jürgen Bender in Leingarten, Hessen und Erlenbach ausgeknobelt wurde. "Von außen sieht man nichts. Nur am Ende auf der Stoppuhr", grinste Renningenieur Bayer.

(HTS)

Foto: HTS

 

Turbulentes Rennen am Nürburgring: Lange Pause, vorzeitiges Ende

Das Rennen: Nur neuneinhalb statt 24 Stunden. Der Langstrecken-Klassiker in der Eifel endet auch ohne Happy End für den Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer

07.06.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Mit einem Schlag war Schluss. "I crasht, I crasht", meldete Hubert Haupt nach seinem finalen Fehler per Funk. Der Teamchef selbst setzte der Unglücksfahrt des Mercedes-AMG GT3 mit dem markanten weißem Tiger auf der Motorhaube und der Nummer sechs auf den Türen nach 46 Runden im Reifenstapel ein vorzeitiges Ende. Auf Position 20 liegend war der Zahn für das HRT-Quartett um den Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer bei einen turbulenten 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring aber schon früher gezogen. Trotz einer historisch langen Unterbrechung von 14 Stunden und 29 Minuten wegen dichtem Nebel, die Haupt, Assenheimer, Nico Bastian und Maro Engel gestern noch einmal leise Hoffnung auf den anvisierten Podiumsplatz beim Klassiker in der Eifel gemacht hatte.

Nach dem Restart zwischenzeitlich auf Platz acht
Auf dem Podest standen letztlich andere. Matteo Cairoli, Michael Christensen, Kevin Estre und Lars Kern vom Porsche Werksteam Manthey Racing holten sich mit ihrem 911 GT3 R den Gesamtsieg. Platz zwei belegten die Titelverteidiger von Rowe-Racing mit Martin Tomczyk, Marco Wittmann, Connor de Phillippi und Sheldon van der Linde. Sie lagen in einem BMW M6 GT3 am Ende nur 8,817 Sekunden zurück. Dritte wurden Maximilian Götz, Daniel Juncadella, Raffaele Marciello und Fabian Schiller im GetSpeed-Mercedes.

Foto: Dino Eisele - HRT Racing

"Wir waren konkurrenzfähig. Ich habe mich mit den den beiden GetSpeed duelliert und einer ist am Ende Dritter geworden - das heißt, es hätte am Ende schon nochmal eng werden können, wir hätten schon nochmal was reißen können. Aber Hätte, Wenn und Aber - leider hat mein Kollege das Auto zweimal verloren, ist mit Highspeed abgeflogen", sagte Patrick Assenheimer. Der 29-Jährige war nach dem Restart als zweiter Fahrer zwischenzeitlich wieder bis auf den achten Platz vorgefahren. Doch Hubert Haupt schaffte es nach dem Wechsel nicht zum erhofften Happy End für sein Team.

Eine strategische Fehlentscheidung
Das Unglück hatte aber direkt beim Start seinen Lauf genommen. Trotz dem manierlichen fünften Ausgangsplatz. "Wir haben leider eine strategische Fehlentscheidung getroffen", gestand Assenheimer. "Nach der Formationsrunde ist unser Startfahrer Maro Engel in Absprache mit dem Ingenieur wieder reingekommen, um auf Regenreifen zu wechseln. Es war sehr feucht und es war auch mehr Regen für die nächsten Minuten angesagt - der kam aber erst eine halbe Stunde später. Dann waren wir erstmal knapp vier Minuten weg vom Feld."

Ungewohnt ruhige Nacht
Weg war auch irgendwann die Sicht. Patrick Assenheimer kam am Samstag gar nicht zum Einsatz. Dichter Nebel machte sich auf der Nordschleife breit, nach sechs Stunden musste die Rennleitung aus Sicherheitsgründen unterbrechen. Bei der 49. Auflage des Langstrecken-Klassikerin der Eifel sollte so lange gestoppt werden wie noch nie zuvor in der Geschichte. Assenheimer und Co. gingen als 13. in die ungewohnt ruhige Nacht, ehe es sonntags erst um 12 Uhr weitergehen konnte.

"Ich wäre theoretisch ins Auto gegangen, kurz bevor der Abbruch kam", sagte der Lehrensteinsfelder: "Ich hatte ohne einen Meter zu fahren erstmal eine erholsame Nacht - unfreiwillig." Beim Restart herrschte dann Zuversicht: "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und weil der Speed ja da war, haben wir schon gehofft, dass wir Richtung Top 5 gehen können. Unser Schwesterauto war ja ganz vorne mit dabei."

Als der Mercedes-AMG GT3 mit der Nummer vier im markanten gelb-blauen Bilstein-Design sich später selbstverschuldet aus dem Rennen nahm, fluchte HRT-Teamchef Hubert Haupt noch in die TV-Kamera von RTL Nitro über die Fahrfehler. Und machte es danach selbst nicht besser, als er in den Wagen gestiegen war. Für Patrick Assenheimer galt nach der langen Pause und dem vorzeitigen Ende: "Mund abwischen - weiter geht"s."

Der Brackenheimer Yannick Fübrich fuhr auf einem BMW 330i G20 in der Klasse V2T zusammen mit Jacob Erlbacher, Marvin Kobus und Philipp Leisen auf den dritten von zehn Klassenplätzen und wurde damit manierlicher 59. der Gesamtwertung.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 07.06.2021

 

Patrick Assenheimer startet beim legendären ADAC Total 24h Rennen

03.06.2021 

Patrick Assenheimer pilotiert gemeinsam mit Hubert Haupt, Nico Bastian und Maro Engel am Wochenende des 5. und 6. Juni einen werksunterstützten Mercedes-AMG durch die „Grüne Hölle“. Unter der Nennung Haupt-Racing-Team geht dieser an den Start. 

Die Vorfreude und Begeisterung ist bei Patrick Assenheimer riesig. Das 24 h Rennen, das SAISONHIGHLIGHT, ist immer etwas ganz besonderes und hat seine Faszination. 24 Stunden mit Vollgas, Tag und Nacht, über die Nordschleife. Boxenstopps nur zum Fahrerwechsel, Tanken und Reifen wechseln. Fahrer, Team und Fahrzeug am Anschlag. 

Das hochkarätige und große Teilnehmerfeld bei den GT3 Boliden verspricht Spannung pur. Das allgemeine Starterfeld mit Fahrzeugen ist geringer, als in früheren Jahren. Dies ist sicherlich der Covid 19 Pandemie geschuldet, die die Finanzierung eines solchen Einsatzes erschwert. 

HRT Mercedes AMG GT3
HRT Mercedes AMG GT3

Patrick Assenheimer: “Primäres Ziel ist es ein fehlerfreies Rennen zu fahren und nach 24 Stunden heil im Ziel anzukommen. Wenn die Abstimmung und die Pace passt werden wir natürlich versuchen zu pushen und hoffen ganz Vorne mitmischen zu können.” 

Das ganze Rennen kann man live auf RTL Nitro und auf der Homepage des Veranstalters verfolgen. Aktuelle Informationen im Livetiming.

 

Reifenschaden vernichtet Podiumstraum

MCH-Racer Patrick Assenheimer im Mercedes AMG GT3 bei der GT-World-Challenge Europe in Frankreich

01.06.2021

Eine perfekte Rennperformance, ein durchwachsenes Qualifying und ein Reifenschaden, der den Traum vom Podium im Silver Cup beendete – das 6-Stunden-Nachtrennen auf dem Circuit Paul Ricard im französischen Le Castellet hatte jede Menge Action parat. 47 GT3 Boliden waren zum dritten GT World Challenge Europe-Lauf angetreten. MCH-Racer Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) saß zusammen mit Hubert Haupt und Gabriele Piana in einem ca. 550 PS starken Mercedes AMG GT3 vom Haupt Racing Team (HRT). Ziel war ein Platz in den Top 15 sowie ein Podium in der stark besetzen Silver Cup-Klasse.

Patrick Assenheimer im HRT-AMG GT3
Patrick Assenheimer im HRT-AMG GT3

Nach einem eher durchwachsenen Qualifying gelang Routinier Hubert Haupt ein Top-Start, bei dem er den Mercedes von Platz 28 auf 20 beförderte – das bedeutete auch Platz vier im Silver Cup, die Schlagdistanz zum Podium war hergestellt. Ein Reifenschaden nach knapp eineinhalb Stunden kostete viel Zeit, das HRT-Team fiel auf Gesamtrang 34 zurück. Patrick Assenheimer überzeugte dann mit einer fehlerfreien und schnellen Performance. In seinem Zwei-Stunden-Doppelstint konnte der Lehrensteinsfelder den Mercedes auf Gesamtrang 25 vorfahren. Im Schlussturn kam Gabriele Piana zwar noch etwas nach vorne, aber der Rückstand auf die angepeilten Platzierungen war zu hoch. Im Ziel fehlten dem Team auf den Gesamtsieger – Team GPX im Porsche 911 GT3-R mit den Werkspiloten Matt Campbell, Earl Bamber und Mathieu Jaminet – lediglich zwei Runden. „Gesamtrang 23 und Platz 7 im Silver Cup sind nicht zufriedenstellend. Aber wir haben bis zuletzt gekämpft und auf dem 5,791 Kilometer langem Kurs mit seinen 15 Kurven alles aus dem Mercedes herausgeholt. Technisch war alles perfekt. Zudem war die 6-Stunden-Hatz in der Nacht – Rennstart war um 18.00 Uhr, die Zielflagge fiel um 24.00 Uhr - auch ein optimales Training für das bevorstehende 24-Stunden-Rennen am Nürburgring“, resümiert Patrick Assenheimer.

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender im Training vorne dabei

Beste Mischung, beste Spannung, beste Qualität - P9-Serien-Auftakt am Red-Bull-Ring

27.05.2021

Das MCH-GT-Ass Jürgen Bender aus Neckarsulm reiste als amtierender Meister der P9-Challenge über die Pfingsttage nach Österreich. Am Red-Bull-Ring traf der Unterländer zum Auftakt des Titelkampfes der P9-Challenge auf neue, starke Gegner. AMG-Mercedes GT3, Lamborghini Huracán GT3 EVO, Porsche 991 GT3R, Ferrari 588, Aston Martin V12 GT, Shelby Cobra Daytona. Nur der ebenfalls genannte Italienische Edelsportwagen, ein V12 Pagani Zonda des Teams Rock Robots aus Prag fehlte. Beim ersten freien Training die ernüchternde Erkenntnis. Kühles, wechselhaftes Wetter, Regen und trockener Asphalt, wirbelte alles durcheinander. Gegen Ende des Trainings dann leichte Besserung. Die Zeiten wurden schneller. Jürgen Bender arbeitete sich langsam Richtung erste Startreihe nach vorne.

Aber am Ende auf der Poole ein Porsche 991 GT3R, dahinter der amtierende Champion Bender auf einer Callaway-Corvette C7. Erste Startreihe. Das war schon mal ein echter Lichtblick. Jürgen Bender hinter "Jack Crow" aber vor einem Porsche 991 GT3R, einem Lamborghini Huracán GT3 EVO, einem AMG GT3, und einem weiterer Huracán und einem weiteren Porsche 991 GT3R.

Natürlich ließ sich das Wetter nicht nehmen, entscheidend mitzumischen. Alle Teams hielten ihre Michelin-Regengummis bereit. "Zur Bestzeit fehlten mir rund 7/10 Sekunden", so Bender nach dem ersten Training irritiert. 7/10 sec, das ist erfahrungsgemäß viel für den Kampf um den Sieg.

Das Zeittraining zeigte wie eng es im Rennen her gehen sollte. Mit einem Wimpernschlag hinter "Jack Crow" und Jürgen Bender zurück der Rest. Vorne ein halbes Dutzend mit max. 1:40er Rundenzeiten. Hermann Speck, "Coach McKansy", Heiko Neumann, Bernhard Löffler (A) und Alois Rieder (A). Jeder gab alles. Im Kampf um Startplatz 3 zwischen P9-Challenge-Vizemeister-2020, Hermann Speck (Porsche) und Lambo-Ass McKansy nur eine halbe 1/10 Sek.

Benders C7 Red-Bull-Ring 2021

Beim GT-Auftaktrennen schoss ein gemischtes Starterfeld der P9-GT-Modelle und der SCC-Sportwagen los. "Jack Crow" war im Vorteil. Sein Porsche lag wie ein Brett in den Kurven. Später meinte er, "Der 991er ist wie für mich gemacht. Auch die vorgeschriebenen Michelins passen für mich super". Jürgen Bender arbeitete in der Corvette gegen zunehmendes "Untersteuern". Der Neckarsulmer büßte im Laufe des Rennens mehrere Positionen ein. Am Ende rückte das Duo Speck und Rieder deutlich näher. "Ben" musste auf der Hut sein. Aber so nahe das am Ende mit Angriffen zu rechnen war, kamen die Verfolger auch nicht an ihn heran. Auf das Siegerpodium springen durften neben Sieger "Jack Crow" am Ende der nur knapp geschlagene Bernhard Löffler (A) und der im AMG GT3 überzeugende Heiko Neumann. Klassenrang 4 für Bender. "Aber Marco und ich wussten was wir hier an der Strecke vor Ort noch verbessern konnten", so beide unisono. Aber Heiko Neumann und seinen Teampartner Marvin Kirchhöfer muss man 2021 im Auge haben. In der Klassenwertung am Ende Lamborghini vor AMG und ein weiterer Lamborghini vorne. Wann ist die Corvette wieder vorne dabei? "Sicher gibt es einiges an Abstimmarbeit die nun auf uns zu kommt", so Bender nach dem Rennen. Aber die Crew aus Erlenbach hat ja nun 6 Wochen Zeit um alle erkennbaren Schwachstellen zu optimieren. "Das kriegen die hin", so Serienveranstalter Bernhard Fischer überzeugt. Auf alle Fälle sehen wir einer spannungsgeladenen Saison entgegen", fügte er in Österreich nach der Siegerehrung hinzu.

Im zweiten Rennen das gleiche Bild. Erneut veränderter Grip bestimmte auf teilweise noch feuchtem Asphalt das Rennen. ZEBRA-Ass "Jack Crow" vor Heiko Neumann und "Coach McKansy". Porsche, AMG, Lamborghini und dann die Corvette mit Bender am Volant gaben alles. In der KL6 konnte Jürgen Bender am Ende zu Klassensieger Heiko Neumann und dem schnellen Lamborghini-Routinier "McKansy" von HP-racing international aufs Podium springen. Am Abend, nachdem die Corvette verladen war, die Erkenntnis "Nun müssen wir zügig ran gehen, um das starke Untersteuern weg zu bekommen", so Renningenieur Marco Bayer. "Jürgen als amtierender P9-Champion will wieder um Siege kämpfen", so Sandra, Marco und Gerwin.

Callaway-Competition, die Sportwagenschmiede und Jürgen Bender werden testen, ggf. technisch nachrüsten und wieder um den Platz ganz oben auf dem Podium kämpfen.

(HTS)

Foto: www. P9-Challenge: M. Jurtin

 

Jürgen Bender Richtung Red-Bull-Ring unterwegs

P9-Auftakt auf dem Red Bull Ring

19.05.2021

Es herrscht heute Hektik bei Firma Bender im Firmenhof. Eilige Termine drücken, aber auch die GT3 Callaway-Corvette muss für den Abtransport Richtung Red-Bull-Ring in der Steiermark verladen werden. Teamchef Bayer managt das gerade.

Corvette C7Der über Jahrzehnte überaus erfolgreiche Unterländer Automobilrennsportler Jürgen Bender ist bereit für den Saisonstart 2021 in Österreich. Am kommenden Wochenende beginnt die Saison mit dem P9-Challenge-Auftakt auf dem Formel 1-Kurs, dem Red-Bull-Ring in der Steiermark. Dort findet zeitgleich auch der erste Lauf zur Langstreckenserie, der P9-Challenge statt.

Jürgen Bender"Eine schnelle Einigung mit einem zweiten Fahrer für die Langstrecke kam jedoch noch nicht zustande", so Bender lapidar. Daher wird sich der Neckarsulmer auf den Red-Bull-Ring auf die beiden Läufe der P9-Challenge beschränken. Dort geht "Ben", wie ihn die Freunde seit der Schulzeit nennen, als amtierender P9-Champion an den Start. "Bin sehr gespannt auf das Wetter dort unten", so der Diplomingenieur und bekannte Reifenexperte. 2020 gewann MCH-Pilot Jürgen Bender alle 6 Meisterschaftsläufe der P9. Vier in Deutschland und Zwei in der Tschechei. Eingesetzt wird der Unterländer vom Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach. Vorbereitet wurde für 2021 in der Sportwagenschmiede ein neuestes Modell der Baureihe C7. Der in Leingarten unter der Leitung von Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone konstruierte und gebaute GT-Rennwagen entspricht exakt jenem Modell, das 2020 auch von MCH-Ass Markus Pommer pilotiert wurde. 2021 setzt Callaway Competition das baugleiche GT-Auto mit Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt (CH) in der ADAC-GT-Masters ein.

Gerne würde ich auch die P9-Endurance fahren. Aber die Kosten lassen das wohl nur mit einem zweiten Fahrer zu", so Bender vor Abreise um Saisonauftakt nach Österreich. Jeder Racefan weiß wie aufwendig es ist, einen GT-Rennwagen für Sprintrennen abzustimmen. Dir richtigen Reifen für die Jagd auf "Pole" im Training und dann über die Sprintdistanz passende Gummis sind für 2 Sprintrennen meist nicht optimal. Man braucht andere Mischungen oder eben 2-mal neue Reifen. Kommt dann Regen oder leichte Nässe dazu - boaahhh. Regenreifen und Intermediates dazu, das geht dann ins Geld. Ersatzräder müssen ja auch noch in allen Qualitäten da sein. Das gleiche Spiel gilt auch für die Endurance. "Da wird der Geldbeutel über ein Rennwochenende dann ganz schnell sehr leicht", so ein Teammitglied lächelnd.

Für die Fans in der Region, die Fans der P9 und natürlich die Freunde von "seinem" Motorsport-Club Heilbronn heißt es nun Daumen drücken für "Ben" und seine Jungs.

Die Gegner auf Ferrari, Porsche, AMG, Shelby und Lamborghini Huracán warten schon. Hermann Speck, "Jack Crow", Alois Rieder, Bernhard Löffler, Michael Fischer, Gerhard Tweraser, "Coach McKansy, Heiko Neumann und Marvin Kirchhöfer drücken in Österreich auch fest beide Daumen. Aber eben für sich und das eigene Team.  

(HTS) 

Fotos: HTS

 

Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer mit toller Vorstellung beim Qualirennen

MCH-Racer gewinnen wichtige Erkenntnisse für den 24-Stunden-Klassiker im Juni

11.05.2021

Mit einem Doppelsieg der beiden Frikadelli-Porsche (Pilet/Makowiecki/Martin/Olsen auf 1 sowie Jaminet/Tandy/Bamber/Cambell auf 2) wurde die derzeitige Dominanz der Zuffenhausener 911 GT3 R Modelle auf der Nordschleife bestätigt – Pole Setter Phoenix Racing (Beretta/Stippler/Thiim/Kolb) mit einem Audi R8 LMS GT3 vervollständigte als Dritter das Gesamtsiegerpodest beim sechsstündigen Qualifikationsrennen in der Eifel. Der Manthey-Porsche, der als Dritter über die Ziellinie kam, wurde durch eine Zeitstrafe wegen eines Gelb-Verstoßes auf Gesamtrang fünf zurückgestuft. Die extrem hohe Leistungsdichte der 30 GT3-Boliden sorgte für Spannung und immens viele tolle Positionskämpfe auf der 25,378 Kilometer langen Strecke aus GP-Kurs und der legendären Nordschleife, die so auch beim 24-Stunden-Langstreckenklassiker gefahren wird.

Vom Start weg vorne mit dabei waren die beiden Mercedes AMG GT3 vom Haupt Racing Team (HRT). Auf den beiden knapp 550 PS starken Boliden absolvierte der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer einen Doppeleinsatz. Gesamtrang 11 zusammen mit Adam Christodoulou und Manuel Metzger sowie Gesamtrang 12 mit Hubert Haupt und Nico Bastian sorgten für zufriedene Mienen – auch wenn die angepeilte Top-Ten-Platzierung knapp verpasst wurde. Das Top-30 Qualifying am Sonntagmorgen erreichten beide HRT-Mercedes problemlos. Die Ziellinie nach 41 harten Runden überquerten die beiden HRT-Boliden dann lediglich mit der Minimaldifferenz von 0,325 Sekunden. „Auf den Siegerporsche hatten wir weniger als drei Minuten Rückstand, und das nach sechs Rennstunden am Limit“, erklärt Patrick Assenheimer das Ergebnis. „Es war der erwartet harte Wettbewerb auf hohem Niveau und die ideale Generalprobe für den 24-Stunden-Klassiker im Juni, auf den ich mich jetzt richtig freue“ ergänzt MCH-Mitglied Assenheimer. Durch das ideale Rennwetter konnten diverse Reifentests sowie Taktikvarianten und Boxenstoppstrategien probiert werden. Neben mehreren Mercedesteams waren weitere hochklassig besetzte BMW-, Audi-, Lamborghini-, und Ferrari-Modelle der GT3 Fraktion mit guter Performance präsent. „Die Rundenzeiten lagen extrem eng beieinander, so dass das 24-Stunden-Rennen viel Spannung verspricht“, mutmaßt Patrick Assenheimer.

BMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport (Merlini/ Naumann/ Leisen/FübrichBMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport (Merlini/Naumann/Leisen/Fübrich)

Auch der Brackenheimer Yannick Fübrich zeigt sich nach der 6-Stunden-Hatz zufrieden. „Der Sieg gegen vier Konkurrenten in der Cup 5 Klasse ist zweitrangig. Wir konnten das Set Up nochmals verbessern und wertvolle Erkenntnisse bezüglich der Reifen und der Taktik gewinnen“ resümiert Fübrich. Mit dem knapp 450 PS starken BMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport gab es technisch bedingt zwei unplanmäßige Boxenstopps aufgrund eines gebrochen Radstehbolzens und eines abgesprungenen Turbolader-Schlauchs. Da auch die anderen M2 CS-BMW-Teams Probleme hatten, konnte sich Fübrich mit seinen drei Teamkameraden schlussendlich mit einer Runde Vorsprung den Klassensieg und Gesamtrang 40 sichern. „Die 24-Stunden durch die Grüne Hölle sind dennoch eine ganz andere Herausforderung - Auto, Fahrer und Boxenteam sehe ich gut gerüstet für den Langstreckenklassiker am 5. und 6. Juni“, so Yannick Fübrich.

(Wilfried Ruoff)

 

Andreas und Hannah Baier bei der GLP Leistungsprüfung auf der Nürburgring Nordschleife

Am 10.04.2021 starteten unsere MCH`ler erstmals bei der GLP Leistungsprüfung Erftquellenpreis auf der Nürburgring Nordschleife

11.05.2021

Für Andreas, der fast 2 Jahrzehnte auf der Nordschleife in der VLN und 24 h Rennen zahlreiche Klassen und Gruppensiege auf verschiedenen Porsche und BMW M3 Modellen einfahren konnte, war es eine Wiederkehr auf die Nordschleife nach exakt 9 Jahren Abstinenz. Für Hannah, im Februar 18 Jahre alt geworden, war es nun auch erlaubt auf der Nordschleife zu starten.

Andreas und Hannah haben über die Wintermonate als Vater-Tochter Projekt die GLP Gleichmäßigkeitsprüfung für sich entdeckt, das die beiden mit Hannah`s BMW E36 318 ti beim Erftquellenpreis erstmals unter die Räder nahmen. Für Hannah war es nach etlichem Studieren von OnBoard-Aufnahmen und unter der Anleitung vom Papa soweit, in dem Geschehen der Nordschleife auch teilnehmen zu können. Zielsetzung war von Anfang an klar definiert. Für Hannah den Ring ohne Renndruck und gleich Kampfgetümmel zu lernen, Nordschleifenerfahrung zu sammeln und vor allem VIEL SPASS zu haben.

Die Anreise erfolgte am Freitagnachmittag bei bestem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Am Ring angekommen ging es sofort los, abladen, Papierabnahme, Zeitentransponder montieren und technische Abnahme. Da alles Top vorbereitet war, war dies problemlos erledigt. Dann ging es um 20.30 Uhr nach Wiesemscheid ins Hotel. Beim Abendessen setzte dann der angekündigte Regen ein.

Samstagmorgen 6 Uhr ging es zum Frühstück, Eifelwetter für Hannah`s Einstand vom Feinsten. Regen, Nebel, 5 Grad Außentemperatur. Andreas freute sich wie ein kleiner Bub, der Pfützen springen darf!

Frisch gestärkt ab zum Ring. Ab 7.15 Uhr begann die Startvoraufstellung an der Nordschleifeneinfahrt. Um 7.50 Uhr begann für alle 136 Teilnehmer die Überführung zu T13. Hannah hatte sich am Freitagabend bei der Abnahme von anderen Teilnehmern Tipps für Ihre Aufgabe (Rundentabelle , Setzzeiten, Bestätigungszeiten) geholt und hat sich auf dem Beifahrersitz häuslich mit Stoppuhr, Kugelschreiber, Rundentabellen eingerichtet.

Punkt 8.00 Uhr startete das erste Fahrzeug, und so ging im 10 Sekunden-Abstand das Teilnehmerfeld auf die 12 Runden a 20,83 km = 250 km Reise.

Bei Asphalttemperaturen um 3 Grad war an Grip nicht zu denken, was natürlich Andreas das Grinsen in das Gesicht zauberte, und bei Hannah viele Trockenbremsversuche auf dem Beifahrersitz auslöste.

Für Andreas ein Eifeltraum, Regen stark, schwach, Nebel hoch, tief, keine Runde gleiche Wetterbedingungen.

Hannah machte Ihre Aufgabe perfekt, und so war man sich einig, dass das Gleichmäßig-Zeitentechnisch passen könnte. Andreas freute sich, dass der BMW problemlos seine Runden spulte und doch sehr hurtig durch das Regen-Nebel-Gemisch seine Bahn zog.

Aha - Erlebnisse blieben natürlich nicht aus, so dass es viele Möglichkeiten gab, den 318 ti Compact noch Compacter zu gestalten. In Runde 6 wäre Fahrerwechsel angestanden, doch angesichts der Streckenverhältnisse und intensiver Beratung war man sich einig, dass Hannah ihre erste Nordschleifenausfahrt nochmals verschiebt, da es sehr gefährlich war und ein Fehler doch noch zu einem Compacteren BMW hätte führen können.

So ging es in die 2. Hälfte und das Grinsen der beiden wurde nicht weniger. Nach 12 Runden war nur noch Strahlen und Grinsen aus dem BMW zu sehen.

Das mit dem Gleichmäßigkeitsfahren kann man ja auch gleichmäßig schnell, doch leider hat sich ein Fehler in Runde 2 eingeschlichen, der bis zum Schluss beibehalten wurde, aber dieser gleichmäßig und Sekundengenau. Dies setzte den eh schon grinsenden Gesichtern ein noch breiteres Grinsen auf, denn Ihr Motto "Hauptsache Spaß" wurde zu 100% erfüllt.

So fuhren am Samstagnachmittag glückliche und zufriedene Gesichter nach Hause, mit voller Vorfreude auf die nächste Veranstaltung am 03.07.2021 GLP Rhein Sieg, da die nächsten 2 Läufe aus schulischen Gründen ausgelassen werden müssen.

Für Fragen zur GLP Nordschleifenserie gibt Andreas gerne Auskunft, nachfragen lohnt sich.

(Robert Chelminiacki)

 

Wenn eine Veranstaltungspremiere zum 2. Mal verschoben werden muss

Für den 3. Mai 2020 plante der Motorsportclub Heilbronn e.V. (MCH) eine Premiere. Zum ersten Mal stand neben Veranstaltungen wie den Slalom Highlights auf dem Wolfszipfel und der Oltimer-Rallye Käthchen Classic ein Oltimertreffen im Kalender. Auch in diesem Jahr musste die für das vergangene Wochenende geplante Premiere erneut um ein Jahr verschoben werden.

10.05.2021

Das hatten sich die Initiatoren des Oldtimertreffens des MCH alles ganz anders vorstellt. Die Vorbereitungen für das im Frühjahr 2020 geplante Oldtimertreffen in Heilbronn begannen bereits weit im Voraus. „Wir planen das Thema ‚Oldtimer‘ hier in Heilbronn weiter auszubauen und voranzutreiben“, so einer der Initiatoren. Neben der Rallye Käthchen Classic, die der MCH seit 2011 veranstaltet, sollte ein Oldtimertreffen neu in den Jahresplan des MCH mitaufgenommen werden. Auch ein Oldtimerstammtisch steht auf der Agenda. Die Idee stammt von Bernd Sandrisser und Andreas Häberle, beide langjährige MCH-Mitglieder, in der Szene unterwegs und regelmäßige Teilnehmer bei Oldtimerrallyes. Bernd Sandrisser ist zudem der neue Fahrtleiter der Rallye Käthchen Classic, Andreas Häberle hat selbst schon Young- & Oldtimertreffen in Schwäbisch Hall und Crailsheim veranstaltet. „Bei den Vorbereitungen für eine derartige Veranstaltung in Heilbronn stießen wir von fast allen Seiten nur auf positive Resonanzen“ so beide Initiatoren, „und das Schönste dabei ist, dass mittlerweile auch bei der jüngeren Generation die Liebe zum Altblech angekommen ist. Das stellt für uns als Veranstalter natürlich eine riesen Chance dar, weitere Mitglieder zu gewinnen“.

Jetzt am 2. Mai hätte die vom Vorjahr verschobene Premiere stattfinden sollen, doch aufgrund der momentanen Situation war eine Durchführung nicht umsetzbar. Im Prinzip beginnt so eine Vorbereitung auf dem Papier, im zweiten Schritt folgen Gespräche mit Veranstaltungspartnern und den Genehmigungsbehörden. Anschließend muss dann in finanzielle Vorleistung gegangen werden. Spätestens an diesem Punkt muss die Entscheidung stehen, ob die geplante Veranstaltung durchgeführt werden kann oder nicht.

Genauso erging es dem MCH mit seinem Automobilslalom, der bereits in den Startlöchern stand. Trotz guter Hygienekonzepte fielen die Heilbronner Automobilslalom Highlights am 10./11. April aufgrund der hohen Inzidenzzahlen ins Wasser. Für den Slalom gibt es deshalb schon einen Ersatztermin für den 04. September. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze weiterentwickelt. „Man muss immer wieder neu bewerten, ob bzw. was sich realisieren lässt“.

Die Käthchen Classic ist für den 26. September als Eintagesveranstaltung angesetzt. Alle vorgegangenen Rallyes waren zwei bzw. drei Tagesveranstaltungen. Stand heute geht man davon aus, dass man die Rallye als sogenannte „Light Version“ durchführen kann. Die Strecke musste gekürzt und die Teilnehmerzahl begrenzt werden. Dennoch ist man positiv gestimmt und hofft, dass man die Rallye Ende September durchführen kann.

Auf der diesjährigen Retro Classics (Oldtimer Messer) in Stuttgart, die ebenfalls um einige Monate in den Juli verschoben wurde, wird der Motorsportclub Heilbronn e.V. erstmalig mit einem Stand vertreten sein. Auch hier ist die Frage weiterhin offen, ob diese Messe wirklich stattfinden kann.

Wer im Heilbronner Raum einen Old- oder Youngtimer besitzt, Anschluss sucht bzw. sich in diesem Bereich engagieren möchte, ist beim Motorsportclub Heilbronn e.V. herzlich willkommen. Die Kontaktdaten findet Ihr hier auf unserer Homepage oder auf der Facebookseite des Vereins.

(AH)

 

Jürgen Bender für die STT bereit

10.05.2021

Der erfolgreichste Unterländer Automobilrennfahrer der vergangenen Jahrzehnte, Jürgen Bender aus Neckarsulm, ist bereit für den Start in die Rennsaison 2021.

Die ersten beiden STT-Termine "fielen der Pandemie" zum Opfer. Nun findet der Auftakt der STT-Serie 2021 für den Routinier aus Neckarsulm am 28.-30. Mai am Lausitzring statt.

"Beklebt hatten wir die neu gestylte Corvette für Bender vor dem ersten geplanten STT-Auftakt in Oschersleben bereits", lächelte er. (Foto)

Der Neckarsulmer wird vom Team Sportwagenschmiede auf einem neuen Modell C07, GT3 Callaway-Corvette aus Leingarten eingesetzt. In der STT-Serie erkämpfte Jürgen Bender 2017 bereits den Meistertitel", so Teamtechniker Bayer. "2020 war ich nicht bei allen Läufen der STT am Start. Team Sportwagenschmiede setzte in der letzten Saison eine nagelneue C07-Callaway-Corvette für mich ein. Nachrüstungen neuer Komponenten und der Weg zum Titel in der P9-Challenge waren Gründe dafür", so Bender.

"Was 2021 in der STT möglich sein wird, das zeigt sich beim Auftakt am Lausitzring", so der Neckarsulmer. Probleme mit anderen GT3-Fahrzeugen erwartet der Neckarsulmer Recycling Unternehmer und Reifenspezialist nicht.

Die Siegerstraße zu befahren, das ist der Kampf um einen Gesamtsieg bei jedem Rennen. Und die "Hausnummer 1" in der "Siegerstraße", das ist nach dem Rennen der Platz ganz oben auf dem Podium. 

(HTS)

 Callaway Corvette C07

Foto Sportwagenschmiede - Die neue GT3 Callaway Corvette C07 war schon für den STT-Auftakt beklebt

 

MCH-Racer Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer mit 83 weiteren Konkurrenten in der „Grünen Hölle“

Qualifikationsrennen als letzter Test vor dem 24-Stunden-Klassiker

06.05.2021

Am kommenden Sonntag fällt um 12.00 Uhr die Startflagge für ein sechsstündiges Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring und der Nordschleife. 85 Fahrzeuge nutzen den letzten Test für den legendären ADAC TOTAL 24-Stunden-Langstreckenklassiker, der am 5./6. Juni ausgefahren wird. Darunter satte 30 GT3 Boliden die teilweise Werksunterstützung genießen und die mit immens vielen Langstreckenprofis und Werksfahren besetzt sind. Auch die beiden regionalen Langstreckenracer Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer nutzen das Qualirennen als Testlauf und letzte Vorbereitung. „Für Teams, Fahrer und Boxenmannschaften gilt es jetzt die Feinjustierung in Sachen Taktik und Technik für Mensch und Material hinzubekommen“, erklärt Yannick Fübrich. Der 29jährige Brackenheimer ist mit seinem Team Adrenalin Motorsport gestandener 24-Stunden-Routinier. Das Rennauto, ein ca. 450 PS starker, heckgetriebener BMW M2 CS Racing Cup ist dagegen erst seit dieser Saison im Einsatz. Nach Klassenplatz zwei und einem Sieg in der Nürburgring Langstreckenserie ist Fübrich optimistisch. „Hier zählen nur Erfahrungswerte die uns für das 24-Stunden-Rennen weiterbringen sollen“, so Fübrich.

„Testen, testen und nochmals testen ist angesagt. Ich habe heuer leider noch nicht viele Kilometer auf der Nordschleife gehabt“ erklärt Patrick Assenheimer. Der ebenfalls 29jährige Lehrensteinsfelder absolviert deshalb einen Doppelstart beim Qualifikationsrennen. Das Team HRT um Teamchef Hubert Haupt setzt zwei ca. 550 PS starke Mercedes AMG GT3 ein. Mit der Startnummer 6 (Hubert Haupt und Nico Bastian) sowie der Startnummer 16 (Manuel Metzger und Adam Christodoulou) will Nordschleifenroutinier Assenheimer unter Rennbedingungen viele Runden absolvieren. „Schneefall bei NLS 1 sowie der Trainingsunfall eines Kollegen bei NLS 3 haben mich heftig ausgebremst, die aktuelle 6-Stunden-Hatz ist sowohl für mich wie auch für die HRT-Mannschaft extrem wichtig“, erklärt Patrick Assenheimer. Nach der Dominanz der Porscheteams mit den Zuffenhausener 911 GT3 R-Boliden bei den seitherigen NLS-Rennen in der „Grünen Hölle“ ist Assenheimer auf der Suche nach schnellen Rundenzeiten. „Die weiteren 28 GT3-Boliden von Audi, BMW, Mercedes, Ferrari und Lamborghini versprechen viel Spannung – aber auch für uns gilt es in erster Linie die optimale Performance für den 24-Stunden-Klassiker im Juni zu finden“, erklärt Patrick Assenheimer vor der Abreise in die Eifel.

(Wilfried Ruoff)

 

BMW-Pilot Yannick Fübrich zurück auf der Siegerstraße

Megastarterfeld beim 3. NLS-Lauf, Patrick Assenheimer leider ohne Renneinsatz

03.05.2021

Das 24-Stunden-Rennen am 5./6. Juni warf seine Schatten voraus – 165 Nennungen gab es zum 3. Lauf der Nürburgring Langstrecken Serie, darunter satte 33 GT3 Boliden mit vielen Werksfahrern, die den letzten Test unter Rennbedingungen unter die Räder nehmen wollten. Dabei scheint der Porsche 911 GT3 R das Auto der Stunde zu sein. Der Vierfachtriumph durch zwei Frikadelli-Porsche auf eins (Earl Bamber/Mathieu Jaminet) und zwei (Patrick Pilet/Maxime Martin), dem Falkenelfer auf drei (Klaus Bachler/Martin Ragginger) und dem Manthey-Porsche (Gesamtsieger NLS Lauf 2) auf vier (Michael Christensen/Lars Kern) untermauern die momentane Dominanz der Zuffenhausener Boliden in der Eifel. Der beste Mercedes lief erst auf Gesamtrang zehn ein – das Schwesterauto von dem im Training verunfallten HRT Mercedes.

Aus regionaler Sicht lief es nur für den Brackenheimer Yannick Fübrich optimal. Das Team Adrenalin Motorsport hat den BMW M2 CS Racing Cup zusammen mit dem Fahrertrio Yannick Fübrich, David Griessner und Francesco Merlini Fahrwerksseitig neu abgestimmt. Nach einem durch Unfälle zweimal unterbrochenen und danach verkürztem Zeittraining startete der Adrenalin-BMW nur vom hinteren Mittelfeld der Cup 5 Klasse. Vom Start weg ging es dann über die gesamte vier-Stunden-Hatz permanent schnell vorwärts, inclusive vieler Überholmanöver. Im Ziel hatte Jannick Fübrich mit dem von einem 3000ccm-Sechszylinder mit Doppelturbo befeuerten BMW 43,209 Sekunden Vorsprung. Klassenplatz zwei ging an die Sieger des letzten NLS-Laufes, das Team FK-Performance. Erneut waren elf BMW M2 CS in der Klasse Cup 5 angetreten. „Die Spitze liegt sehr eng beieinander, zwei Teams waren in einzelnen Runden schneller, unsere Konstanz hat schlussendlich zum Sieg geführt“ resümiert MCH-Langstreckenracer Yannick Fübrich.

Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) erlebte das Rennen leider nur als Zuschauer. Im freien Freitagstraining hatte einer seiner Teamkollegen den ca. 550 PS starken HRT AutoArena Mercedes AMG GT3 im schnellen Streckenabschnitt Schwedenkreuz bei ca. 250 km/h verloren. „Leider waren die Beschädigungen so heftig, dass ein Start am Samstag nicht möglich war. Positiv ist zu vermelden, dass der Fahrer unverletzt ist und wir bis dahin schnell und problemlos einige Testrunden absolviert haben. Das Vier-Stunden-Rennen mit dem Megastarterfeld und den 32 GT3-Konkurrenten fehlt uns natürlich in Hinblick auf die 24-Stunden-Hatz in der Grünen Hölle am 5. und 6. Juni“, erklärt Patrick Assenheimer vom Motorsportclub Heilbronn.

(Wilfried Ruoff)


Komplettes Rennergebnis: https://www.nuerburgring-langstrecken-serie.de/wp-content/uploads/ergebnisse/2021-05-01r.html

 

GT-Ass Jürgen Bender ist bereit

01.05.2021

Über Jahre kämpfte er sich zum erfolgreichste Unterländer Automobilrennsportler nach oben. Eine vierstellige Anzahl von Trophäen in seinen Regalen sprechen mehr als eine klare Sprache. Nun ist Jürgen Bender bereit für den Saisonstart 2021.

Mitte Mai geht es los. Der Auftakt der Saison dem P9-Challenge erfolgt am Red Bull Ring in der schönen Steiermark. Dort findet zeitgleich auch der erste Lauf zur GT-Langstreckenserie P9-Endurance statt. "In der Endurance war ich bisher noch nicht eingeschrieben", so MCH-Mitglied Jürgen Bender. In der P9-Challenge ist der Neckarsulmer amtierender Champion. 2020 holte er sich diesen Titel - im ersten Anlauf übrigens. Die Challenge wird über je zwei Sprintrennen/Rennwochenende entschieden. Die Meisterschaftswochenenden 2021 werden in Österreich, Tschechien, Italien und Deutschland ausgetragen.

Dem Neckarsulmer Jürgen Bender gelang es 2020 alle Meisterschaftsrennen für sich zu entscheiden. Alle Meisterschaftsläufe in der verkürzten Saison der Pandemie auf renommierten Rennstrecken in Deutschland, Österreich und Tschechien. das ist eine Siegquote von sage und schreibe 100 %! In der P9-Challenge und P9-Endurance gab es das zuvor noch nie.

Bender Corvette C07 Foto: Sportwagenschmiede Erlenbach

 

Jürgen Bender wird 2021 vom Team Sportwagenschmiede auf einer GT3 Callaway-Corvette, dem neuen Modell C07, an den Start gehen. Konstruiert und gebaut wurde der GT-Rennwagen in Leingarten bei Callaway Competition. Hier und heute das erste Foto von Benders Einsatzwagen für 2021 in neuem Styling. Die Formel 1 Rennstrecke Red Bull Ring ruft. Fahrer Jürgen, Marco, Sandra, Michael und Truckie Gerwin sind bereit. 

"Die amtierenden P9-Meister Bender und Speck werden es sein, die es auf dem Red Bull Ring zu schlagen gilt", so P9-Manager Fischer respektvoll.   

(HTS)

 

 

Assenheimer und Pommer zeigen ohne Top-Plätze Potenzial

Zwei Saisondebüts, eine Erkenntnis: Die beiden Piloten aus der Region können in ihren stark besetzten Europa-Serien mithalten.

20.04.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Am Ergebnis lässt es sich nicht direkt ablesen. Ein 13. Platz für den Heilbronner Markus Pommer, ein 22. für den Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer - Erfolgsmeldungen klingen anders.

Trotzdem waren beide nicht unzufrieden mit ihrer Leistung beim Saisondebüt. Weil sie ihr Potenzial trotz Problemen zeigen durften. "Die Bedingungen waren wirklich hart, aber wir haben toll gekämpft und konnten Position für Position gut machen. Ich bin mit meinem Stint zufrieden und auch das Team hat einen sehr guten Job gemacht", sagte Assenheimer nach dem Auftakt der GT World Challenge Europe mit dem HRT Mercedes AMG GT3.

Der Spritverbrauch macht Pommer und dem Team zu schaffen
Ein guter Job gelang auch Pommer zum Start der European Le Mans Series in Spanien. Erstmals überhaupt absolvierte er mit dem Vier-Stunden-Rennen in Barcelona einen LMP2-Lauf im Oreca des britischen Teams BHK Motorsport. "Das große Ziel war ja, in die Top Ten zu kommen. Da waren wir auch die ganze Zeit, hatten am Ende aber leider mit dem Spritverbrauch Probleme und mussten einen weiteren Stopp einlegen - das hat uns ein bisschen nach hinten gespult. Trotzdem war es gar nicht so schlecht. Das Team war zufrieden, ich war sofort schnell."

Natürlich will Markus Pommer an der Seite der beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana noch schneller werden. Und künftig bis zum Schluss unter den besten Zehn des starken ELMS-Feldes bleiben: "Jetzt weiß ich zumindest mal, was auf mich zukommt, kenne das Auto, die ganzen Knöpfe. Das ist wirklich etwas ganz anderes. Man muss teilweise spritsparend fahren. Muss auf die Bremstemperaturen achten. Hat verschiedene Engine-Maps - wirklich recht kompliziert." Deshalb wird sich der 30-Jährige in den kommenden Wochen verstärkt in den Simulator setzen.

Über Nacht musste ein Ersatzwagen angeliefert werden
In ein komplett neues Auto setzen musste sich Patrick Assenheimer beim Qualifying für seinen Drei-Stunden-Lauf der GT World Challenge Europe in Monza. Während des Donnerstag-Testtags verunfallte sein HRT-Teamkollege Ricardo Sanchez so schwer, dass über Nacht ein Ersatzfahrzeug aus Deutschland angeliefert werden musste. "Damit hat uns der Grundspeed gefehlt."

Nur vom elften Rang innerhalb der Silver-Cup-Klasse und Gesamt-Startposition 35 ging es für Assenheimer, Sanchez und Hubert Haupt ins Rennen. Im Regen holte Haupt stark auf und übergab nach einer Stunde auf Platz 15 der Gesamtwertung an Assenheimer. Dieser setzte die Aufholjagd bei Mischbedingungen fort und raste in einer fehlerfreien Fahrt auf Platz fünf der Gesamtwertung vor. Der letzte Stint von Ricardo Sánchez verlief dann im Trockenen wieder unglücklich.

Der Anspruch ist ein anderer
"Im Regen konnten wir die fehlende Pace über das Fahrerische mehr kompensieren. Auch wenn der Anspruch ein anderer ist, lässt sich darauf aufbauen", sagt Patrick Assenheimer.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021


Rennergebnis GT World Challenge Europe | Monza - Italy: https://www.gt-world-challenge-europe.com/results

Rennergebnis European Le Mans Series (ELMS) | Barcelona - Spain: https://www.europeanlemansseries.com/race
Das komplette Rennens im Stream: https://live.europeanlemansseries.com/en/replay

 

Yannick Fübrich im neuen BMW M2 CS mit zweitem Platz

Porsche Doppelsieg mit neuem Streckenrekord bei der NLS am Nürburgring und der Nordschleife

20.04.2021

Nachdem der Auftakt vor drei Wochen noch durch Schneefall gestoppt worden war, sorgten nun 141 Autos in der Eifel beim zweiten Lauf der Nürburgring Langstrecken Serie für Spannung, Action, Dramatik und einen neuen Streckenrekord. Trotz einer Stop & Go Strafe wegen Unterschreitung einer Mindeststandzeit gewann der Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing mit den Piloten Michael Christensen, Kevin Estre und Lars Kern die Vier-Stunden-Hatz. Der Franzose Estre stellte dabei in der zweiten Runde in 7.56.087 Minuten sogar einen neuen Rundenrekord auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus GP-Kurs, Kurzanbindung und der legendären Nordschleife auf. Nach mehreren verwegenen Überholmanövern und mit minimalen Abständen komplettierten der Frikadelli Porsche 911 GT3 R als zweiter und der Phoenix Audi R8 LMS als dritter das Gesamtsiegerpodest.

Für den Brackenheimer Yannick Fübrich vom Team Adrenalin Motorsport verlief das Rennen noch nicht optimal. Platz zwei in der Cup 5 Klasse gegen 11 Konkurrenten, die mit BMW M2 CS Racing Cup Fahrzeugen angetreten waren. In der Qualifikation „nur“ Startplatz drei, im Rennen dann erneut kleinere Probleme mit dem Fahrwerk. Fübrich fuhr den Start und den Zielstint mit dem ca. 450 PS starken Hecktriebler. Auch seine Teamkollegen David Griessner und Francesco Merlini konnten den späteren Sieger vom Team FK-Performance Motorsport nicht angreifen. „Wir sind mit dem neuen Auto noch nicht ganz eins, am Setup des Fahrwerks ist noch Luft nach oben“ resümiert der seit Jahren mit Klassensiegen in der Eifel erfolgsverwöhnte Fübrich vom Motorsportclub Heilbronn.

Der dritte NLS-Lauf findet am 1. Mai, ebenfalls als vier-Stunden-Hatz statt. Dann wird auch Patrick Assenheimer mit dem HRT-Auto Arena Mercedes AMG GT3 wieder am Start sein, der an diesem Wochenende bei der GT World Challenge Europa in Monza in Lenkrad gegriffen hatte.

(Wilfried Ruoff)

Jürgen Bender: P9-Champion 2021 - Why not again ?

16.04.2021

Oft wird er zitiert, der Satz "Einer kam durch". Der Spruch hat es bereits zu einem Filmtitel gebracht. Respekt. Im Falle der Bewertung der Karriere des amtierenden P9-Challenge-Champions Jürgen Bender würde der Satz "Einer kam ganz nach oben" wohl noch treffender sein.

Betrachtet man die Region Heilbronn-Neckarsulm, der Region das Challenge-Champions Jürgen Bender, blendet man dort auf dessen Anfänge im Motorsport zurück, dann stößt man sehr schnell darauf, dass diese Region in Baden-Württemberg mit Fug und Recht als eine echte Automobil-Region bezeichnet werden muss. Porsche und Mercedes sind zwar 50 Km südlich in Stuttgart beheimatet, aber Heilbronn selber war ein uralter FIAT-Standort. Dazu die Weinsberger Produktion der Italiener. Im angrenzenden Neckarsulm stampfte man die Firma NSU aus dem Boden, man erinnert sich, die Firma, die mit den schnellen NSU-TTS-Renntourenwagen Rennsportgeschichte schrieb. Namen wie Fahrwerkchef Ammerschläger, Pannowitz oder "TTS-Tunerkönig" Sigi Spiess flogen mit den superleichten TTS-Raketen von Sieg zu Sieg.

In den 80er Jahren kam auch der Neckarsulmer Jürgen Bender auf einem TTS zum Rennsport. Das Modell wurde nur Luftlinie 400 Meter entfernt von seinem Elternhaus entfernt produziert. Danach erwarb Bender einen jener schnellen Rennsport-Flachmänner auf NSU-Basis, einen Gepard. "Den habe ich noch heute", so der amtierende P9-Champion lächelnd. Diese NSU-Flachmänner werden übrigens bis heute gebaut. Kurt Brixner ist der Konstrukteur und Fahrer, den es im "NSU-Flachmann" zu schlagen gilt.

Foto: Privat - Bender und MCH Mitglied Bayer
Foto: Privat
Jürgen Bender und MCH Mitglied Marco Bayer

Jürgen Bender ist über die Jahre von 1,3 auf 6,2 Liter Hubraum aufgestiegen. Und da sind wir bei einem weiteren Rennwagenhersteller in der Region Heilbronn. Callaway-Competition in Leingarten konstruiert und baut die erfolgreichen Corvette GT-Rennwagen für Europa. Und das mit großem Erfolg für die Eigner Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone. Markus Pommer siegte regelmäßig als Teil des internationalen Feldes im Kampf um den Titel der ADAC-GT-Masters.

Und sein Heilbronner Club-Kollege Jürgen Bender, der gewann Gastrennen in der TCC, der STT-Serie und der renommierten Int. offenen P9-Challenge. Dazu holte er der Reihe nach auch die Meistertitel in den Serien.

Wie begann das früher eigentlich alles? "In den 70er und 80er Jahren wimmelte es in meiner Region von Nachwuchsaktivitäten. Nicht nur bei den NSU-Flachmännern boomte es. Viele Wagen wurden gekauft. Dazu boomte es in der neuen Formel V-1300, sowie in der aus England rüber schwappenden Formel-Ford. Auch im Unterland ging es richtig ab. Ein Dutzend Namen von Aktiven waren mir in der Zeit geläufig", so Bender.

Herbert Weber war der erste. Neben seinem Fuchs-V 1300 wurde ein Modell von Ferrari aus Italien aufgebaut. Weis, Heimig, Sperzel, Maier, Schmidt, Seid, Horn, Jensch, Egolf, Merklen waren nur einige. Meist zuerst in der Formel-V 1300 aktiv. Und das ging in der Formel Ford so weiter. Peter Hofmann mit Stefan Bellof als Coach, Staglia, Gabler - dessen britischer Hawke-Ford steht nach wie vor in Heilbronn. Hofmann holte den nationalen Titel der Formel-Ford.

Der Aufstieg fast aller Fahrer geriet irgendwann ins Stocken. Manchen kamen die Sponsoren abhanden. Aber einer kam ganz oben an. Jürgen Bender. 40 Jahre sind angesagt. Wann war sein Jubiläum? "Das kann man nicht genau sagen", so Bender nachdenklich. "Im Zuge der Entwicklung eines eigenen Unternehmens gab es für mich auch einige Jahre Pause im Rennsport". Aber bei aller Bescheidenheit. Im Kreise der im Raum aktiven GT-Fahrer Thomas Langer, Christof Langer, Patrick Assenheimer, Markus Pommer, nimmt Jürgen Bender auf alle Fälle eine Sonderstellung ein. Auf die Frage, warum er sich für die klassischen Rennen auf der Rundstrecke entschieden habe, seine Antwort. "Why not, Bergrennen sind Treffen von Rennsportfreunden, die mit kleinen Sprints von 2-3 Minuten zufrieden sind. Überholen gibt es am Berg nicht", so die knappe Antwort. Außerdem heißt es 2 Tage lang auf vier mal drei Minuten Rennzeit warten. Nicht mein Ding". Und Langstreckenrennen. "Man fährt nicht alleine. Nur was für funktionierende Mannschaften. Dazu eine aufwendige Logistik von Material und Technikern.

Schaut man auf die ADAC-GT-Masters oder die DTM, Wettkampf, Bestzeiten schon im Training, Überholvorgänge, die Rennerfolge entscheiden. "Das ist die Form des Rennsports für mich. Die meisten Fahrer bevorzugen solche Wettbewerbe". fügt Callaway-Corvette-Fahrer Bender hinzu. Er wird 2021 gleich an 3 klassischen Rennserien dieser Art teilnehmen, der P9-Challenge, der STT-Trophy und der P9-Endurance. Gefahren wird in Deutschland, Holland, Österreich, Tschechien und Italien. der amtierende P9-Champion Jürgen Bender trifft dabei auf starke Gegner. Teams mit GT-Modellen von Porsche, Audi, AMG, Pagani, Lamborghini, Ford sowie, man höre und staune, auch von Ferrari bereiten sich vor. Die Sportwagenschmiede, DB-Motorsport, KRracing, Neumann-Motorsport, die equipe-vitesse, Alpquell-racing, Zebra, RockRobots oder WS-racing alle rüsten für den Saisonauftakt. "Alle Teams haben die Gesamtsiege an den P9-Wochenenden und die Titelgewinne im Auge. So verspricht der P9-Serienauftakt absolute "Höchstspannung". Nicht nur für Jürgen Bender. Einige Gegner testen Ihre neuen Porsche 991 GT3R bereits am kommenden Wochenende beim Preis der Stadt Stuttgart in Hockenheim. Einige MCH-Freunde werden als Helfer in Hockenheim sein. "Heinz Webers Termin hat schließlich Tradition", so P9-Manager Bernhard Fischer.

(HTS)

 

Markus Pommer schnell in der Spur

Der Heilbronner Rennfahrer fühlt sich nach den ersten Tests bereit für seine ELMS-Premiere in Barcelona. Pommer tritt bei den Ambitionen aber auf die Bremse

15.04.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Der Schnellste sein - das ist es, was letztlich alle Rennfahrer wollen. Markus Pommer hat daraus nie ein Geheimnis gemacht. Gewinnen, das war in den vergangenen fünf GT-Masters-Jahren stets die offen kommunizierte Ambition des Heilbronners.

"Ich weiß, normal war der Anspruch immer, den Titel zu holen. Aber das ist jetzt ein ganz neues Abenteuer. Da muss ich mir realistische Ziele setzen", sagt der 30-Jährige vor seinem Saisondebüt in der European Le Mans Series (ELMS).

An diesem Sonntag startet Pommer im LMP2-Boliden Oreca 07 des britischen Teams BHK Motorsport in das Vier-Stunden-Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Es ist ein Start ins Ungewisse. "Das Ziel für das erste Rennen ist erstmal eine Top-Ten-Platzierung. Es ist alles schwierig zu sagen. Wie es über eine ganze Renndistanz wird, mit all dem Verkehr - es wird sicher nicht einfach", sagt der Neuling. Verstecken will sich Pommer im hochkarätigen Feld aber auch nicht.

Es läuft gut und wird immer besser
Zumal die ersten Probefahrten die Woche über verheißungsvoll verlaufen sind. "Das Auto ist extrem schnell - ich fand es aber gar nicht so schwer zu fahren. Die Zeit im Formel-Sport kommt mir wirklich zu Gute. Ich bin nach ein paar Runden gleich ziemlich gut klargekommen", sagt Markus Pommer zum Testtag am Dienstag. "Da konnte ich mich ziemlich gut aufs Auto einschießen. Wir haben auch ein paar Longruns und Fahrerwechsel getestet. Es läuft eigentlich ziemlich gut. Es wird besser und besser." Das erste Kennenlernen mit seinem neuen Dienstagwagen, den er sich mit den beiden Italienern Francesco Dracone und Sergio Campana teilt, war es nicht gewesen.

Erste Runden in der spanischen Abendsonne
Bereits montags durfte Pommer direkt nach der Anreise über die Schweiz und Italien noch einige Runden in der spanischen Abendsonne drehen. "Ich bin gleich am ersten Testtag erst ziemlich spät zum Fahren gekommen, weil das Auto noch fertig gemacht werden musste und es ein kleines Problem gab." Die allerersten Runden drehte Markus Pommer noch im Hellen. Später fuhr er dann am Ende noch die Nacht-Session eine halbe Stunde durch - "das war dann im Dunkeln mit einem so schnellen, neuen Auto extrem schwierig, ziemlich fordernd." Eine neue Herausforderung sind auch die Rahmenbedingungen wegen der Coronavirus-Pandemie. "Es hat aber bisher alles gut funktioniert", sagt Markus Pommer, der am Mittwochmittag sein negatives PCR-Testergebnis bekommen hat. "Für dir Rückreise brauche ich dann auch nochmal einen."

Pendeln zwischen Hotel und Rennstrecke
Dazwischen bewegt sich Pommer durchgängig mit Maske und einem Bändchen, das ihn als negativ getestet markiert, über den Circuit de Barcelona-Catalunya. "Wie es mit den Ausgangsbeschränkungen in Spanien ist, weiß ich gar nicht. Ich bewege mich eigentlich nur zwischen Rennstrecke und Hotel. Das war es auch schon." Kontakte gibt es kaum. Die Mannschaft von BHK Motorsport hat der Heilbronner dennoch kennen und schätzen gelernt: "Das Team ist gut drauf, motiviert - die Chemie passt."

Stimmen sollen schnellstmöglich auch die Ergebnisse. Die Ambitionen mögen für Markus Pommer zwar etwas andere sein. Das Maximale wird er aber dennoch wollen.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021

 

Assenheimer im zweiten Anlauf zum ersten Saisonrennen

Bei der GT World Challenge Europe startet Patrick Assenheimer an diesem Wochenende in Monza. Einem Ort mit besonderer Tradition für die Familie des Heilbronners.

14.04.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Diesmal dürfte nichts dazwischen kommen. Zumindest kein Schneefall. War das erste Saisonrennen der Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) für Patrick Assenheimer Ende März wegen des widrigen Eifel-Wetters noch abgesagt worden, ist sich der Heilbronner für das Wochenende sicher: "Es wird zwar keine 20 Grad geben, aber schneien sollte es auf keinen Fall."

Dass der April auch in Italien für ungewohnt niedrige Temperaturen sorgt, interessiert den 28-Jährigen wenig. Schließlich reiste er nicht für einen Urlaub nach Monza, sondern um zu arbeiten. Und zwar am Steuer eines Mercedes AMG GT3.

Assenheimer und sein Team gehen bei fünf Läufen an den Start
Im zweiten Anlauf soll es für Assenheimer mit dem ersten Saisonrennen klappen. Nicht in der NLS, sondern beim Auftakt-Drei-Stunden-Lauf der GT World Challenge Europe. In insgesamt fünf Läufen wird er in der hochkarätigen europäischen Langstreckenserie mit dem Team HRT im Silver Cup an den Start gehen. Gemeinsam mit Teambesitzer Hubert Haupt und dem Mexikaner Ricardo Sánchez greift Patrick Assenheimer ins Lenkrad.

Am Dienstagmorgen erfolgte der erforderliche PCR-Test für die Anreise. Zusätzlich absolviert der Heilbronner wöchentlich zwei Schnelltests. Die hat sich auch der Veranstalter in Monza vorbehalten. Desinfektions-Stationen und Temperaturmessungen sind obligatorisch. "Ich fühle mich relativ sicher. In diesem Beruf lässt sich auch zu 99 Prozent Abstand halten, Helm und Maske sind sowieso auf. Da ist das Risiko, falls man fliegt, sicher höher."

Auch der Opa ist schon auf der alten Monza-Strecke gefahren
Nach Monza aber nimmt der Langstreckenspezialist das Auto. Im Gepäck sind auch Familienerinnerungen an die Traditionsstrecke: "Die Steilkurve ist einfach gewaltig. Als meine Eltern vor zwei Jahren hier dabei waren und ich das erstmal dort gefahren bin, war das etwas besonderes. Das ist es für uns familiär ohnehin, da dort mein Opa damals auch schon Rennen auf der alten Strecke gefahren ist."

Nun selbst auf den Klassiker-Kursen unterwegs zu sein - ein Privileg: "Es ist schön, verschiedene Rennstrecken erleben zu dürfen. Höhepunkt werden natürlich die 24 Stunden von Spa." Ein weiterer Reiz: "Die Konkurrenz ist mit etwa 40 Fahrzeugen extrem groß. Das macht natürlich Spaß. Der Gesamtsieg ist nicht das Ziel. Wir wollen unsere Klasse gewinnen und vielleicht mal in die Top Ten fahren."

Auf der Nordschleife ist Assenheimer wieder als Werksfahrer im Einsatz
Zusätzlich zu den fünf Endurance-Cup-Rennen der GT World Challenge Europe bestreitet Patrick Assenheimer das Langstrecken-Programm auf dem Nürburgring und der Nordschleife. Auf dem berühmt-berüchtigten Eifelkurs, der Heimstrecke seines Teams, tritt Assenheimer in der Saison 2021 bei ausgewählten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie und dem ADAC Total 24h-Rennen an.

"Ich bin in der glücklichen Situation, auf der Nordschleife wieder als Werksfahrer aktiv zu sein. Das ist immer noch ein absolutes Highlight und macht mich stolz", sagt der Heilbronner zu seinem Programm.

Nur schneien muss es beim nächsten NLS-Rennen nicht mehr unbedingt.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021

 

Plötzlich wieder nah dran am Traum vom Le-Mans-Klassiker

Für Rennfahrer Markus Pommer bietet sich eine unverhoffte Chance: Der 30-Jährige startet künftig im LMP2 von BHK Motorsport. Dafür gibt es aber keinen Einsatz im GT-Masters für Callaway Competition mehr.

07.04.2021

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Eigentlich war es zuletzt recht weit entfernt, das Sehnsuchts-Ziel so vieler Rennfahrer. Doch plötzlich ist Markus Pommer wieder ziemlich nah dran, an einem möglichen Start beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Im richtigen Auto dafür sitzt der Heilbronner bereits nächste Woche.

Freut sich auf eine neue Herausforderung: Markus Pommer.  Foto: Burkhard Kasan
Freut sich auf eine neue Herausforderung: Markus Pommer. Foto: Burkhard Kasan

Nicht 24, sondern vier Stunden saust der Oreca 07 des britischen Teams BHK Motorsport in zehn Tagen über den Circuit de Barcelona-Catalunya. Und der 30-Jährige Pommer wird einer der drei Fahrer des blau-orangenen LMP2-Boliden im Feld der European Le Mans Series sein. Gestern gab er seine kurzfristige Zusage für die neue, unverhoffte Herausforderung mit insgesamt sechs Rennen bis Ende Oktober.

Pommer wurde sofort ein Platz angeboten

Alles begann mit einer Einladung zu einem Test vor einigen Wochen. Da allerdings noch für den LMP3-Wagen von BHK Motorsport. "Es ist keines der größten Teams. Aber da hatte ich jetzt die Chance, weil ich noch einige aus meiner Zeit im Formel-Sport kennen - so kam es zum Kontakt."

Sofort nach dem Test war Pommer ein Platz angeboten worden, doch dann zerschlug sich der geplante Einsatz in der Klasse. Der Heilbronner blieb bei BHK Motorsport dennoch Kandidat. Mit dem LMP2 waren die beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana in der Vergangenheit immer zu zweit. Nun werden sie mit Markus Pommer ein Trio bilden: "Das ist natürlich eine große Chance. Es ist ein Riesensprung vom LMP3 zum LMP2. Ein Glücksfall. Mit Francesco bin ich schon AutoGP gefahren. Der hat das vermittelt, ist auch noch Teambesitzer."

Es kann ein Türöffner für die 24 Stunden von Le Mans sein

Ohnehin fühlt sich das neue Engagement für Pommer nach fünf Jahren im GT Masters nach alten Zeiten an: "Ich habe nach dem Formel-Sport eigentlich immer mit der LMP geliebäugelt. Dann kam aber der Fokus auf die GT Masters, weil das in Deutschland ziemlich publik, groß und auch eine schöne Serie ist. LMP-Sport war vom Markt eher eine Nische. In der Renn-Szene ist es aber etwas Großes." Und kann Türöffner für die 24 Stunden von Le Mans sein: "Das ist von jedem Rennfahrer Traum oder Ziel. Klar bin ich jetzt wieder näher dran, wenn ich in einem LMP2 und der ELMS sitze. Das Team will die 24 Stunden auch auf jeden Fall fahren. Erstmal muss ich aber ein gutes Bild abgeben." 

Kein Selbstläufer, wie Pommer betont: "Das wird schon eine Riesenumstellung. Natürlich profitiere ich davon, dass ich Jahre lang im Formel-Sport war - aber zum Glück haben wir vorher noch zwei Testtage am Montag und Dienstag. Sonst wäre es schon heftig, einfach ins Rennen zu springen. Der Kurvenspeed ist durch die Aerodynamik extrem. Ich schätze, es ist vom Feeling ähnlich wie damals in der Formel 2 oder im AutopGP - aber das ist schon wieder sehr lang her."

Zu klein war bisher das Zeitfenster, um jetzt zusätzlich noch ein Engagement im GT Mastes zu realisieren. "Natürlich wäre es am besten, wenn ich beides machen könnte und ich bin auch in Gesprächen - es ist aber nicht leicht, weil es Überschneidungen gibt", sagt Markus Pommer. Keine Einigung gab es mit seinem Vorjahres-Team Callaway Competition aus Leingarten. "Sie wollten eine schnelle Zusage, die konnte ich nicht geben." Markus Pommers Ziele haben sich aber ohnehin verschoben.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 07.04.2021

 

Schneefall stoppt MCH-Racer und verhindert NLS-Saisonauftakt

Top-Starterfeld mit 146 Fahrzeugen – MCH-Eifelspezialisten Assenheimer und Fübrich enttäuscht

29.03.2021

Nachdem schon der offizielle Test- und Einstelltag am 20. März dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen war, mache das typische Eifelwetter auch dem Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) den vorzeitigen Garaus. Schon nach wenigen Minuten beim offiziellen Zeit-Training am Samstagmorgen musste die Rennleitung wegen Schneefall das Qualifying abbrechen. Schlechte Wetterprognosen verhinderten sodann die Wiederaufnahme sowie den NLS-Saisonstart auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife. In den Tagen und Wochen zuvor war mit einem „Harten und Scharfen“ Hygienekonzept die Veranstaltung genehmigt worden.

„Eine Riesenenttäuschung und sehr schade für alle - aber aus Sicht der Rennleitung in Bezug auf die Sicherheit die richtige Entscheidung“ erklärt der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer. In dessen Klasse SP9 hatten satte 28 GT3 Boliden von BMW, Porsche, Audi, Lamborghini, Ferrari und Mercedes gemeldet. Assenheimer hätte zum Auftakt mit dem AutoArena Mercedes AMG GT3 einen Werkseinsatz im Haupt Racing Team zusammen mit Nico Bastian, Maro Engel und Hubert Haupt absolviert. „Das Starterfeld war qualitativ und quantitativ Top, alles was Rang und Namen hatte wollte fahren“, so Assenheimer. Das Quartett will in dieser Besetzung auch das 24-Stunden-Rennen bestreiten. „Uns ist dadurch auch ein wichtiger Testbestandteil für das Highlight 24-Stunden weggebrochen, aber das Eifelwetter schreibt halt seine eigenen Gesetze“ resümiert MCH-Racer Patrick Assenheimer.

Yannick Fübrich (Meimsheim) wäre zusammen mit dem Italiener Francesco Merlini und dem Österreicher David Griessner gefahren. Sein seitheriges Pixum-Team Adrenalin Motorsport hat einen BMW M2 Racing Cup – die Evolutions- und Nachfolgevariante des seitherigen BMW M 240i – aufgebaut. In der Cup 5 BMW M2 Klasse standen 11 identische Fahrzeuge auf der Nennliste. Lange stand Yannicks 2021er Saison auf der Kippe, denn in den gegenwärtigen Coronazeiten hat sich so mancher Sponsor zurückgezogen. Aus der großen Freude zum erneuten NLS-Engagement kam dann am Samstag nach dem Aus der Frust.

Der nächste Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie findet am 17. April ebenfalls als 4-Stunden-Rennen statt.

(Wilfried Ruoff)

Assenheimer Racing führt Partnerschaft mit HRT fort

23.03.2021

Die Saisonvorbereitungen von Assenheimer Racing laufen aktuell auf Hochtouren. Gemeinsam mit Haupt Racing Team (HRT) startet Assenheimer Racing in die neue Rennsaison. Das professionelle Konzept des Teams hat Assenheimer Racing schon vergangenes Jahr überzeugt, sodass 2021 die Partnerschaft fortgeführt wird.

Somit wird unser Clubmitglied Patrick Assenheimer auf dem Nürburgring und auf den Rennstrecken der GT World Challenge Europe bestmöglich unterstützt. 

AutoArenA ist neuer Teamsponsor bei HRT und somit auf allen eingesetzten GT3 Fahrzeugen bei der GTWC und auf der Nordschleife zu sehen. Als Highlight wird eines der von HRT eingesetzten Fahrzeuge bei den Rennen NLS 1 und NLS 3 im neuen AutoArenA HRT Design an den Start gehen.

Der erste Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) findet – Stand heute – am kommenden Samstag, 27.03.2021 statt.

Quelle: Assenheimer Racing GmbH

 

Chris Vogler siegt im Porsche 718 Spyder auf Mallorca

21.03.2021

Die größte Motorsportveranstaltung auf Mallorca findet traditionell zum zweiten Märzwochenende statt: trotz Corona konnte Organisationschef Toni Dezcallar auch die 17. Auflage der Rally Clásico Isla Mallorca sicherstellen – auch mit tatkräftiger finanzieller Unterstützung der mallorquinischen Behörden.

Wie schon im Vorjahr war auch dieses Mal wieder unser Clubmitglied Chris Vogler mit von der Partie. Zusammen mit seinem Beifahrer Jaime Domenge Sancho ging er in der mit 17 Teilnehmern am stärkste besetzten Klasse der Showcars an den Start. Ein nicht allzu strenges Regelwerk in dieser Klasse der sorgt dafür, dass auch einige automobile Schätze an den Start gebracht werden, die man sonst auf keiner anderen Rallye in Action sieht: Audi S1 Quattro, Ferrari New Stratos, AMG GT, Caterham oder Donkervoort D8 GTO-40.

Wurde im letzten Jahr noch ein Porsche 911 Speedster eingesetzt, nahm das Vogler/Domenge, das wieder von der Software-Schmiede Vogler & Hauke aus Neckarsulm und den Porsche Zentrum Karlsruhe unterstützt wurde, die 14 Wertungsprüfungen über circa 150km dieses Mal in einem Porsche 718 Spyder unter die Räder.

Im Vorfeld der Veranstaltung mussten auch auf der Insel einige organisatorische Besonderheiten im Hinblick auf die immer noch anhaltende Covid-19-Pandemie geklärt werden. So wurden Zuschauer vom Veranstalter nicht zugelassen, eine kleine Ausnahme hierbei stellte nur der berühmte Hafen Puerto Portals dar, der das Rallyezentrum bildete. Einzig Pressevertreter waren entlang der Strecke zu finden.

Für die Fahrer und Beifahrer ging es vor der Papierabnahme beim Renn-Arzt zum Corona-Schnelltest und erst als dieser negativ war, durften die Teilnehmer zu Papier- und technischer Abnahme antreten.

Start zur ersten WP war am Donnerstag bei einsetzender Dämmerung kurz nach 18 Uhr. Musste das Team Vogler/Sancho hier im letzten Jahr noch mit 21 Sekunden Rückstand gewaltig Federn lassen, konnte man sich dieses Mal enorm steigern, was dazu führte, dass gleich die erste Prüfung über 15 Kilometer mit 17 Sekunden Vorsprung an das deutsch/spanische Duo ging. Zum einen, weil Chris Vogler optimal vorbereitet in die Veranstaltung ging und sich schon Wochen vorher alle zur Verfügung stehenden On-Board-Aufnahmen angesehen hatte und beim Streckenaufschrieb jede Stelle genaustens inspiziert hatte. Zum anderen, weil der Porsche 718 Spyder -ausgestattet mit dem Porsche Doppelkupplungsgetriebe- besser zu den Streckenverhältnissen passte: leicht und wendig genug für langsame und enge Streckenpassagen aber mit seinen 420 PS auch schnell genug auf den Powerstages mit Geschwindigkeiten weit über 200 km/h.

Eine fahrerische Besonderheit gab es auf der Prüfung von Coves Campanet nach Polenca, wo gleich zwei Sprunghügel auf die Piloten warteten. Da die Vergangenheit zeigte, dass ungestümes Verhalten wenigstens zur Beschädigung am Fahrzeug, im schlechtesten Fall aber zum Totalausfall führen kann, beschloss man sich im Team des gelben Porsche lieber den Fuß an dieser Stelle vom Gas zu nehmen und das Fahrzeug zu schonen. Die richtige Entscheidung, schaute man nach der WP auf die Zeiten. Zweiter Platz, mit gerade einmal 7,7 Sec. Rückstand auf den Erstplatzierten.

Eine frühe Startzeit sorgte allerdings dafür, dass auf den ersten Kilometern nach dem Start das Grip-Niveau nicht besonders hoch war und man den Besen für die folgenden Piloten gab. Der einsetzende Frühling sorgte dafür, dass die Strecke teilweise von Blütenstaub bedeckt war und so an mancher Stelle zur Rutschpartie wurde. Hinzu kamen enge Begegnungen mit einer langsameren Corvette, auf die man auf mehreren Wertungsprüfungen auflief. Großes Lob an dessen Fahrer, der immer fair Platz gemacht hat und es dadurch nie zu einer kritischen Situation gekommen ist. Nach der zweiten Begegnung hat sich Chris dann dazu entschieden, bei den Organisatoren vorzusprechen, um den Start-Takt zwischen ihm und der Corvette von einer auf drei Minuten zu vergrößern. Dadurch sollte wiederholtes Auflaufen und etwaige kritische Situationen verhindert werden.

Diese Mischung aus Angriff und Zurückhaltung sollte in den drei Tagen der Rally Classico das Erfolgsrezept für Chris Vogler sein: „Durch das stets aktuelle Livetiming konnten wir auf unserem Handy immer verfolgen, was die Konkurrenz macht. Und wenn Michael Stoschek mit seinem New Stratos, Florian Scholze im AMG GT oder Thomes Oellig 911 GT3 RS uns Zeit abgenommen haben, haben wir in der nächsten Prüfung wieder eine Schippe drauf gelegt. Am Samstag auf den letzten drei Prüfungen ging es mir dann vor allem darum keinen Fehler mehr zu machen.“

Auf den Auftakt-Sieg der ersten WP folgten im Verlauf der Rallye noch drei weitere WP-Siege, fünf Mal fuhr man als Zweiter durch das Ziel und drei Mal als Dritter. Von 14 WP’s, die sich auf eine Länge von 150 Kilometern zusammenaddierten, konnte man sich also 12 Mal auf dem Podium wiederfinden. Im Ziel hatten die beiden Porsche-Piloten 1 Minute 42 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierten Stoschek/Stoschek auf Ferrari New Stratos. Auf Platz drei kamen Oellig/Oellig mit ihrem Porsche 911 GT3 RS.

Weitere Bilder und ein spektakuläres Video finden Sie bei Chris Vogler auf Instagram!

(CV) (FZ) 

 

Jürgen Bender und Marco Bayer fahren 2021 die P9 und die STT

23.02.2021

Mit diesen beiden Zielen geht MCH-Pilot Jürgen Bender in die GT-Saison 2021. "Nun stehen die Termine alle fest. Die P9 und die STT haben Team Sportwagenschmiede und ich im Visier", so der Neckarsulmer Jürgen Bender. Der Diplomingenieur hat seine beiden Nennungen bereits abgegeben. 12 Termine sind 2021 im Kalender notiert. Dazu die eine oder andere Testfahrt in Hockenheim.

Er, der erste Champion der nicht auf einem Modell von Porsche in der P9-Challenge zum Titel fuhr, sondern auf einer neuen GT3 Corvette-C07 von Callaway-Competition in Heilbronn-Leingarten. Jürgen Bender, Marco Bayer, Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone möchten den 2020 erkämpften P9-Challenge-Meistertitel auch 2021 wieder mit in die gemeinsame Heimat, ins Unterland nehmen.

Blenden wir zurück. "Wir hatten am Beginn der Saison 2020 noch deutliche Abstimmprobleme", so Bender beim Interview nachdenklich. "Das übliche eben, Reifen, Federn, Dämpfer, Trimmlage und Aerodynamik mussten aufeinander abgestimmt werden". Wird ein Modell von seinem Hersteller neu entwickelt, dann muss das Rennfahrzeug in Zusammenarbeit von Einsatzteam und dem Fahrer bei Testfahrten vor dem Auftakt der Saison sehr gewissenhaft abgestimmt werden. Beim "einschießen" auf eine neu entwickelte Technik ist es unumgänglich alle Variablen eines GT's voll auszureizen. "Wir blieben davon auch nicht verschont", so Bender lächelnd. Da muss man durch. "Die Suche nach einem perfekten Set-up war eine Zeit sehr gemischter Gefühle für Jürgen," so sein Renningenieur Marco Bayer. Seit Bayer und die Sportwagenschmiede wieder mit Bender arbeiten, da geht es deutlich und zügig voran. Die Erfolge kamen. Und das nicht nur in Form von Siegen. Die Corona-Zeit trieb den Saisonauftakt-2020 vor sich her. Verlässliche Termine - "Pustekuchen"... Die waren über Monate nie von sehr langer Dauer. Jürgen Bender gedachte nach einigen Siegen als Gaststarter, der erste bereits 2014, in der Saison 2020 um den P9-Titel zu kämpfen.

Diesem Ziel ging die heimische Crew, das sind Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Jürgen Bender aus Neckarsulm, die Saison 2020 mit ganz großer Vorbereitung an. "Ernst Wöhr und sein Partner Giovanni Ciccone von Callaway-Competition waren mit im Boot", so "Ben", wie ihn die Freunde nennen.

Beim Beginn dieser ehrgeizigen Planung und dem Versuch eine neue Callaway Corvette C07 für den Einsatz vorzubereiten, war von Corona noch keine Rede. Zum Jahreswechsel 2019/2020 änderte sich das jedoch schlagartig. Das über den Winter 2019/2020 in Heilbronn produzierte Callaway-GT-Modell wurde später fertig als gedacht. Aber auch die Renntermine mussten mehrfach nach hinten verschoben werden. Ein Problem das wir nicht alleine hatten. Auch andere Wettbewerber traf das recht empfindlich. Erste Testfahrten kurz vor dem ersten P9-Weekend auf dem Grand Prix-Kurs von Hockenheim und dann auch gleich der Meisterschaftsauftakt am Lausitzring.

"Wir bekamen den Wagen anschließend von Woche zu Woche noch besser in den Griff", so Bender. Alles lief wirklich rund. Das Team schoss sich gut ein. Das Set-up konnte erheblich verbessert werden. Parallel liefen die Vorbereitungen der Werks-Corvette von Pommer/Schmidt (D/CH) bei Callaway-Competition. Das befruchtete beide Seiten deutlich. "Die neue Corvette bot gegenüber dem Vorgängermodell einige entscheidende Vorteile. Aber wie es so ist, und nicht nur im GT-Sport, die technischen Vorteile müssen in etlichen Testrunden mühevoll heraus gekitzelt werden", so Ernst Wöhr von Callaway.

Um es kurz zu machen. Jürgen Bender konnte alle 6 Läufe zur P9-Challenge 2020 gewinnen. Die Endurance nutzte er nur in einem Fall, quasi zu Testzwecken. Reifentests - oder auch was am Fahrwerk - aber das auch mit Erfolg. In der P9-Saison konnte Jürgen Bender das erreichen was 2019 Hermann Speck gelang. Bender fuhr sich zum Siegerkönig 2020 in der P9 empor. "Dazu der angestrebte Challenge-Titel. Nicht schlecht", grinste er in Brno (CZ) zufrieden.

Was die Saison aber deutlich werden ließ - neben den Titelgewinnern Callaway-Corvette und Porsche waren auch AMG und Lamborghini auf der "Gesamtsiegerstraße" erfolgreich. Dazu ist Gruhn-Motorsport nicht zu unterschätzen. Die equipe-vitesse, hpracing-international und Team Neumann machten Dampf und eroberten das Treppchen. Die Neumann-Crew will das mit einem Wechsel zu AMG erreichen. Gedränge ist 2021 vor dem Stockerl angesagt. Viele wollen ganz nach oben aufs Podest.

Gesamtsiege, das ist die eine Seite der Medaille. Die Titelkämpfe sind die andere Seite. Die einen wollen den Titel (Bender, Speck) verteidigen. Die anderen wollen ihn zurück erobern ("Denis G. Watt" (A) / Boris Schimanski) und es bleiben die Challenger (Gruhn-Motorsport und 3 Lamborghini-Teams aus Österreich und Deutschland) - es wird spannend.

(HTS)

 Bender C07

Foto: autosport.at - Dirk Hartung - Bender vor dem Start zur Titelentscheidung 2020 in Brno (CZ)

 

Jürgen Bender will den int. GT-Titel der P9-Challenge verteidigen

08.02.2021

Mit diesem Ziel geht das MCH-Ass in die GT-Saison 2021. Er, der P9-Champion 2020 schaffte das Unmögliche. Jürgen Bender gelang es als erstem Fahrer in der P9-Challenge-Geschichte, der nicht auf einem Modell von Porsche in der P9-Challenge zum Titel fuhr. Den auf der Callaway-C07-Corvette von Callaway-Competition aus Leingarten 2020 erkämpften P9-Meistertitel will er auch 2021 wieder mit in seine Heimat Neckarsulm nehmen. "Wir hatten am Beginn der Saison 2020 noch einige Abstimmprobleme", so "Ben" beim Interview nachdenklich. "Wird ein Modell von seinem Hersteller weiterentwickelt, dann muss das Rennfahrzeug in Zusammenarbeit von Einsatzteam und dem Fahrer bei Testfahrten vor dem Auftakt der Meisterschaft immer zuerst sehr gewissenhaft abgestimmt werden. Beim "einschießen" auf die neu entwickelte Technik ist es unumgänglich alle Einstellmöglichkeiten voll auszureizen. "Davon blieben wir natürlich auch nicht verschont", so Bender lächeln. Aber es gelang Callaway, der Sportwagenschmiede und Jürgen Bender "auf den Punkt" - "Die Suche nach einem optimalen Set up war eine Zeit mit sehr gemischten Gefühlen für Jürgen," so sein Renningenieur Marco Bayer. Seit Marco, der "alte Hase" von der Sportwagenschmiede wieder mit Bender arbeitet, da geht es deutlich und recht zügig voran. Die Corona-Zeit trieb dazu den Saisonauftakt-2020 vor sich her wie ein Spielball. Verlässliche Termine - "Pustekuchen"... Die waren über Monate nie sehr lange von Dauer.

Jürgen Bender wollte nach einigen Siegen als Gaststarter in den Jahren zuvor schließlich 2020 um den P9-Titel kämpfen. Mit diesem Ziel ging die Callaway-Crew, das sind Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Jürgen Bender aus Neckarsulm, die Saison 2020 an. Zu Beginn dieser ehrgeizigen Planung und dem Versuch eine neue Callaway Corvette C07 für den Einsatz vorzubereiten, war von Corona noch keine Rede. Zum Jahreswechsel 2019/2020 änderte sich das jedoch recht plötzlich. Das über den Winter 2019/2020 in Heilbronn-Leingarten produzierte GT-Modell wurde später fertig als gedacht. Aber auch die Renntermine mussten mehrfach nach hinten verschoben werden. "Ein Problem das wir nicht alleine hatten", so Bayer. Auch andere Wettbewerber traf das recht empfindlich. "Wir bekamen den Wagen anschließend bei den Rennen von Woche zu Woche besser in den Griff", so Bender. Das Team schoss sich sehr gut ein. Das Set up konnte über die Saison deutlich optimiert werden. "Die neue Corvette bot gegenüber dem Vormodell einige entscheidende Vorteile. (was das im Einzelnen ist - da schweigen die Spezialisten natürlich). Aber wie es so ist, und das nicht nur im GT-Rennsport, die technischen Vorteile müssen in etlichen Testrunden mühevoll heraus gekitzelt werden. Das koste Zeit und auch einige Euro extra.

Juergen Bender 2021-02-08

Um es kurz zu machen. Jürgen Bender konnte alle 6 Rennen zur P9-Challenge-Rennserie in Europa gewinnen. Die Endurance nutzte er nur in einem Fall, quasi zu Testzwecken. Aber auch das mit Erfolg. "Wir haben bei diesem Rennen Fahrwerkeinstellungen aussortieren können. In der P9-Saison, der Challenge und der Endurance konnte Jürgen Bender das erreichen was 2019 Hermann Speck gelang. Bender fuhr sich zum Siegerkönig 2020 in der P9-Meisterschaft empor. Dazu der P9-Callenge-Titel. "Nicht schlecht", grinste er nach dem Finale in Brno (CZ) zufrieden.

Der Endurancetitel wurde eine Beute von Hermann Speck auf einem für ihn neuen Porsche 991 GT3R. Bis Saisonmitte hatte dabei der junge Neueinsteiger aus dem hohen Norden, Max Frederik Gruhn auf Audi, die Nase noch vorne.

Was die P9-Saison jedoch sehr deutlich werden ließ - auch die Modelle von AMG und Lamborghini waren und sind auch zukünftig nun nicht mehr zu unterschätzen. Die equipe-vitesse, hpracing-international und Team Neumann sowie die Lambo-Crew HB-racing (A) machten Dampf und drängen alle auf das Treppchen. Auch ihre Piloten wollen 2021 ganz nach oben aufs Stockerl. Es bleibt nicht heiß - es wird noch deutlich heißer.

(HTS)

Foto: autosport.at, Dirk Hartung

 

Podium - Erfolgreicher Doppeleinsatz von Patrick Assenheimer bei den 24 Stunden von Dubai

Auftakt zur Internationalen Langstreckenserie bei den 24 Stunden von Dubai

18.01.2021

Gesamtrang drei, Gesamtrang fünf sowie der Klassensieg in der GT3 AM-Klasse ließen Patrick Assenheimer jubeln – sein Saisonauftakt 2021 war erfolgreich. „Meinen Fahrerkollegen sowie dem gesamten Team ein Lob und ein Dankeschön, darauf lässt sich aufbauen, perfekt waren wir noch nicht, aber schon recht gut“ so der Lehrensteinsfelder vom Motorsportclub Heilbronn über seinen Dubai-Einsatz.   

Zur 16. Auflage der Wüstenhatz auf dem 5,39 Kilometer langen Dubai Autodrome standen dieses Jahr 52 Fahrzeuge von 12 Herstellern am Start – darunter allein 17 PS-gewaltige GT3 Boliden. Zwei davon unter der Bewerbung von HRT (Haupt Racing Team), ein gelber Mercedes AMG GT3 mit der Startnummer vier und ein roter AMG GT3 mit der Startnummer fünf. Als Doppelstarter auf beiden HRT-Boliden war der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer zum Saisonauftakt nach Dubai gereist, wo letztes Jahr das Rennen nach sieben Stunden wegen exorbitanten Regenfällen mit Überflutung der Strecke und der Boxengasse abgebrochen worden war.

Im Qualifying eroberten die HRT-Piloten Platz sechs (Startnummer 5) sowie Platz sieben (Startnummer 4) Pech hatte die sechs mit den Fahrern Patrick Assenheimer, Florian Scholze, Valentin Pierburg, Nico Bastian und Khaled Al Qubaisi in der Anfangsphase, als der Mercedes mit leerem Tank liegenblieb und dadurch weit nach hinten durchgereicht wurde. Die geniale Aufholjagd wurde mit dem Klassensieg in der GT3 AM-Kategorie belohnt, der gleichzeitig mit dem fünften Gesamtrang einherging. Als Dritte auf dem Gesamtsiegerpodium standen Patrick Assenheimer, Hubert Haupt, Maro Engel, Ryan Ratcliffe und erneut Khaled Al Qubaisi mit dem gelben HRT-Bilstein-Renner. Mehrere Code 60 Phasen, unterschiedliche Rennstrategien und viele Positionskämpfe auf dem 5,39 Kilometer langem Wüstenkurs sorgten über die gesamten 24-Stunden für viel Spannung und Dramatik. 599 Runden spulte der 550 PS starke Mercedes AMG GT3 ab, in derselben Runde kam der WRT Audi R8 LMS auf den zweiten Rang. Eine Runde mehr absolvierte der 24-Stunden-Dubai Sieger 2021 ein Porsche 911 GT3 R von GPX-Racing.

(Wilfried Ruoff)