Aktuelles

Titelkampf geht für Jürgen Bender am Nürburgring weiter

Jürgen Bender kämpft in der P9 und der STT um den Sieg

15.08.2022

Callaway-GT3-Corvette Pilot Jürgen Bender aus Neckarsulm ist am 28.August auf dem Nürburgring im Rahmen der DTM beim 7. Lauf der P9-Challenge im Spitzenpulk des Titelkampfes dabei. Ein unerwarteter Rennverzicht von Jürgen Bender hat das trotz dem Missgeschick in der Box noch möglich gemacht.

Leider stolperte der Neckarsulmer unmittelbar vor dem Start zum 5. Lauf der P9 in Hockenheim und fiel unglücklich auf den Boden. Das üble Resultat - eine verrenkte Schulter. Ein Start in Hockenheim war unmöglich. Das Malheur kostete Bender Platz 2 in der P9-Challengetabelle. Dazu war die Chance Tabellenführer Coach McKansy (Lamborghini Huracán) näher zu kommen, am Rennsonntag dahin.

Davor hatte er die Callaway-GT3-Corvette des Teams Sportwagenschmiede technisch perfekt abgestimmt. Der Startverzicht danach, ein schwerer Schlag für den Ex-STT und P9-Champion Bender.

Jürgen Bender in der Sachskurve

Nach Hockenheim liegt Jürgen Bender nun hinter den Wettbewerbern McKansy, Crow, Speck und Schumm nur noch auf Rang 5 der P9-Challenge-Tabelle. Da die Punktvergabe über die Resultate in den Klassen geschieht, hat "Ben", wie ihn die heimischen Freunde nennen, in seiner Leistungsklasse KL6 am Nürburgring die beiden Lamborghini-Piloten Coach McKansy (Tabellenführer) und Frank Schumm in der Tabelle vor sich. Außerdem muss der Unterländer darauf hoffen, dass der Zweite und der Dritte der P9-Meisterschaftstabelle, die KL5-Frontmänner Jack Crow und Hermann Speck auf Ihren 991 GT3R-Porsche GT-Rennwagen am Ring nicht voll punkten. "Ich brauche dort zwei gute Ergebnisse am Ring. Dazu sollten mir die Gegner aus der Klasse KL5 nicht zu sehr enteilen", so Bender "Die Punktvergabe wird nicht nur durch das Klassenergebnis im Rennen, sondern dazu noch durch die Anzahl der Starter in den jeweiligen Leistungsklassen entscheidend beeinflusst", so Bender im Interview. Also wünscht sich der Unterländer natürlich am Ring volle Besetzung in seiner eigenen Klasse KL6.

"Wir sind in der P9-Challenge bemüht eine besonders gerechte Wertung in den 5 verschiedenen Klassen unserer beiden Rennserie zu gewährleisten", so P9-Manager Bernhard Fischer aus München. Und das zeigt bei den Aktiven der internationale GT-Welt zunehmend Wirkung.

Für Jürgen Benders Weg zum Titel bedeutet es, dass er versuchen muss den Unterländer Frank Schumm am Nürburgring in der Klasse KL6 unbedingt hinter sich zu lassen. Und das gilt auch für Pablo Schumm. im GT-Tropheo von Lambo. Der Kampf von Bender in der Callaway-GT3-Corvette und des Lamborghini GT3 Super Tropheo vom Teams Konrad-Motorsport mit Frank Schumm am Steuer vor großer Kulisse dürfte am "Ring" im Rahmen der DTM auf alle Fälle für mächtig Spannung bei den Fans auf den Tribünen sorgen. Ob es Jürgen Bender gelingt auch den P9-Tabellenführer Coach McKansy im Lamborghini Huracán GT3 EVO vom Team HP-Racing-International zu schlagen? "Das wird in der Eifel wohl zum Schlüssel-Fight für den P9-Titelkampf 2022 werden", so ein Teamchef aus Österreich genüsslich grinsend.

In der KL5, der Gruppe der Porsche GT3R-Modelle, könnte es dem fünffachen P9-Endurance-Champion Hermann Speck aus Nürnberg und seinem Team MB-Motorsport gelingen, den amtierenden P9-Champion Jack Crow auf dem identischen Modell der ZEBRA-Crew zu besiegen. "Wenn die Porsche-Jungs sich im Kampf aufhalten, oder es Alois Rieder in der KL5 am "Ring" gelingt einen Klassen-Dreikampf in der KL5 zu inszenieren, dann wäre das für mich auf dem Weg nach vorne durchaus von Vorteil", so Bender nachdenklich.

Gespannt ist er darüber hinaus auch auf die beiden für ihn am Saisonende noch möglichen Starts in der STT. Ob es gelingt dort um einen Platz auf dem Treppchen zu kämpfen. Das würde sich der STT-Champion von 2017 natürlich wünschen.

Zurück zur P9. In den kleine Hubraumklassen wird in der Serie Rennsport vom Feinsten geboten. Auch in Hockenheim war das wieder so. Dort sind es bei jedem Rennweekend Hannes Lafix (A), Manuel Süßenguth, Marco Reinbold, Uwe Schmidt und Christian Wimberger (A) die im Feld der 40 Fahrer welche 2022 bereits gepunktet haben, in der ersten Halbzeit als Klassenbeste sehr leistungsstark unterwegs waren.

Dass die P9-Challenge zum Begriff geworden ist, davon zeugen Nennungen aus Neuseeland und Chile. "Wenn ich in Europa weile, dann fahre ich immer einen Porsche im Team vom meinem Freund Klaus (Horn) in der P9", lacht Pablo Briones, der Vollblutracer aus Santiago de Chile beim Interview in Hockenheim.   HTS

Fotos: P9-Orga, Angelo Poletto - frei - Benders Corvette in der Sachskurve

 

Erneute Erfolge der MCH-BMW-Slalomakteure

Württembergischer ADAC Slalom Pokal in Bopfingen und BMW-Slalom-Cup in Haiger

10.08.2022

Die Nachwuchsslalomcracks vom Motorsportclub Heilbronn haben inclusive ihres Seniors Andreas Baier (Trainer und Betreuer) derzeit einen Lauf. Nach den Top-Platzierungen in Kirchheim-Teck gab es auch beim Clubsport-Automobilslalom des MSC Aalen-Reichenbach Erfolge. Der Lauf zum Württembergischen ADAC Slalom-Pokal in der Region zwei wurde auf der Kartbahn in Bopfingen ausgefahren. Auf dem sehr schnellen Parcours durften als Novum vier Rennläufe in Wertung absolviert werden – satte 83 Starter gingen dabei auf die Piste.

Die mit 16 Startern am stärksten besetzte Klasse G3 – inclusive zweier G5-Starter, die zusammengelegt wurden - gewann erneut MCH-Crack Nico Gutzeit aus Ilsfeld-Schozach. Mit seinem 140 PS starken BMW 318 ti fuhr Gutzeit vier fast identisch schnelle 57er Rennläufe, schlussendlich blieb die Uhr bei 3:50:09 Minuten stehen. Marcel Wolf vom RKV Ilsfeld wurde im BMW 318 is der E 30 Baureihe dritter in 3:51:17 Minuten. Der routinierte DM-Starter Peter Kalus aus Schorndorf, ebenfalls auf einem BMW 318 ti, musste sich in 3:51:23 Minuten mit Rang vier zufriedengeben – ein Pylonenfehler in Stint eins kostete ihn den rechnerisch möglichen Sieg. Kalus war auch der einzige Akteur, dem zwei hohe 56er Rennlaufzeiten gelangen. „Die Zeiten von Peter Kalus waren extrem schnell, ich musste nach dessen frühem Fehler nicht mehr alles riskieren und konnte etwas taktieren und die Reifen bei den hohen Asphalttemperaturen einteilen“, erklärt der 18jährige Nico Gutzeit nach der Siegerehrung schon recht routiniert. Dessen Clubkamerad Nico Chelminiacki, der auch einen BMW 318 ti lenkt, gewann die Einsteigerklasse SE16. Satte 7,16 Sekunden Vorsprung fuhr Nico dabei auf den Zweitplatzierten heraus, der einen BMW 316 Touring um den Kurs lenkte. Einziger Wermutstropfen war die bescheidene Starterzahl in der SE16. Nach zwei 57er Zeiten nahm Nico taktisch klug in den beiden letzten Läufen etwas Tempo und Risiko heraus. Bei den moderat verbesserten Fahrzeugen der Gruppe F konnte sich Marcel Pimpl in der Klasse F10 (bis 2000 cm³) durch vier fehlerfreie Läufe auf den zweiten Platz vorfahren.  Schneller als Marcel, der den ca. 170 PS starken MCH-Hornet-BMW 318 ti pilotiert, war nur Timo Maier vom MSC Göge in einem BMW 318 is der E30-Baureihe. Die Klasse war mit 13 Startern stark besetzt. Einen weiteren Klassensieg für den MCH errang Andreas Baier in der „F-Überliter“ gegen fünf weitere Konkurrenten. Mit seinem BMW M3 der E36 Baureihe wedelte der frühere Nordschleifen-Spezialist in allen vier Läufen mit Bestzeit durchs Ziel. Knapp sechs Sekunden Vorsprung hatte Andy dadurch auf Alexander Trapp, der einen allradgetriebenen Toyota Yaris GR auf Platz zwei steuerte. Den Gruppensieg verpasste der MCH-Routinier um den Wimpernschlag von 33 hundertstel Sekunden knapp.

Andy Baier, Nico Chelminiacki und Marcel Pimpl (von links nach rechts) mit ihren Trophäen vor dem BMW M3 von Andy Baier
Andy Baier, Nico Chelminiacki und Marcel Pimpl (von links nach rechts) mit ihren Trophäen vor dem BMW M3 von Andy Baier

Am selben Tag fand auf einem Speditionsgelände in Haiger (Lahn-Dill-Kreis/Hessen) der vierte Lauf zum BMW-Slalom-Cup statt. Dafür hatte mit Lutz Lambrecht ein weiterer MCH-Nachwuchsfahrer gemeldet. „Der Parcours hier eng, eckig, extrem anspruchsvoll für Fahrer und Fahrwerk“ erklärt Lutz Lambrecht. Dem gelang mit seinem BMW 318 ti der zweite Platz in der stark besetzten Klasse 4d. Auf den Sieger Michael Reineck/BMW 318ti hatte Lambrecht lediglich 1,69 Sekunden Rückstand. Sein Vorsprung auf den dritten Maximilian Hilbert im BMW 120 betrug dagegen den Hauch von sechs hundertstel Sekunden.

(Wilfried Ruoff)

 
In den beiden Vorwochen war die MCH Slalomtruppe ebenso unterwegs, allerdings deutlich weniger erfolgreich

Mit dem Bergslalom Abtsgmünd und dem Slalom Uhingen standen zwei Veranstaltungen, die zum Württembergischen Slalompokal Region 1 und 2 zählen, auf dem Programm. Vom Bergslalom in Abtsgmünd gibt es leider nicht viel zu berichten. Mit Nico Gutzeit G3, Michael Kumor G2, Nico Chelminiacki und Hannah Baier SE 16, Marcel Pimpl F10 und Andreas Baier F11 standen 6 MCH Akteure am Start. Nachdem die Klasse G3 fast geschlossen ihre Trainings- und Wertungsläufe absolviert hatten, ereignete sich in der nachfolgenden Startgruppe im Training ein folgenschwerer Unfall. Mit Hannah Baier und Nico Chelminiacki konnten unsere Youngsters noch ihr Training bestreiten.

Ein Teilnehmer aus der F 11 startete 3 Fahrzeuge hinter Nico Chelminiacki und verunfallte so heftig, dass die komplette Leitplanke in dem Streckenabschnitt abgerissen wurde, und das Fzg. ca. 15m in den Wald flog. Nachdem der Fahrer des verunfallten Wagens mit dem Krankenwagen zur Untersuchung weggebracht wurde, hat die Rennleitung sich entschlossen, die Veranstaltung aufgrund irreparablen Schadens an der Leitplanke abzubrechen. Unsere MCH`ler machten sich daraufhin auf den Heimweg, wohl zu wissen, dass es dem verunfallten Fahrer den Umständen entsprechend gut ging.

Beim Automobilslalom Uhingen eine Woche später waren mit Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki und Andreas Baier dieses Mal nur 3 MCH`ler am Start. Der Parcours war auf einem Streckenabschnitt ultraschnell und auf der Gegenseite technisch selektiv. Marcel Pimpl auf dem Hornet BMW Compact in der Klasse F10 verschenkte mit 2 geworfenen Pylonen den 2. Platz in der Klasse. Nico Chelminiacki mit seinem BMW 318ti hatte in der Wertungsgruppe SE 16 nach dem Training und dem ersten Wertungslauf die Nase vorn. Im 2. Wertungslauf verschenkte er, zwar mit Bestzeit aber mit Pylonenfehler, den Klassensieg. Bei Andreas Baier in der F11 auf seinem E 36 M3 zeigte sich das gleiche Bild. Führung im Training und im 1. Wertungslauf, dann im 2. Wertungslauf ein Verschalter und noch eine geworfene Pylone. Dies ließ ihn dann auf Klassenplatz vier abrutschen.

Die MCH`ler verließen mit Enttäuschung über ihre eigenen verpatzten Chancen auf Top-Platzierungen das Veranstaltungsgelände in Uhingen, und schauten nach vorne auf die nächste Veranstaltung in Bopfingen am 07.08.2022 (die deutlich erfolgreicher verlief, siehe Bericht oben).

(THPS)

 

Patrick Assenheimer mit spektakulärer Aufholjagd in Spa

24-Stunden-Klassiker in den Ardennen mit immens vielen Reifenschäden, Gelbphasen und Kollisionen  

03.08.2022

Nach 524 Runden über je 7.004 Meter Streckenlänge bergauf-, und bergab beim weltweit größten und härtesten GT3-Rennen, den legendären 24 Stunden von Spa, konnte MCH-Racer Patrick Assenheimer den fünften Platz im Goldcup sowie den 31. Gesamtrang einfahren.

Im Gesamtklassement zwei Mercedes AMG GT3 an der Spitze nach der Hatz zwei Mal rund um die Uhr: das ASP Team mit Raffaele Marciello/Jules Gounon/Daniel Juncadella gewinnt vor dem Getspeed Team mit Luca Stolz/Steijn Schotthorst/Maximilian Götz, Rang drei geht an den Iron-Lynx-Ferrari 488 GT3, in allen drei Boliden sorgten Profirennfahrer für das Ergebnis.

Patrick Assenheimers GETSPEED-Mercedes AMG GT3 von der 24-Stunden-Hatz gezeichnet
Patrick Assenheimers GETSPEED-Mercedes AMG GT3 von der 24-Stunden-Hatz gezeichnet
Foto: Gruppe C Photographie

Den angepeilten Goldcup-Podestplatz verlor Patrick Assenheimer ohne eigenes Zutun bereits im Qualifying. In Spa werden die Qualifikationszeiten aller Fahrer eines Teams zur Startplatz-vergabe addiert, einer seiner Mitstreiter aus dem Getspeed-Team war dabei ins Kiesbett gerutscht – somit lediglich Startplatz 60 unter 66 GT3-Boliden. Den heiklen Start im ca. 550 PS starken Achtzylinder Mercedes AMG GT3 fuhr der Weinsberger Langstreckenroutinier dann souverän. Sein Doppelstint war der Auftakt einer spektakulären Aufholjagd – das Feld von hinten aufrollen, war angesagt. Satte 16 Positionen konnte Patrick Assenheimer in diesem Doppelstint gut machen. Mit seinen Fahrerkollegen Axel Blom (Finnland), Jim Pla sowie Michael Blanchemain (beide Frankreich) konnte sich Assenheimer in den 24 Stunden aus allen Kollisionen heraushalten und den gelben Getspeed Mercedes Position um Position bis auf den 31. Gesamtrang nach vorne kämpfen. Im stark besetzten Goldcup bedeutete dies der fünfte Platz.

Satte fünfzehn „Full Course Yellow-Phasen“, viele Safety-Car-Phasen sowie immens viele Reifenschäden prägten das harte Rennen und ließen einige der Favoriten von Porsche und BMW straucheln. „Mit meiner Quali und meinem Renneinsatz bin ich zufrieden. Unsere Aufholjagd war nicht einfach, uns fehlte ein wenig Pace, zudem machten uns Zeitstrafen das Leben schwer. Spa mit der berühmt berüchtigten Eau Rouge ist einzigartig und faszinierend“, so das Resümee von Patrick Assenheimer.

(Wilfried Ruoff)

 

Transporterbrücke verhinderte Renneinsatz

Bender in Hockenheim unglücklicherweise ohne Punkte

02.08.2022

Das Rennwochenende begann bei herrlichem Wetter für den Neckarsulmer GT-Fahrer Jürgen Bender in Hockenheim sehr vielversprechend.

Die für den Vollblutracer vorbereitete GT3 Callaway C7-Corvette war vom Team für das Wochenende so vorbereitet worden. Kurzfristige Optimierungen am Fahrwerk in Hockenheim waren noch möglich. Man hatte vorgesorgt. Das Einsatzteam Sportwagenschmiede (Erlenbach) hatte alles vorbereitet. Komponenten die, wenn nötig, eingewechselt werden müssten, lagen im Transporter bereit.

Im ersten freien Training am Freitag fuhr Jürgen Bender lediglich eine Funktionsprüfung. Alles funktionierte bestens. Danach reichte es zu einigen Runden mit verändertem Reifendruck. Bender wurde schneller. Aufschlussreiche Rundenzeiten beruhigten alle im Team. Man atmete durch. Die Basis stimmte für das bevorstehende Wochenende.

Mit neuen Reifen ging es im ersten Zeittraining um die Position der Startaufstellung für das 1. Rennens vom Samstag. Die hochkarätigen Gegner auf Modellen von Porsche und Lamborghini waren technisch alle ebenfalls sehr stark unterwegs. Jürgen Bender landete auf Platz 6 im hochkarätigen GT-Feld der P9-Challenge. Man war sich im Team einig. Bezüglich Rundenzeiten "geht da noch mehr". Man wollte also technisch zulegen. Allerdings muss dazu umgebaut werden. Das konnte am Abend in Ruhe geschehen.

Jürgen Bender in Hockenheim

Denn das nächste Training war erst für den nächsten Morgen geplant. Jürgen Bender konnte seine Rundenzeit mit der neuen Abstimmung denn auch deutlich verbessern. 2 Sekunden kürzere Rundenzeiten - eine Welt im Rennsport - radierte Bender in den Asphalt des Formel 1 Kurses von Hockenheim. Dann aber der Schreck. Jürgen Bender stolperte an der Transporterbrücke vor der Box. Er verstauchte sich beim Fall zu Boden die Schulter. Das war's für's Wochenende. Ein Rennen fahren war so nicht möglich. Zusammenpacken, verladen und leider kein Renneinsatz. Beim Kampf der Gegner schaute er nicht mehr zu.

Coach McKansy kämpfte Rad an Rad mit Jack Crow um den Sieg. McKansy vor Crow und dem Österreicher Rieder, so der Zieleinlauf. Jürgen Bender hatte erwartet mit McKansy um den für die Meisterschaft wichtigen Klassenerfolg kämpfen zu können. Daraus wurde nichts. Frank und Pablo Schumm landeten hinter Tabellenführer McKansy auf den Ehrenplätzen. Ein Dreifacherfolg also für Lamborghini. 

Der nächste Einsatz in der P9-Challenge findet in 4 Wochen auf dem Nürburgring statt. HTS

Foto: P9-ORGA - Bender vor der Sachskurve auf der Bremse

 

 

Vorfreude auf Spa – Patrick Assenheimer will im Mercedes AMG GT3 auf das Gold-Cup-Podest

27.07.2022

7.004 Meter Streckenlänge – 21 Kurven, darunter die berühmt-berüchtigte Eau Rouge – zahlreiche Bergauf- und Bergab-Passagen – unberechenbare Wetterverhältnisse, ähnlich wie am Nürburgring - 66 GT3-Boliden von neun Herstellern – das sind die Schlagworte zu den 24-Stunden von Spa, die 2022 erneut ein Rennlauf zur GT World Challenge Europe in der Endurance-Wertung sind. Auf dem legendären Ardennenkurs tummeln sich heuer bei der 74. Ausgabe des Langstrecken-Klassikers 66 internationale GT3-Boliden, mit je 13 Fahrzeugen sind Porsche und Mercedes AMG dabei am stärksten vertreten.  

Darunter auch der Weinsberger Patrick Assenheimer, der mit einem Mercedes AMG GT3 des Getspeed Teams am Start stehen wird. Das Cockpit des ca. 550 PS starken Mercedes teilt sich Assenheimer mit Jim Pla, Axel Blom und Michael Blanchemain. Das Quartett startet im Gold-Cup und möchte bei der Vergabe der Podestplätze mitmischen. „Meine letzten Erfahrungen in Spa waren generell gut. Daher hoffe ich, dass wir ein optimales Setup finden und ohne technische Probleme und Kollisionen nach 24 Stunden die Zielflagge sehen werden“, so der zuversichtliche Patrick Assenheimer. Rennstart ist am Samstag, 30. Juli um 16.45 Uhr.

Patrick Assenheimer
Patrick Assenheimer
Foto: Assenheimer Racing/Weather Tech

Das Renngeschehen gibt es online unter:

www.gt-world-challenge-europe.com/live                               

(Wilfried Ruoff)

 

Bender fehlt nur eine Position bis zur Tabellenspitze

Treffen der Meister in Hockenheim bei der P9-Challenge

Freitag       18.35 Start P9-Endurance mit Boxenstopp - sehr interessant

Samstag    12.05 Start 1. Lauf der P9-Challenge

                   16.05  Start 2. Lauf der P9-Challenge

 

MCH Slalom Truppe mit Freude und leichter Enttäuschung

3.Lauf BMW-Slalom Cup

20.07.2022

Am Sonntag den 17.Juli 2022 fand auf der Breitwangbahn in Bopfingen der 3.Lauf zum BMW-Slalom Cup satt.

Die MCH'ler Slalomtruppe war mit Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki auf der MCH Hornet Gruppe F 318ti, Jasmin und Michael Kumor auf ihrem Gruppe G 318ti Compact, Hannah und Andreas Baier auf ihrem Gruppe F E36 M3 am Start.

Mit Marcel, Klasse 4d und Hannah Damenwertung, gingen beide als Zwischenstand Gesamtführende in ihren Klassen in die Veranstaltung.

Den Anfang macht Marcel, doch alles war nach ein paar Metern im 1.Lauf schon vorbei. Abgescheerte Antriebswelle. Aus und vorbei? Nein!

Während einige MCH'ler den Hornet BMW von der Strecke schoben, machte sich Andreas Baier auf zum Veranstalter um nach einer Möglichkeit zu schauen wie Marcel und Nico ihre Wertungsläufe fahren könnten. Andreas einigte sich mit dem Veranstalter darauf, dass wenn die beiden ein anderes Fahrzeug in der gleichen Klasse beibringen würden, diese ihre Wertungsläufe fahren konnten. Mit dieser doch guten Nachricht eilte Andreas zu der doch sehr enttäuschten MCH-Truppe. Robert nahm sofort alle ins Gespräch. Michael und Jasmin Kumor waren sich vollkommen klar, dass sie ihren 318ti Compact für alle Läufe den beiden zur Verfügung stellen.

Michael und Jasmin sind ja auch noch keinen Meter gefahren und somit hatte Michaels BMW die Aufgabe 32-mal (!!) die vier Piloten um den Kurs zu bewegen. Für Jasmin und Michael gilt hier der allergrößte Respekt. Das nennt man Zusammenhalt, was für eine großartige Truppe!

Nun ging es aber zum Slalom fahren. Nach fünf Wertungsläufen blieben leider nur die Plätze ab dem Mittelfeld, Marcel P8, Nico P9, Michael P10 und Jasmin P13. Durch die Beanspruchung des Materials war leider an Platzierungen im Vorderfeld nicht zu denken. Schade für das Ergebnis, Platz 1 für das Engagement eines jeden.

Nun gingen Hannah und Andreas in der mit 14 Startern, nur mit M-Fahrzeugen besetzte Klasse an den Start. Andreas glänzte mit Top Zeiten zwischen all den neuen M2, M3 Competition, Z4, M140 ix Modellen. Klassenplatz 2 mit 1,2 Sekunden Rückstand auf Heinz Raab im neuen 520 PS starken M3 Competition konnte sich sehen lassen.

Dann kam Hannah an die Reihe. Nach intensivem Austausch mit ihrem Vater Andreas setzte sie sofort im ersten Wertungslauf einem Akzent mit dem 4.Platz in der Klasse.

Im zweiten Wertungslauf nochmals eine halbe Sekunde schneller mit zwei Fehlern. Ab dem dritten Wertungslauf versuchte sie es mit der Brechstange, was dann nicht mehr so rund ging. Platz sieben in der Klassenwertung lässt sich in dem starken Mittelfeld sehen.

In der Damenwertung musste Hannah sich mit lediglich 2/100tel Sekunden Rückstand auf die mit stärkste Konkurrentin Julia Rezlaw auf einem Mini Cooper S R56 geschlagen geben. War Hannah doch kurz enttäuscht die Führung abgegeben zu haben.

Im der Sonderwertung GLP gingen alle MCH'ler nochmals an den Start. Drei Wertungsläufe waren zu absolvieren. Zwei Läufe mit der geringsten Zeitdifferenz werden gewertet.

Andreas konnte nochmals mit zwei Bestzeiten glänzen und mit einer Abweichung von 3/100tel Sekunden die Gesamtwertung gewinnen.

Hannah hat nochmals ihre persönlichen Bestzeiten heruntergeschraubt und war mit ihrem letzten Wertungslauf nur noch 7/10tel Sekunden hinter der Bestzeit vom Vater Andreas.

Mit Michael Kumor, Platz vier und Marcel Pimpl, Platz 6 konnten beide nochmals ihre persönlichen Bestzeiten unterbieten.

Die Rookie Damenwertung gewann Jasmin Kumor. Jasmin hatte sich vom ersten Lauf bis zum achten Lauf um über 12 Sekunden steigern können, das zeigt wie engagiert sie in die Wertungsläufe geht. Sie war überglücklich und stolz dies erreicht zu haben. Das kann Sie auch sein!

Somit ging wieder ein toller Slalomtag zu Ende und die MCH Truppe machte sich nach den Siegerehrungen auf den Weg nach Hause.

Michael Kumor, Andreas Baier, Hannah Baier, Nico Chelminiacki, Jasmin Kumor, Marcel Pimpl Michael Kumor, Andreas Baier, Hannah Baier, Nico Chelminiacki, Jasmin Kumor, Marcel Pimpl (von links)

Am kommenden Sonntag, 24.07.2022, ist ein Teil der Slalomtruppe beim Abtsgmünder Bergslalom am Start. Drücken wir die Daumen.

Von Andreas und Hannah Baier

 

René Noller führt im Mitropa Rallye Cup 2022

Perfekte Saison für René Noller

19.07.2022

Für den erst 20-jährigen René Noller läuft die Saison 2022 bisher sehr gut. Nur beim 4. Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft, Mittelrhein, musste er nach einem Abflug den Opel HJS Opel Corsa Rally4 beschädigt abstellen. Davor lief auch die DRM 2 gut für den Abstatter. Nach dem Auftaktsieg bei der Rallye Erzgebirge holte er zweimal Platz 3 in Sulingen und der Rallye Stemweder Berg als HJS DRC Junior.

René Noller Rallye Erzgebirge

Im Mai 2022 folgte für René Noller dann das Abenteuer Rallye Europa Meisterschaft auf Gran Canaria, wo er sich im spanischen Mavisa Sport Peugeot 208 R4 gut geschlagen hat. Seine Zeiten auf den gigantischen Prüfungen reichten unter die Top 10 der Junior ERC4, wo die besten aus sämtlichen Ländern am Start waren.

Nahezu perfekt läuft es für den im Motorsport Team Germany geförderten Nachwuchs Rallyestar Im Mitropa Rallye Cup 2022. Schon die beiden Auftaktrallyes in Österreich waren erfolgreich. Was René Noller und Copilot Stefan Kopczyk aber dann bei der Rallye Velenje in Slowenien ablieferten war sensationell. Im nur 210 PS starken 3 Zylinder Frontantrieb Opel Corsa R4 zeigte Junior Noller der Allrad Konkurrenz bei extrem schwierigen Bedingungen wie es geht. Bei Regen und mit Top–Copilot Stefan Kopczyk fuhren die beiden meist Top 5 Gesamtzeiten und holten sich am Ende

Neben dem souveränen 2WD Sieg gar noch den 5. Gesamtrang!  Auch bei der Mescek Rallye in Ungarn überzeugte René Noller erneut als bester Deutscher. Auf den welligen und sehr schnellen Asphalt Prüfungen rund um Pecs (Fünfkirchen) brachte er den Opel Corsa heil ins Ziel und mit Copilotin Anne Stein den 5. Platz im Mitropa Rallye Cup und damit wichtige Punkte.  

René Noller

Mitte Juli ging es dann zur Rallye Internationale del Casentino in die Toscana nach Italien. Auf den Extrem kurvenreichen Bergstrecken zeigte René Noller dann erneut sein großes Talent. Trotz 30 über 300 PS starken Rally2 Allrad Fahrzeugen und sage und schreibe 39 Startern in seiner Rally4 Klasse fuhr der mit 20 Jahren jüngste Fahrer im Feld auf den 18. Gesamtrang nach vorne! Das war gleichzeitig Rang 2 in der Mitropa Cup Wertung, sowie Sieg in der 2WD und U25 Wertung. Damit übernimmt René Noller nach 6 von 9 Läufen die Gesamtführung im Mitropa Rallye Cup 2022, mit 20 Punkten Vorsprung auf Hermann Gaßner (Mitsubishi) und den beiden Skoda Rally2 von Christof Klaus (Ungarn) und Albert von Thurn und Taxis. Der nächste Lauf findet hier erst Ende September mit der Rallye Nova Gorica in Slowenien statt, ehe dann im Oktober das Heimspiel 3 Städte kommt.    hps  

 Fotos: privat

Jürgen Bender - im Titelkampf vorne dabei

Jürgen Bender - weitere Entwicklungsarbeit in Hockenheim

14.07.2022

In der Meisterschaft der int. offenen P9-Challenge für GT-Rennwagen liegt der Neckarsulmer MCH-Pilot Jürgen Bender nach 4 Meisterschaftsläufen auf Position 3 in der Tabelle. Bisher haben 29 Fahrer bei den Wertungsläufen punkten können. Vier Meisterschaftsläufe im Kampf um die P9-Challenge sind damit bereits Geschichte. Am 29. Juli steht das Rennwochenende von Hockenheim vor der Tür. Nach viel Entwicklungsarbeit bei den Rennen in Österreich und Deutschland soll sich nun auszahlen, was mit Hilfe des Ingenieurwissens von Callaway-Competition (Leingarten) und dem Einsatzteam Sportwagenschmiede (Erlenbach) über den Winter 21/22 sowie dem Saisonbeginn entwickelt wurde. Genau das soll nun reichlich Früchte tragen. "Die letzten Entwicklungsschritte wird uns auf dem Hockenheimer Formel 1 Kurs ermöglichen, im Feld der GT-Teams von Ferrari, Lamborghini und Porsche entscheidend mitmischen zu können", so GT-Routinier Jürgen Bender. "Die geringen Unterschiede der Rundenzeiten verschiedener GT-Modelle auf den unterschiedlichen Rennstrecken zeigt dabei sehr deutlich, wie hoch das Niveau der GT-Rennwagen, der Einsatzteams und der Fahrer in der Serie bereits ist", so Benders Teamchef, MCH-Mitglied Marco Bayer im Interview. Serienmanager Bernhard Fischer fügt hinzu, "Mit den amtierenden Meistern Jack Crow und Hermann Speck sowie dem Ex-Meistern Wolfgang Triller (alle Porsche) und Jürgen Bender (Callaway-C7-Corvette) erkennt man die Wertschätzung der Aktiven an der P9-Challenge und der P9-Endurance".

Jürgen Bender (2.von rechts)

Sich über den Erfolg in der eigenen Wertungsklasse zum Titel hoch zu kämpfen, oder aber mit dem Ziel anzutreten, Gesamtsiege zu erringen, das hat was. In 6 Klassen besteht dazu für jeden Fahrer die Möglichkeit einen der beiden Titel zu erringen. Darüber hinaus erfüllt die P9-Serienwelt den Wunsch vieler Fahrer renommierte Rennstrecken in verschiedenen Ländern kennen und beherrschen zu lernen. HTS

Foto: P9-Challenge

 

Erneut bester Mercedes – Patrick Assenheimer mit Können und taktischem Kalkül

LANDGRAF-Trio Assenheimer, Trefz und Apotheloz nach Schrecksekunde noch zum vierten Gesamtrang im AutoArenA Mercedes AMG GT3 bei NLS 5

11.07.2022

Das Sechs-Stunden-Ruhrpokalrennen war das vierte der aktuellen Nürburgring Langstrecken Serie (NLS), wird als NLS 5 geführt, und war eines der ereignisreichsten in der aktuellen Saison. Nach 133 Nennungen und einem harten Qualifying gingen noch 124 Fahrzeuge an den Start, von denen lediglich 90 nach 43 Runden die Zielflagge sahen. „Von der ersten Sekunde an ein Kampf um jeden Meter und jede Position wie bei einem Sprintrennen“, beschreibt Luca Sandro Trefz aus Wüstenrot das Geschehen auf der legendären 24,358 Kilometer langen Eifelpiste. Der 20jährige hatte im AutoArenA-Mercedes AMG GT3 des LANDGRAF Young Talents Team zwar beim Start drei Plätze verloren, aber das Auto unbeschädigt vom GP-Kurs-Getümmel in die „Grüne Hölle“ der Nordschleife gefahren.

Patrick Assenheimer im AutoArenA Mercedes AMG GT3 des LANDGRAF-Teams, hier noch vor dem Walkenhorst BMW M4 GT3 („34“) und dem Audi R8 LMS GT3 vom Scherer Sport Team Phoenix Racing  Foto: elfimages
Patrick Assenheimer im AutoArenA Mercedes AMG GT3 des LANDGRAF-Teams, hier noch vor dem Walkenhorst BMW M4 GT3 („34“) und dem Audi R8 LMS GT3 vom Scherer Sport Team Phoenix Racing
Foto: elfimages

Auf Gesamtrang sechs übergab Luci Trefz den Mercedes nach zwei Stunden an den Schweizer Julien Apotheloz. Der 21jährige erlebte in der 16. Rennrunde eine Schrecksekunde. Genau wie das vor ihm liegende GT3-Gesamtführungs-Trio Andy Soucek (Walkenhorst BMW M4 GT3), Kim-Luis Schramm (Audi R8 LMS GT3 Scherer Sport Team Phoenix Racing) und Miklas Born (Schnitzelalm-Racing Mercedes AMG GT3) schlitterte Apotheloz im Streckenabschnitt Adenauer Forst auf einer Ölspur von der Strecke und hatte Leitplankenkontakt – konnte aber weiterfahren. „Eine rennentscheidende Situation. Ab diesem Moment war die heute perfekte technische Performance unseres 550 PS starken Flitzers stark beeinträchtigt“, erklärt MCH-Racer Patrick Assenheimer im Interview direkt nach seinem Einsatz. Der Weinsberger Routinier im LANDGRAF-Team hatte das Auto zum Funktionscheck unter Rennbedingungen vorzeitig übernommen. Nach einem Doppelstint mit mehreren Rad-an-Rad Duellen musste Assenheimer den späteren Gesamtzweiten, den Audi R8 LMS GT3 vom Scherer Sport Team Phoenix Racing sowie den Dritten, den Walkenhorst-BMW M4 GT3 zwar ziehen lassen, konnte Platz vier aber verteidigen. Dazu war aber alles an Können und fahrerischem Einsatz sowie taktisches Kalkül nötig. Julien Apotheloz bestritt den letzten Stint und konnte den LANDGRAF-Mercedes wie schon vor zwei Wochen auf Gesamtrang vier über die Ziellinie lenken.

Der Sieg gelang beim Sechs-Stunden-Rennen dem Falken-Porsche 911 GT3 R mit dem Fahrerduo Joel Eriksson und Sven Müller. Auf Platz fünf fuhr der Konrad-Lamborghini Huracan GT3. „Fünf Marken auf den ersten fünf Plätzen beschreibt die enorme Leistungsdichte in der NLS deutlich. Wir hatten Glück, dass wir nach dem Ölspurabflug weiterfahren konnten und sind deshalb mit dem Ergebnis als bester Mercedes und Gesamtrang vier zufrieden“, so das Resümee von Patrick Assenheimer.

Für die NLS ist jetzt Sommerpause angesagt. Danach kommt es zum Saisonhighlight: Die aus dem 2021er coronabedingten Double-Header entstandenen „12-Stunden-Nürburgring“ werden am 10. und 11. September erstmalig ausgefahren.

(Wilfried Ruoff)

 

Nico Gutzeit glänzt mit Doppelsieg

Nachwuchs vom MC Heilbronn erfolgreich beim Automobilslalom in Kirchheim/Teck

07.07.2022

Sowohl mit dem frontgetriebenen Opel Adam im ADAC Youngster Cup wie auch im eigenen heckgetriebenen BMW 318 ti beim Clubsportslalom – der erst im Juni 18 Jahre alt gewordene MCH-Junior Nico Gutzeit aus Ilsfeld-Schozach errang in beiden Klassen den Sieg gegen extrem starke Konkurrenz.

Nico Gutzeit
Nico Gutzeit

Beim MC Kirchheim/Teck musste der Nachwuchs des Motorsportclub Heil-bronn (MCH) einen schnellen und selektiven Pylonenparcours auf dem Verkehrsübungsplatz Birkhau bewältigen. Durch die Prädikate Württem-bergischer ADAC Slalompokal und Württembergischer ADAC Youngster Cup war die Konkurrenz qualitativ und quantitativ immens, beim Clubsportslalom standen 72 Namen auf der Ergebnisliste. In der seriennahen Klasse G3, die mit 17 Startern die Königsklasse des Tages war, konnte sich Nico Gutzeit mit minimalem Vorsprung den Sieg sichern. Mit seinem 140 PS starken BMW 318 ti verwies Gutzeit unter anderem die Routiniers Peter Kalus (BMW 318 ti) und Falk Baumgartner (Audi TT) auf die Plätze. Beide waren nettozeitenmäßig schneller als der junge Schozacher, hatten allerdings Strafsekunden durch Pylonenfehler im Schlepptau.

Seinen BMW hat Nico zusammen mit Papa Harald in dessen Ilsfelder Werkstatt selbst aufgebaut. „Vertrauen in das Fahrwerk und ruhig bleiben waren heute der Schlüssel zum Sieg“, erklärt Nico Gutzeit bei der Siegerehrung. In der moderat verbesserten Gruppe F konnte Marcel Pimpl vom MCH-Hornet-Team im BMW 318ti in der Klasse bis 2000ccm den zweiten Platz herausfahren. Marcel verpasste den Sieg aufgrund eines Pylonenfehlers im ersten Stint knapp, seine Fahrzeiten waren trotzdem so schnell, dass er sieben weitere Konkurrenten hinter sich lassen konnte. Durch Marcels Patzer konnte Lokalmatador Tobias Gneiting die Klasse im BMW gewinnen. In der großen Hubraumklasse der Gruppe F über 2000ccm errang Ex-Nordschleifenspezialist Andreas Baier im BMW M3 der E36-Baureihe den Sieg. Der „MCH-Senior“ der auch den Nachwuchs mittrainiert, konnte wie schon in Heilbronn mit dem ehemaligen Rallye-BMW beeindruckende Zeiten realisieren.

Bei den Slalomeinsteigern gewann Hannah-Jule Baier mit demselben BMW M3 die Klasse mit dem Minimalvorsprung von 28 hundertstel Sekunden vor Clubkamerad Nico Chelminiacki im leistungsmäßig deutlich schwächeren BMW 318 ti. Nico hatte nach dem ersten Stint noch geführt, Hannah-Jule gelang in Lauf zwei dann die Bestzeit zum Sieg. Tim Wörner wurde mit seinem BMW 318 ti hier vierter.

Nach dem Umbau des Parcours wurde der Youngster Cup ausgefahren, den alle Akteure mit identischen, vom ADAC Württemberg gestellten Opel Adam Modellen mit 69 PS Leistung bestreiten mussten. In der Klasse 21 (16 bis 18 Jahre) lieferten sich die beiden MCH-Nico’s einmal mehr ein Kopf an Kopf-Duell. Schlussendlich triumphierte Nico Gutzeit mit 20 hundertstel Sekunden Vorsprung als Sieger vor Nico Chelminiacki. Kevin Baumann wurde vierter, Pascal Nikodem fünfter, Maximilian Deis siebter, Rick Kübler dreizehnter, Janina Rittinger vierzehnte und Jasmin Kumor fünfzehnte – Rick, Janina und Jasmin bekamen je drei Strafsekunden für einen Pylonenfehler zu ihren Fahrzeiten addiert. In der Klasse 22 (19 bis 23 Jahre) musste der MCH-Nachwuchs mit Plätzen neben dem Podest vorliebnehmen. Hannah-Jule Baier errang Platz vier, Tim Wörner Platz acht und Marie Exner Platz neun.

(Wilfried Ruoff)

 

Podium knapp verpasst - trotz Durchfahrtsstrafe zum vierten Gesamtrang

Top-Performance des Mercedestrios Assenheimer - Trefz - Apotheloz auf der Nordschleife beim 4. NLS-Rennen

28.06.2022

Nach vier Stunden Renndauer auf der 24,358 Kilometer langen Verbindung aus dem Nürburgring Grand Prix Kurs, der Kurzanbindung und der legendären Nordschleife hieß der Zieleinlauf beim vierten Rennen zur Nürburgring Langstrecken Serie Phoenix Audi R8 LMS GT3 vor Walkenhorst BMW M4 GT3 und Phoenix Audi R8 LMS GT3. Als Gesamtvierter kreuzte der vom Team LANDGRAF eingesetzte AutoArenA Mercedes AMG GT3 mit 29,843 Sekunden Rückstand die Ziellinie. „Unser Ziel in den Top-Ten vorne mitzumischen hat bestens geklappt. Trotzdem schieben wir Fahrer etwas Frust aufgrund der verpassten Podiumsplatzierung“ erklärt MCH-Racer Patrick Assenheimer aus Weinsberg. Eine Stopp & Go-Durchfahrtsstrafe aufgrund einer um 0,4 Sekunden unterschrittenen Mindeststandzeit beim Boxenstopp kostete das Mercedestrio 40 Sekunden. „Der dritte Gesamtrang wäre heute gegen weitere 14 GT3-Boliden in der Königsklasse SP9 sicher gewesen“, so der Wüstenroter Luca-Sandro Trefz.

Der 550 PS starke AutoArenA Mercedes AMG GT3 mit der Startnummer „55“  beim Start
Der 550 PS starke AutoArenA Mercedes AMG GT3 mit der Startnummer „55“ beim Start
Fotos: AMG Customer Racing

Der junge Schweizer Julien Apotheloz hatte den ersten Stint vom fünften Startplatz aus gefahren, Routinier Patrick Assenheimer den zweiten und Luci Trefz den Schlussturn. Alle drei zeigten beim vierten NLS-Lauf, der von 115 Fahrzeugen unter die Räder genommen wurde, eine fehlerfreie und schnelle Performance und waren das beste Mercedesteam auf der Ergebnisliste. Lange hatte zuvor der HRT-Mercedes um die Führung mitgemischt, ein Reifenschaden stoppte dann Hubert Haupt 77 Minuten vor Rennende vorzeitig.

Patrick Assenheimer beim Fahrerwechsel – Patrick mit Sitzschale aussen stehend, Luci Trefz im Auto
Patrick Assenheimer beim Fahrerwechsel – Patrick mit Sitzschale außen stehend, Luci Trefz im Auto

Die schnellste Rennrunde im Landgraf-Mercedes gelang Patrick Assenheimer in 8.01.581 Minuten. Damit war der Nordschleifenspezialist lediglich 1,754 Sekunden langsamer als die Top-Rundenzeit des Sieger-Audis vom Scherer Sport Team Phoenix. Der von einem 6200ccm V8-Motor mit 550 PS Leistung befeuerte AutoArenA Mercedes AMG GT3 war vom LANDGRAF-Team optimal vorbereitet worden, der Patzer mit der Mindeststandzeitunterschreitung der einzige Wermutstropfen beim vierten NLS-Rennen. „Sehr schade, dass wir so knapp und unglücklich am Podium vorbeigeschrammt sind. Aber bereits in zwei Wochen werden wir beim fünften NLS-Lauf, dem Sechs-Stunden-Ruhrpokalrennen, wieder angreifen“, so das Resümee und der Ausblick vom MCH-Racer Patrick Assenheimer.

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender fuhr vier Mal aufs Podium

Eurospeedway-Lausitzring - P9-Meisterschaftsläufe 3 und 4

27.06.2022

In der laufenden Rennsaison 2022 ist der Neckarsulmer GT-Routinier Jürgen Bender ganz besonders aktiv. Zeitlich abgestimmt wurden zwischen ihm, seinem Renn-Einsatzteam Sportwagenschmiede und Hersteller Callaway Competition für 2022 Einsätze in der STT-Challenge und in der P9-Challenge geplant und zeitlich abgestimmt. Dort kämpft MCH-Mitglied Jürgen Bender um die Meistertitel. Gewonnen hatte Jürgen zuvor bereits beide Titel. Die STT holte er 2017 und die P9-Challenge zusammen mit Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach in der Pandemie-Saison 2020 unter erschwerten Bedingungen.

Nicht zu vergessen die Sensation im Deutschen Rennsport als es MCH-Mitglied Jürgen Bender gelang an einem Wochenende beide Finalrennen der P9 und der STT auf dem Nürburgring klar zu gewinnen. Das gab es zuvor und danach noch nicht.

"In der "P9" sind die Aussichten im Titelkampf 2022 für uns besonders vielversprechend", so Bender am Lausitzring.

Nach umfangreichen technischen Verbesserungen nach dem Saisonauftaktwochenende am Red Bull Ring konnte Bender die vom Team Sportwagenschmiede eingesetzte GT3-Callaway-Corvette am Lausitzring nun im Spitzenfeld positionieren.

Jürgen Bender (vorne)

"Der Lamborghini Huracán GT3 EVO des Siegers vom Lausitzring ist leichter als unsere Corvette", so Bender. Trotzdem gelang es dem MCH-Mann, sich am Lausitzring gleich vier Mal auf das Siegerpodium zu kämpfen. In beiden P9-Challengeläufen wurde der Neckarsulmer hinter Couch McKansy (Lamborghini) Gesamtdritter.  Dahinter jeweils einmal der amtierende P9-Champion Jack Crow und beim 2. Rennen dann der amtierende P9-Endurance-Champion Hermann Speck (b. Porsche).

Beim wichtigen Punktgewinn für den Titelkampf ging es erneut zur Ehrung aufs Treppchen. Jürgen Bender errang in der großen Hubraumklasse zwei 2. Plätze.

"Jetzt müssen wir vor Hockenheim noch einige Kilogramm Gewicht an der Corvette abspecken", so Sportwagenschmiede-Chef MCH-Mitglied Marco Bayer nachdenklich. HTS

Foto privat: Jürgen Bender bei seinem P9-Debüt 2014 auf dem Weg zum Sieg.

 

2. Lauf BMW Slalom Cup in Maisach

Klassensieg für Marcel Pimpl, Wertungssieg für Hannah Baier

24.06.2022

Am Samstag, 18.06.2022 fand der zweite Lauf zum BMW Slalom Cup Deutschland bei BMW M Driving Experience in Maisach vor den Toren Münchens statt. Bei hochsommerlichen 38° C fanden sich die sieben MCH’ler Andreas und Hannah Baier, Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki, Lutz Lambrecht, Michael & Jasmin Kumor mit ihren BMW’s am selektiven Slalomparcour ein.

In der Klasse 4d, verbesserte BMW (geltet sogar schon mit Semi-Slicks), gingen alle MCH’ler außer Andreas und Hannah Baier in dieser Klasse an den Start. Das Baier-Team ging in der Klasse 4f an den Start. 

Es wurden fünf Wertungsläufe gefahren, von denen die besten zwei gewertet wurden. In den BMW’s herrschten Temperaturen von über 50°C, das die Sache für alle Teilnehmer nicht einfacher machte.

Auf dem Bild von links nach rechts: Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki, Jasmin Kumor, Andreas und Hannah Baier
Auf dem Bild von links nach rechts:
Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki, Jasmin Kumor, Andreas und Hannah Baier

Marcel Pimpl setzte sich mit fünf soliden Wertungsläufen mit dem Hornet BMW mit 2,4 Sekunden Vorsprung durch. Lutz Lambrecht fuhr einen super 3. Platz vor Michael Kumor ein, der den 4. Platz belegte. Lutz war mit vier identischen Zeiten mit seiner Leistung sehr zufrieden. Michael Kumor haderte mit Jasmins G3 Compact noch ein wenig, war am Ende mit seiner Platzierung dennoch zufrieden, da er sich in jedem Lauf steigern konnte.

Nico Chelminiacki startete wieder mit der Hornet, Gruppe F Compact. Leider kam er aber nicht so zurecht. Fehlende Fahrpraxis auf der Hornet machte sich bemerkbar. Klassenzeiten für die Top 3 Platzierung wären drin gewesen, doch leider hatte er in vier Wertungsläufen jeweils mehrere Pylonen „abgeschossen“. Ein fehlerfreier fünfter Lauf entschädigte dann doch ein wenig, sodass ein 6. Platz noch erreicht wurde.

Mit Jasmin Kumor startete eine weitere MCH-Pilotin. Mit jedem Lauf stieg das Selbstvertrauen und mit schnelleren persönlichen Zeiten sicherte sie sich Platz 8 in der Klassenwertung und noch den 1. Platz in der Damen-Rookie-Wertung.

In der mit 16 Startern stärksten besetzten M-Klasse 4f gingen Andreas und Hannah Baier an den Start. Andreas lieferte mit gleichmäßigen schnellen Zeiten einen soliden 4. Platz in der Klasse ab, musste sich dennoch den neuen M-Modellen mit Allrad und Mega-Leistung um den Klassensieg beugen.

Hannah startete mit ihrem ersten Wertungslauf sofort auf Angriff, denn es geht ja auch um die Damen-Gesamtwertung. Mit dem zweiten Wertungslauf steigerte sie sich nochmals über 3 Sekunden und dann begann der zehntel- und hundertstel-Krimi mit ihrer Konkurrentin, die auf einem M2 antrat. Ihre Konkurrentin zeigte Nerven und hatte leichte Fehler in den Wertungsläufen zu verzeichnen. Hannah zog unbeeindruckt ihre Läufe durch. Mit zehntel Sekunden Steigerungen konnte sie somit den hart erkämpften Sieg in der Damenwertung und Platz 8 (im Mittelfeld) für sich verbuchen.

Anschließend gingen bei der GLP-Wertung über drei Läufe nochmals alle MCH’ler an den Start. Von den drei Läufen werden die zwei am nächsten zusammenliegenden Zeiten gewertet. Da man diese Wertung als zusätzliches Training ansah, fuhr jeder natürlich nochmal auf Bestzeit. In der Endwertung konnten die ersten drei Plätze mit Andreas Baier, Lutz Lambrecht und Marcel Pimpl in dieser Reihenfolge besetzt werden. Mit etwas größeren Zeitunterschieden kamen die weiteren MCH’ler ins Ziel. Mit Marcel Pimpl (Klasse 4d) und Hannah Baier (Damenwertung) verließ unsere Slalomtruppe jeweils als Zwischenwertungsführende das tolle Veranstaltungsgelände in Maisach.

Am Sonntag den 26.06.2022 geht es für die Slalomtruppe beim Clubslalom des MSC Weinsberg, Wertung für den Württembergischen Slalompokal, schon wieder weiter.

(Andreas und Hannah Baier)

 

Triple für MCH Slalom Jugend

Erfolgreiche Jugend des MCH in Bopfingen

17.06.2022

Am 12.06.2022 fand auf der Breitschwangbahn in Bopfingen/Ostalb der 4. Lauf zum Württembergischen ADAC Slalompokal Region 2 statt.

Bei herrlichen Sonderbedingungen fanden sich 6 MCH Slalomsportler am Fuße des Berges JPF ein.

In der Wertungsgruppe SE16 starteten 3 MCH’ler mit Nico Chelminiacki, Hannah Jule Baier und Lutz Lambrecht, allesamt auf ihren BMW’s. Noch mit verhaltenem Training (4 Pylonen) startete Hannah in ihren ersten Wertungslauf. Mit hauchdünnem Vorsprung von 19/100 Sekunden setzte sie sich in Führung vor ihren Clubkollegen Lutz und Nico C. Mit dem zweiten Wertungslauf konnte Hannah sich nochmals um 9/10 Sekunden verbessern.

Lutz konnte zu seinem ersten Wertungslauf sich um 4/10 Sekunden verbessern.

Nico C. festigt seine dritte Position auch im zweiten Lauf mit identischen Zeiten.

Somit konnten die weiteren Klassenkonkurrenten nichts gegen unsere Youngsters entgegensetzen und damit war der erste 3-fach Sieg in MCH-Hand.

Hannah verbesserte sich auch in der Gruppenwertung SE16 und SE17 (16 Starter) um über 3 Sekunden.

In der Gruppenwertung belegte Lutz den 3. Platz und Nico C. den 4. Platz.

Ein makelloses Ergebnis unserer MCH Youngsters.

Lutz Lambrecht_Hannah Jule Baier_Nico Chelminiacki

In der wieder stark besetzten G3 startete Nico Gutzeit auf seinem BMW 318ti ein weiterer top Youngster. Mit der zweitbesten Zeit im Training war Nico wieder vorne voll dabei. Leider hatte er auf eine zu weiche Reifenmischung gesetzt die dann den hochsommerlichen Temperaturen seinen Tribut zollten. In den Wertungsläufen konnte er leider seine Zeiten nicht mehr verbessern und belegte im Endergebnis nach kämpferischer Leistung einem stark beachteten 4. Platz. Wie schon in den Veranstaltungen zuvor ist mit Nico Gutzeit in den Top 5 Platzierungen zu rechnen.

In der Gruppe F, Klasse 10 startete Marcel Pimpl auf dem Hornet 318ti.

Mit 11 Startern war auch diese Klasse wieder stark besetzt. Mit seinen Trainingszeiten war Marcel schließlich unzufrieden. Platz 7 war die Ausgangsbasis. Nach dem ersten Wertungslauf folgte die Verbesserung auf Platz 5. Wie schon Nico Gutzeit zuvor, hatte er mit abbauenden Reifen im zweiten Lauf zu kämpfen und somit war mit Platz 6 dieses Mal nicht mehr zu erreichen.

In der Gruppe F, Klasse 11 ging Andreas Baier im BMW M3 an den Start. Auch diese Klasse war mit den Toyota Yaris GR, BMW M3 und dem Audi A1 S1 wieder top besetzt.

Andreas konnte sich von Anfang an in allen Läufen mit Bestzeiten durchsetzen und somit einen ungefährdeten Klassensieg mit nach Hause nehmen.

Nico Gutzeit_Hannah Jule Baier_Andreas Baier_Nico Chelminiack

Die MCH Slalomtruppe fiebert nun dem nächsten Wertungslauf zum zweiten Lauf des BMW-Slalom Cup Deutschland in Maisach vor den Toren Münchens auf dem BMW Test- und Performance Center am 18.06.2022 entgegen.

Andreas Baier

Neuer Turbo-Ferrari als Gegner für Jürgen Bender

P9-Saisonauftakt 2022 am Red Bull Ring

2022-06-09

Ferrari, Lamborghini, AMG, Porsche - so ging es beim Saisonauftakt der P9-Challenge 2022 aus den ersten Reihen an den Start. Ein absolut repräsentatives GT-Feld auf welches sicher wohl auch bald andere internationale GT-Teams interessieren werden.

"Im Training taten sich für uns einige technische Probleme auf", so Benders Renningenieur MCH-Mann Marco Bayer. Nicht einfach in einem so starken internationalen GT-Feld wie der P9 zu bestehen. Dabei spiegelte die 5. Startreihe nicht das Potential des Teams aus dem Unterland wider.

Der Österreicher Ernst Kirchmayr rauschte von der Poole im Ferrari 488 GT3 mit Turbo-Power und gut 700 PS im ersten Rennen direkt auf's Stockerl. Dahinter die Deutschen "Couch McKansy" (Lamborghuni Huracán EVO) und "Jack Crow" (Porsche 991 GT3R). Lange vorne dabei auch Routinier Mario Hirsch (AMG GT3). Zwei Runden vor Schluss verlor der seine Position. Ein technischer Defekt. Marios Spitzenplatz war verloren.

Der P9-Champion von 2020, unser Unterländer Jürgen Bender (Callaway Corvette C7 GT3), fiel nach dem Start zum ersten Rennen leicht zurück. Dann ging es Runde für Runde wieder nach vorne. In Runde 18 war auf Rang 4 in der KL6 aber Schluss. Bei seinem kampfbetonten Weg durchs Starterfeld ließ MCH-Ass Jürgen Bender keinen Moment locker. "Vier Runden blieb ich 10. Als die Reifen schließlich warm waren, konnte ich beginnen mich vor zu arbeiten", so Bender. Zwei Runden vor Rennende schob sich der Unterländer auf Rang 5 vor dem Österreicher Christian Wimberger und hinter dessen Landsmann Bernhard Löffler gelegen. Die Corvette in der Zange der Lamborghinis. Am Ende zumindest Rang 4 in der KL6 der Serie für Bender. "Wir haben dabei zumindest weitere wertvolle Erkenntnisse gewonnen", so Bender. Einiges konnte er durch Optimierungsarbeiten an seiner Corvette für den 2. Rennlauf bereits umsetzen. 

Am Ende kam es beim P9-Auftakt zum erste Ferrari-Sieg in der Seriengeschichte. Das war zugleich der erste P9-Erfolg für den Österreicher Ernst Kirchmayr. Bedrängt wurde der Ferrari-Pilot von einem weiteren Italienischen GT-Fabrikat, einem Lamborghini Huracán GT3 EVO. Der Deutsche "Couch McKansy" hing Kirchmayr über die volle Distanz im Nacken. Den "Lambo" setzte HP Racing International für den Deutschen Fahrer ein. "Hier überholst Du nicht mal „eben so" meinte ein HP-Techniker in der Box. Recht hatte der Mann. Beide Piloten lieferten auf dem Red Bull Asphalt GT-Rennsport vom Feinsten ab.

Ernst Kirchmayr (A) auf Ferrari 488 GT3 holte sich die Pole (1.29,847), den Sieg und die SR (1.30,717). Damit nicht genug. Der Ferrari-Routinier holte sich auf dem heimische Red Bull Asphalt, hart bedrängt von Couch McKansy, einen klaren Start-Ziel-Sieg. In der KL5 ließ sich der amtierende Champion "Jack Crow" den Sieg nicht nehmen. Felix Neuhofer demonstrierte die Leistung des eigenen Teams auf Porsche 992 GT3C mit einem Erfolg in der KL4. P9-Routinier Manuel Süßenguth stieg den Gegnern in KL3 im 991 GT3C gekonnt "auf's Dach". Mit Erfolg, Manuel gewann. Und in der Klasse 2 für GT4-Modelle? Hier gelang es dem Neuseeländer Dalton Grant (Neuseeland) seinen neuen AMG GT4 zum Erfolg zu pilotieren. HTS

Jürgen Bender - Marco Bayer

Jürgen Bender in Rennen 2 auf dem Klassen-Stockerl

Nach dem Sieg von Ernst Kirchmayr zum Auftakt ließ der Österreicher sich die Butter auch im 2. Meisterschaftslauf nicht vom Brot kratzen. Von der Poole (1.29,678) gab er seinem springenden Hengst kräftig die Sporen und radierte erneut einen Star-Ziel-Erfolg in den steierischen Asphalt. Die schnellste Runde (1.30.344) holte sich der Österreicher dabei schon im 5. Umlauf. In der 2. Rennhälfte nahm das Ferrari-Ass bereits Tempo raus. Eine knappe Sekunde zurück kreuzte Lamborghini-Routinier "Couch McKansy" das schwarzweiße Zielband. Gute 12 sec zurück tobte der Kampf um Gesamtrang 3. Der amtierende P9-Champion "Jack Crow" im ZEBRA-991 GT3R musste sich des immer stärker aufkommenden Ex-Champions Jürgen Bender erwehren. Trotz etwas besseren Rundenzeiten musste sich der Corvette-Pilot am Ende leider mit Platz 3 in der KL6 begnügen. Ich hätte mich mit "Jack“ sehr gerne noch angelegt", zuckte Jürgen im Ziel verschmitzt lächelnd die Schultern. "Aber wir haben gelernt was vor dem Lausitzring zu tun ist, um dort dann ganz vorne mit mischen zu können", fügte sein Teamchef Marco hinzu. In den weiteren Klassen schlugen Felix Neuhofer (KL4), Ex-P9-Champion Wolfgang Triller (KL3) und der Neuseeländer Woolford Grant (KL2) zu. Klassenerfolge von Ferrari, Porsche (3) und AMG beflügelten die Teams. Aber mancher Gegner erkannte sehr deutlich, wie nahe er eigentlich mit seinem GT-Modell schon am Klassensieg dran war. Spannung liegt also in der Luft. Man darf auf die kommenden P9-Weekends am Lausitzring und in Hockenheim also mehr als gespannt sein. HTS

Foto HTS: Die MCH-Mitglieder Bender und Bayer kämpfen 2022 in der P9-Challenge an den Start

Slalom MCH-ler wieder erfolgreich unterwegs

01.06.2022

Am 29.05.2022 fand der Eschacher ADAC Straßenslalom statt, dies war der dritte Lauf zum Württembergischen Slalom Pokal 2022 in der Region zwei. Es wurde auf einem Teilstrich der Kreisstraße von Schechingen nach Hohenstadt gefahren. Der Slalom war sehr flüssig bis schnell gesteckt, mit unübersichtlichen Stellen hinter Biegungen und leichten Kuppen.

Die MCH Slalomtruppe war mit ihren BMW`s wieder stark vertreten, mit Nico Gutzeit in der Klasse G3, Marcel Pimpl Klasse F10, Andreas Baier in der Klasse F11 sowie in der Klasse SE Nico Chelminiacki, Tim Wörner und Hannah Baier.

Am Veranstaltungsort war bereits um 10:30 Uhr Nico Gutzeit in seiner Klasse G3 unterwegs. Die Klasse war mit 14 Startern wieder voll besetzt. Nach dem Training und 1.Wertungslauf war Nico Gutzeit in Top 3 Platzierungen unterwegs. Im 2.Wertungslauf fiel leider eine Pylone, somit war der zweite Klassenrang verspielt, doch die zweite gefahrene Wertungslauf-Zeit war so gut, dass dennoch der 5.Platz herausgefahren wurde. Nico Gutzeit überzeugt mit seinen hervorragenden Leistungen, dass er in den Top-Rängen in der G3 angekommen ist. 

Tim Wörner startete mit dem BMW von Nico Chelminiacki in der Klasse SE16. Nach Debatten, wer zuerst von den beiden fährt, hat sich Tim entschlossen, den ersten Start zu fahren. Dies zeigte er mit zwei super Wertungsläufen. Tim führte die Wertungsgruppe SE an. Dann veränderte sich schlagartig das Wetter zu Ungunsten von Nico Chelminiacki. Nico fuhr in einem 1.Wertungslauf, noch im Trockenen, eine Bestzeit, doch dann setzte sintflutartiger Regen mit Gewitter ein. An eine Wiederholung der Top-Zeit war nicht mehr zu denken. Durch den anhaltenden starken Regen kam noch eine geworfene Pylone dazu, die Nico auf Platz 5 zurückfallen ließ.

Andreas Baier, Hannah Baier, Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki, Tim Wörner (v.l.)
Andreas Baier, Hannah Baier, Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki, Tim Wörner (v.l.)

Hannah Baier startete dann in der nächsten Gruppe als unsere letzte MCH Starterin. Bei ihrer erst dritten Veranstaltung auf dem BMW M3 unter diesen sintflutartigen Verhältnissen war es ihr vor dem Training sichtlich unwohl. Bei einem Sicherheitstrainingslauf war die Aufgabe, einfach nur auf der Straße zu bleiben! Was aber dann folgte, versetzte sogar den Vater, Andreas Baier, in Staunen. Im 1. Wertungslauf setzte Hannah ein Ausrufezeichen mit einem genialen Lauf. Im 2. Wertungslauf setzte Hannah nochmals 5 Sekunden drauf und fuhr die Zeiten wie ihre Mitkonkurrenten im trockenen und katapultierte sich auf den 4. Gesamtplatz in der SE16. Dieser 2. Wertungslauf zeigte, dass Hannah mit dem M3 und den Streckenverhältnissen super zurechtkam, dies zeigt auch, dass sie Top-Kämpferisch unterwegs war.

Mit Marcel Pimpl in der F10, der gleichen Startgruppe wie Hannah, glänzte er immer noch im Sintflutartigen Regen mit zwei Top-Zeiten. Leider fielen in beiden Wertungsläufen insgesamt zwei Pylonen die ihn den 3.Platz in der Klasse kosteten und er es somit auf Platz 7 zurückfiel.

Die Leistungen des MCH-Nachwuchses sind allesamt Top und hinterlassen bei ihren Mitbewerbern Eindruck.

Andreas Baier startete in der Klasse F11. Diese war mit 9 Startern von 11 genannten und mit 3 Allrad-Fahrzeugen stark besetzt.

Der Regen hörte einfach nicht auf.

Im Training fuhr Andreas die Klassen-Bestzeit mit 9/10 Vorsprung auf den Toyota Yaris GR. Mit der Lauf-Bestzeit im Wertungslauf eins fiel leider auch eine Pylone, die trotz eines zweiten starken Wertungslaufes dann nur noch zum 2. Platz in der Klasse gereicht hat, was aber unter den oben genannten Wetterbedingungen gegen die starken Allradler nicht zu verachten war.

Die MCH Slalomtruppe freut sich schon auf die nächste Veranstaltung am 12.06.2022 auf der Breitwanbahn in Bopfingen/Ostalb, wo sie wieder alle frisch motiviert an den Start gehen werden.

(Tim Wörner)

 

MCH-Racer Patrick Assenheimer ohne Zielflagge beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring

Das letzte Quäntchen Glück hat gefehlt

31.05.2022

Dramatisch und spektakulär – die 50. Auflage des legendären 24-Stunden-Klassikers auf dem Nürburgring und der Nordschleife schrieb einmal mehr Geschichte. Von 135 gestarteten Fahrzeugen sahen lediglich 93 die Zielflagge, von den 33 PS-gewaltigen GT3-Boliden schieden 17 vorzeitig aus. Zudem kamen nach offiziellen Angaben satte 230 000 Zuschauer zum „Vierundzwanziger“ und dem mehrtägigen Rahmenprogramm.

Das gesamte Landgraf-Team , links mit Helm Patrick Assenheimer
Das gesamte Landgraf-Team, links mit Helm Patrick Assenheimer

Gefrustet und wie im letzten Jahr ohne die Zielflagge gesehen zu haben, musste MCH-Racer Patrick Assenheimer (Weinsberg) den Eifelmarathon verlassen. Die Strategie des Quartetts im Team Landgraf schien lange aufzugehen. Routinier Assenheimer und seine Youngsters Luca-Sandro Trefz, Dominik Baumann und Julien Apotheloz hielten sich strategisch aus allen brenzligen Situationen heraus. Das Einsatzfahrzeug, der Mercedes AMG GT3 war für das 24h-Rennen als „gelbe Mamba“ im MANN FILTER-Design unterwegs – optimal von der Landgraf-Mannschaft vorbereitet. Startfahrer Assenheimer schaffte in seinem Doppelstint den Sprung von Startplatz 27 auf Rang 17, der Grundstein für eine Top-Ten-Platzierung schien gelegt. Julien Apotheloz hatte daraufhin durch einen Stoßdämpferbruch einen zusätzlichen Stopp, der das Team auf Rang 36 zurückwarf. Daraufhin kämpfte sich das Quartett dann Platz für Platz nach vorn. Hier konnte vor allem Nordschleifenspezialist Patrick Assenheimer mit schnellen Rundenzeiten in der Nacht brillieren. Ab Sonntagmorgen dann „typische Eifelbedingungen“ mit leichtem bis starkem Regen in unterschiedlichen Bereichen der 25,378 Kilometer langen Strecke – Reifenpokern war angesagt.  Um 14:36 Uhr, nur anderthalb Stunden vor Rennende, verlor Luci Trefz auf Position vierzehn liegend den ca. 550 PS starken Mercedes auf rutschiger Piste und touchierte die Leitplanke – das vorzeitige Aus für das Landgraf Young Talents Team. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich MCH-Racer Patrick schon wieder bereitgemacht, um in der letzten Stunde noch einmal anzugreifen „Natürlich ist es enttäuschend, wenn man so kurz vor Rennende ausfällt. Wir hatten eine gute Strategie und Performance und haben uns nach dem Dämpfertausch zurückgekämpft, alles sah sehr erfolgversprechend aus. Schlussendlich hat uns das letzte Quäntchen Rennglück gefehlt“, so Patrick Assenheimer.

Der Mercedes AMG GT3 im MANN FILTER Mamba Design auf der Nordschleife
Der Mercedes AMG GT3 im MANN FILTER Mamba Design auf der Nordschleife
Fotos: AMG Customer-Racing

Den Gesamtsieg sicherte sich nach einem immens spektakulären Rennen inclusive Reifenpoker in den Schlussstunden der Audi R8 LMS EVO II vom Audi Sport Team Phoenix-Racing, der nach 159 Runden satte 4.035 Rennkilometer abgespult hatte. Die beiden GetSpeed Mercedes AMG GT3 vervollständigten das Gesamtpodium. Zuvor hatte es ein regelrechtes Favoritensterben nach Unfällen, Kollisionen und Fahrfehlern mit Leitplankeneinschlägen gegeben. Von 33 gestarteten GT3-Boliden sahen lediglich sechzehn die Zielflagge. Sowohl die hochfavorisierten neuen BMW’s der M4 GT3 Kategorie wie auch der Manthey-Porsche 911 GT3 R und der von der Pole-Position gestartete Octane-Ferrari schieden aus.

(Wilfried Ruoff)

 

DJMV-Auftakt beim MCC Frankenbach e.V.

Auf neues Terrain begaben sich vier MCH-Mitglieder am 7. und 8. Mai 2022

26.05.2022

Bei herrlichstem Wetter und wolkenlosem Himmel hat der MCC Frankenbach zum Auftakt-Wochenende des Deutschen-Jugendmotocross-Verbandes geladen. An zwei Tagen nahmen 254 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in elf unterschiedlichen Klassen die Motocross-Strecke des MCC unter ihre beiden Räder. Entsprechend lange waren die Veranstaltungstage für die Helfer. Am Samstag war um 7:00 Uhr Helferbesprechung und Postenaufteilung, die letzte Zielflagge wurde, bedingt durch eine einstündige Rennunterbrechung aufgrund eines schweren Unfalls, um 18:30 gewunken. Am Samstag durften wir eine halbe Stunde länger schlafen, allerdings wurden wir auch hier durch einige Unterbrechungen aufgehalten, sodass die letzte Zielflagge an diesem Tag erst um 19 Uhr geschwenkt wurde. Zum Glück wurden wir am Sonntag aber von schlimmeren Unfällen verschont, lediglich technische Defekte haben hier zu der Verspätung geführt. Aufgrund dessen wurden auch alle Sonntags-Rennen um jeweils ca. 5 Minuten verkürzt. 

Besonders beeindruckend im Zweirad-Bereich ist die MX-50-Klasse. Hier starten die kleinsten Teilnehmer mit gerade einmal fünf Jahren. Besonders beeindruckend ist das deshalb, kann man in diesem Alter eigentlich doch gerade erst richtig Fahrrad fahren.

Start Motocross Frankenbach 2022

Dass der Sport auf zwei Rädern nicht zu vergleichen mit dem Sport auf vier Rädern ist merkt man in vielerlei Hinsicht. Allein die Positionierung der Streckenposten würde im Automobilsport niemand zulassen, bist du doch keine drei Meter von umherfliegenden Wilden auf ihren Mopeds entfernt. Chancen, bei einem Unfall das Weite zu suchen, bestehen hier nicht. Ein Tipp des stellvertretenden Rennleiters lautete: „ Wenn einer auf dich zugeflogen kommt: Nicht nach hinten oder zur Seite springen sondern nur nach oben.“ Das dürfte in der Umsetzung allerdings schwierig werden, reden wir hier doch von einem Starterfeld von bis zu 30 Motorrädern. Aber genau diese Nähe macht die Arbeit als Streckenposten so besonders. Zweikämpfe, die im Motocross bekanntermaßen deutlich öfter und kontaktvoller sind als im Automobilsport, bekommst du hautnah mit.

Ich denke, ich spreche für alle Helfer die an diesem Wochenende für den MCH als Streckenposten im Einsatz waren, wenn ich sage, dass es ein schönes Wochenende mit vielen neuen Erfahrungen war. Sollte der MCC wieder einmal Hilfe brauchen werden wir wieder bereit sein.

(Florian Zenth)

 

 

Erster Lauf zum BMW-Slalom-Cup

Voll abgeräumt!

22.05.2022

Am Samstag den 21. Mai 2022 fand der erste Lauf zum BMW-Slalom-Cup statt. Dieser wurde am Stehrodrom in Alsfeld ausgetragen. Das Starterfeld war insgesamt mit 77 Teilnehmern wieder einmal sehr stark besetzt. Bei diesem Cup werden wie der Name ja auch schon aussagt, überwiegend Fahrzeuge aus dem BMW-Konzern mit ganz wenigen Ausnahmen zum Start zugelassen.

Da es sich ja sicherlich schon herumgesprochen hat, sind unsere Youngsters und aber auch die arrivierten Fahrer unseres Clubs ebenfalls überwiegend mit BMWs unterwegs.

Da ich auch im Urlaub immer an den Ergebnissen interessiert bin, kamen diese auch an die Ostsee. Was ich dann beim Lesen der Ergebnislisten gesehen habe, wow, unsere Mädel und Jungs haben voll abgeräumt. 

In der am stärksten besetzten Klasse 4 d waren alleine 11 Teilnehmer am Start. Hier ging dann im buchstäblichen Sinne die Post ab. In diesem Fall in der Gestalt unseres „Hornet BMW“. Marcel Pimpl hat nicht nur den Klassensieg herausfahren können, sondern sich auch den 2. Platz im Gesamtklassement gesichert. Doch damit nicht genug, auf dem 2. Platz in der Klasse und dem 3. Platz in der Gesamtwertung folgt gleich Lutz Lambrecht. Auf Rang 6 Michael Kumor und auf dem 8. Platz Nico Chelminiacki, der an diesem Tag das erste Mal am Steuer vom „Hornet“ BMW gedreht hat. Er hat es immerhin noch auf Platz 18 Gesamt geschafft. Jasmin Kumor konnte dann noch auf Rang 11 fahren.

In der Klasse 4 f ist dann noch Andreas und Hannah Baier unter der Bewerbung des MCH an den Start gefahren. Andreas konnte einen guten 3. Platz in der Klasse und Rang 9 im Gesamten erkämpfen. Hannah, die ihr Debüt im Rallye M 3 von Andreas auf dem Wolfszipfel hatte, ist mit einem 8. Platz ins Ziel gekommen. Man muss hier ebenfalls wie bei Nico beachten, dass diese Fahrzeuge mit denen sie am Start waren, wesentliche Unterschiede zu den bisherigen Autos die sie gewohnt waren aufweisen.

In der in diesem Cup ausgeschriebenen Rookieklasse konnte sich bei den Mädels Jasmin Kumor den 2. Platz sichern. Bei den Jungs waren die Podestränge allesamt in den Händen des MCHs.

Platz 1 Marcel Pimpl, auf 2 Lutz Lambrecht und auf Platz 3 Nico Chelminiacki.

In der Damen Gesamtwertung auf Platz 2 Hannah Baier und auf Platz 7 Jasmin Kumor.

Helm ab, vor diesen Leistungen.

Bernd Sandrisser

-Sportleiter-

 

Lokalmatadore Frank Sperrfechter und Andreas Baier beeindrucken

Actionreiche Zeitenhatz mit 107 Startern auf dem Wolfszipfel-Pylonen-Parcours beim Heilbronner MCH-Slalomwochenende

17.05.2022

Ein „abgeschossener Pylon“ im zweiten Rennlauf kurz vor der Ziellinie kostete Frank Sperrfechter vom Motorsportclub Heilbronn (MCH) den Gesamtsieg beim 116. MCH/ADAC DMSB Automobilslalom. Den sicherte sich in einer Zeit von 3:45,38 Minuten Stefan Böck (Bubesheim), der wie Sperrfechter ein Opel Kadett C Coupe lenkte, allerdings in der Hubraumklasse über 2000 cm³ der getunten Gruppe H.

Frank Sperrfechter im Opel Kadett C Coupe Klassiker hat den Gesamtsieg knapp verpasst
Frank Sperrfechter im Opel Kadett C Coupe Klassiker hat den Gesamtsieg knapp verpasst

Lokalmatador Sperrfechter war mit seinem Zwei-Liter 16V Kadett C Coupe Klassiker sowohl im Training wie auch im ersten Rennlauf Tagesschnellster mit horrend schnellen Zeiten gewesen. „Schmierende Reifen an der Vorderachse führten dann im zweiten Stint vor der Zielkurve zu einem Rutscher mit dem Pylonenfehler“, erklärt der Slalom-Crack.

Beeindruckend:
Trotzdem gelang Sperrfechter durch seine beeindruckenden Fahrzeiten im 260 PS starken Boliden der zweite Gesamtrang am Samstag sowie der Klassensieg in der stark besetzten Zwei-Liter-Klasse. Sein Mitstreiter und Schrauber Thomas Claus (Neckarwestheim) erreichte mit demselben Flitzer Rang fünf, MCH-Urgestein Dieter Oßwald im C Kadett GTE der legendären 1000er-Serie wurde Achter.

Beeindruckend auch der Klassensieg vom ehemaligen Nordschleifenroutinier und Rallyepiloten Andreas Baier. Im betagten, ehemaligen Rallye-BMW M3 der E36 Baureihe konnte der MCH’ler in der moderat verbesserten Gruppe F in der Klasse über 2000 cm³ den hochfavoritisierten Udo Roller (Waldenbuch) im modernen BMW M140i X-Drive mit 48 hundertstel Sekunden Vorsprung bezwingen. Andreas Kühn aus Mühlacker musste sich im PS-gewaltigen BMW M3 E48 dahinter mit Rang drei begnügen. „Ich war am Limit, und es hat immens Spaß gemacht“ resümiert ein über das ganze Gesicht grinsender Andy Baier im Ziel. Ein Ausrufezeichen setzte in der seriennahen Gruppe G der Weinsberger Fabio Sacchi, der ansonsten in der Rundstreckenchallenge der Nürburgring-Nordschleife agiert. Sacchi gewann im BMW 318ti durch eine Traumzeit im ersten Rennlauf die mit 20 (!) Startern besetzte Klasse G3 vor den DM- und DMSB-Slalom-Routiniers Manuel Elfner (Altenbach/BMW 318is), Gregor Götz (Konstanz/BMW 318is) und Peter Kalus (Schorndorf/BMW 318ti). Fabio Sacchis Bruder Yannick wurde mit demselben BMW sechster, Papa Peter siebter.

Andreas Baier im moderat verbesserten BMW M3 der E36 Baureihe wurde Klassensieger
Andreas Baier im moderat verbesserten BMW M3 der E36 Baureihe wurde Klassensieger

Respektable Vorstellung:
Die MCH-Youngsters Nico Chelminiacki und Nico Gutzeit erreichten trotz des Clubsport-Reifenhandicaps an ihren BMW Compact-Modellen hier die respektablen Plätze acht und zwölf. Mit Michael Kumor wurde ein weiterer MCH-Pilot Klassensieger. Kumor konnte im 170 PS starken BMW 325ti genau wie im letzten Jahr die seriennahe G2 für sich entscheiden.

Clubsporttrophy:
Am Sonntag traten 30 skurrile Flitzer der Gruppe Freestyle an. Deren Piloten kämpften in Caterham-, Westfield-, Lotus- und Opel Speedster Modellen um Punkte zur Clubsporttrophy. Den DMSB-Rennlauf gewann Stefan Schick (Waiblingen) im Caterham Super 7 vor Frank Krahl (Klingenmünster/Caterham offen) und Gerd Reusch (Erlangen/Westfield R1). Den Sonderlauf über drei mal zwei Rennrunden sicherte sich erneut Stefan Schick, zweiter wurde Gerd Reusch, auf Rang drei schob sich Olaf Timpe (Ansbach/Westfield R1).

Die weiteren Ergebnisse der regionalen Starter vom Samstag:
G5: 3. Karl-Heinz Höpfer, Bad Rappenau/BMW 316
G3: 9. Patrick Spahr, Neckarwestheim/BMW 318is; 17. Andreas Lung, Heilbronn/Peugeot 205 Rallye; 18. Jasmin Kumor, MCH/BMW 318ti
G2: 2. Helmut Pflieger, Obersulm/BMW 325ti
F10: 4. Marcel Pimpl, MCH/BMW 318ti
H12: 2. Sven Hoßfeld, Bad Rappenau/VW Polo 86c
H15: 3. Hannah-Jule Baier, MCH/BMW M3 E36

(Text und Fotos: Wilfried Ruoff)

 

Eine herausragende Leistung verdient einen besonderen Bericht

12.05.2022

Am Sonntag, den 24.April 2022 fand auf dem Verkehrsübungsplatz der Automobilslalom des ADAC Ortsclubs Winnenden statt. Die Wetterbedingungen waren während des gesamten Tages gleichbleibend regnerisch mit nasser Fahrbahn.

Nico Gutzeit

Um 9 Uhr 30 ging die mit 18 Startern am stärksten besetzte Klasse G 3 an den Start. Hier lieferte einer unserer Nachwuchsfahrer, Nico Gutzeit eine Bestleistung ab. Auf der extrem schwierig zu fahrenden Strecke hat er in beiden Rennläufen mit einer Gesamtfahrzeit von 02:02,83 ohne Pylonenfehler die gesamte etablierte Konkurrenz verblasen. Diese zeigte sich angesichts der Leistung unseres Youngsters ebenfalls beeindruckt.

Nur um einen Eindruck zu vermitteln, der zweitplatzierte benötigte 02:04,19, und wir sprechen hier von der Slalomelite Württembergs.

Doch damit nicht genug, später folgte der dritte Lauf zum ADAC Slalom Youngster Cup. Hier musste sich Nico Gutzeit unter anderem mit seinen Teamkameraden vom MCH messen.

Insgesamt waren in der Klasse K21 19 Starter zugelassen. Auch hier dominierte Nico Gutzeit die Klasse. Auf Platz 2 Nico Chelminiacki und auf dem 4. Platz Kevin Baumann. Rang 7 Pascal Nikodem, auf P9 Rick Kübler und auf dem 15. Platz Maximilian Deis.

In der Klasse K22 konnte Lutz Lambrecht mit Platz 2 und Tim Wörner mit dem 4. Platz glänzen. Auf Rang 13 konnte Marie Exner fahren und Hannah Baier kam auf Platz 15 in der Wertung.

In der Klasse F10 konnte sich unser Team Hornet mit Marcel Pimpl den 3. Platz und Jonas Straub mit dem 5. Platz ebenfalls gut in Szene setzen.

Das ist ein absolutes Topergebnis und mir bleibt hier nur, Nico Gutzeit zu seinem Doppelsieg und allen anderen zu den hervorragenden Ergebnissen zu gratulieren.

Macht weiter so, ich bin stolz auf Euch.

Bernd Sandrisser

-Sportleiter-

 

Assenheimer und Trefz das beste Mercedesduo – Fübrich erneut Klassensieger

BMW-Dominanz im großen Starterfeld beim 3. NLS-Lauf in der Eifel – MCH-Racer mit starkem Auftritt

26.04.2022

Satte 160 Nennungen, schon enormer Kampf im Training und im Qualifying, dadurch nur noch 143 Autos im Rennen von denen dann nach vier Stunden gerade mal 118 die Zielflagge sahen. Beim dritten Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) warf das legendäre 24-Stundenrennen (28.-29. Mai) in der „grünen Hölle“ der Eifel seine Schatten voraus. „25 GT3 und drei SPX Boliden unter anderem mit zwei Ferrari 488 GT3, einem Aston Martin Vantage GT3 sowie dem amerikanischen Scuderia Glickenhaus-Retro-Sportwagen, besetzt mit namhaften, international erfahrenen und schnellen Piloten trotz des zeitgleich ausgefahrenen ADAC-GT Masters Auftaktes in Oschersleben sind eine Ansage“, so der Weinsberger Patrick Assenheimer. Der teilte sich dabei das Cockpit des AutoArenA Mercedes AMG GT3 mit dem Wüstenroter Luca-Sandro Trefz. Eingesetzt wurde der ca. 550 PS starke Bolide von LANDGRAF-Motorsport unter dem Titel Young Talents.

Nach einem recht chaotischen Qualifying mit vielen Code 60 und Gelbphasen mussten die beiden vom 19. Platz zur Vier-Stunden-Hatz losfahren. Nordschleifenroutinier Assenheimer gelang dabei ein genialer Start. Er kam mit dem AutoArenA-Mercedes als zwölfter aus der der ersten Runde über die 24,358 Kilometer lange Verbindung aus GP-Kurs, Kurzanbindung und Nordschleife zurück. Nach zwei Stunden übergab MCH-Racer Patrick Assenheimer das Auto auf der achten Position an Luci Trefz. Der 20jährige Youngster verteidigte mit einer fehlerfreien Performance Platz acht über die restlichen zwei Rennstunden. „Nach vorne ging allerdings nichts mehr. Auch im Rennen gab es viele Gelb-, Doppelgelb- und Code 60 Phasen durch Kollisionen und Ausrutscher“, erklärt Trefz. Mit dem achten Gesamtrang wurde das Ziel Top-Ten erreicht, dazu gesellte sich der Titel „bester Mercedes“. „Wir sind zufrieden mit unserer Leistung und der Platzierung in diesem Top-besetzten GT3 Starterfeld, die neuen BMW M4 GT3 waren heute allerdings in einer eigenen Welt unterwegs“, resümieren Patrick Assenheimer und Luci Trefz – vielleicht sieht man die beiden ja zusammen beim Eifelhöhepunkt im Mai, wenn zur 24-Stunden-Hatz 2022 in der grünen Hölle gerufen wird.

LANDGRAF AutoArenA Mercedes AMG GT3 von Patrick Assenheimer und Luca-Sandro Trefz vor einem Walkenhorst BMW M4 GT3 und dem HRT-Bilstein-Mercedes AMG GT3 (Foto : AMG Customer Racing)
Der LANDGRAF AutoArenA Mercedes AMG GT3 von Patrick Assenheimer und Luca-Sandro Trefz vor einem Walkenhorst BMW M4 GT3 und dem HRT-Bilstein-Mercedes AMG GT3
(Foto : AMG Customer Racing)

Seinen Auftaktklassensieg wiederholte Yannick Fübrich aus Brackenheim. In der BMW M2 CS Racing Cup Klasse gesellte sich zum Fahrerduo Yannick Fübrich/David Griessner (Österreich) der Brite Brett Lidsey. Im ca. 450 PS starken BMW M2 CS des Teams Adrenalin Motorsport mussten die drei über die komplette Renndistanz ans Limit. Nach vier Stunden hatte MCH-Pilot Fübrich gerade mal 41,169 Sekunden Vorsprung auf Dominik und Marcel Fugel. Die wiederum querten die Ziellinie mit nur 0,303 Sekunden vor Tobias Vazquez-Garcia und Michele Di Martino. „Die Leistungsdichte in der BMW M2 Racing Cup Klasse ist heuer enorm, das einzige Manko ist die Starterzahl mit sechs identischen Sechszylinder-BMW’s“, erklärt Yannick Fübrich.

Der Zieleinlauf – brillanter Dreifachsieg der neuen BMW M4 GT3-Boliden - um die Gesamtwertung war nichts für schwache Nerven. Der brasilianische Routinier Augusto Farfus von ROWE-Racing kam mit 0,582 Sekunden Vorsprung auf den jungen deutschen Max Hesse vom BMW-Junior-Team nach mehreren Duellen im Hochgeschwindigkeitsbereich über die Ziellinie. Der Walkenhorst-BMW vervollständigte als dritter das Gesamtpodium mit bereits 1:12,783 Minuten Rückstand.

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender beim Preis der Stadt Stuttgart auf dem Podium

Jürgen Bender auf Platz 3 in der Klasse

25.04.2022

Beim 38. Preis der Stadt Stuttgart auf dem Hockenheimring fuhr Jürgen Bender in beiden STT-Meisterschaftsläufen aufs Klassen-Podium. 2016 holte Jürgen bekanntlich bereits den STT-Meistertitel. Das ist 2022 schwer möglich. "Ich war vor 3 Wochen in Oschersleben nicht am Start", so der Neckarsulmer. Aber die P9-Challenge die der MCH-Pilot, und das als Sieger aller Meisterschaftsläufe 2020 gewann, die hat er 2022 erneut im Visier.

"Da ich beim STT-Saisonauftakt in Oschersleben nicht am Start sein konnte, galt es in Hockenheim für das Team und für mich heraus zu finden, wie ich mich jetzt in der GT3-Callaway Corvette im Kampf um den Klassensieg platzieren könnte", so Jürgen Bender nachdenklich.

Im Auftaktrennen lautete der Zieleinlauf in der Klasse Alzen (Audi), Klüber (AMG), Bender (Callaway-Corvette), Scheibner (Aston Martin) und Lauer (Ferrari). Im Kampf gegen Profi Uwe Alzen (Audi R8) und Timo Scheibner (Aston Martin V12) landete Bender auch im 2. Rennen auf Platz 3 in der Klasse. Enge Kämpfe begeisterten die Zuschauer besonders in der Sachskurve. "Mensch Klaus, hast Du gesehen wie eng das zwischen Bender und dem Holländer war"? Dazu die packenden Anmerkungen von Streckensprecher Lambert.

Siegerehrung "Preis der Stadt Stuttgart"

Besonders bemerkenswert - bereits im ersten Training kämpften in der STT-Challenge auf den ersten acht Positionen 8 verschiedene Fabrikate in drei Klassen um Meisterschaftspunkte. Dichtes Gedränge der GT-Rennwagen und der Tourenwagen im Feld auf dem Hockenheimring.

In Hockenheim fand Benders Team Sportwagenschmiede übrigens heraus, dass bei den am Samstag wechselnden Temperaturen vorteilhaft mit einer harten Reifenmischung zu fahren war. Weiche Mischungen brachten in den Rennen keinen Vorteil. Die Corvette war aber "perfekt ausbalanciert", so Bender. "Jedoch müssen wir noch Gewicht abspecken und so die Traktion verbessern", so Renningenieur Bayer. Danach heißt es erneut in Hockenheim testen. Reichlich Arbeit bis zum Auftakt der P9-Challenge auf dem Red Bull Ring in Österreich. "Die P9-Challenge will Bender 2022 ja schließlich erneut gewinnen", so die Anmerkung von P9-Manager Bernhard Fischer in Hockenheim.

(HTS)

 

Boxenstopp-Problem verhindert Top-Ten-Ergebnis bei Patrick Assenheimer – Klassensieg für Yannick Fübrich

Neuer Rundenrekord beim NLS-Auftakt – Herzschlagfinale – viele Zuschauer – von gestarteten 125 Autos sehen nur 105 die Zielflagge – das sind die Schlagworte vom ersten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie 2022  

29.03.2022

Mit dem 12. Gesamtrang startete das Mercedes AMG LANDGRAF Young Talents Duo Luca-Sandro Trefz und MCH-Racer Patrik Assenheimer in die Nürburgring Langstrecken-Serie 2022. Der Wüstenroter Youngster „Luci“ Trefz fuhr den Startturn vom 16.Qualifyingrang aus. Der 20jährige konnte das schnelle Tempo der GT3-Top-Teams mitgehen und hielt den ca. 550 PS starken Mercedes AMG GT3 dabei gekonnt aus den risikoträchtigen Anfangssituationen heraus. Beim Boxenstopp mit Fahrerwechsel auf Patrick Assenheimer verlor das Team ca. zwei Minuten, da ein technisches Problem beim Räderwechsel auftrat. Nordschleifenroutinier Assenheimer machte dann mit einer Aufholjagd und starker Performance in seinem Stint wieder Boden gut. Von Platz 21 kämpfte sich der Weinsberger im AutoArenA-Mercedes auf Platz 12 vor. „Mehr war heute nicht drin, die Top 20 liegen extrem eng beieinander. Schon im Qualifying waren 19 GT3’s unter der magischen Acht-Minuten-Rundenzeit“, erklärt Assenheimer. „Wichtig war beim Saisonstart vor allem die Erkenntnis, dass wir mit unserem Potential in den Top-Ten mitmischen können“.

Der LANDGRAF—Mercedes AMG GT3 von Assenheimer/Trefz vor dem HRT Mercedes und einem neuen BMW M4 GT3; Foto: ELFImages
Der LANDGRAF-Mercedes AMG GT3 von Assenheimer/Trefz vor dem HRT Mercedes und einem neuen BMW M4 GT3
Foto: ELFImages

Für den Brackenheimer Yannick Fübrich lief der Eifel-Auftakt perfekt. Im ca. 450 PS starken BMW M2 CS gelang Fübrich mit seinem Partner David Griessner ein klassischer Start-Ziel-Sieg in der BMW M2 CS-Klasse. In der Anfangsphase musste sich der zweite MCH-Racer noch heftig den Brüdern Dominik und Marcel Fugel aus Chemnitz zur Wehr setzen. Im Ziel nach der Vier-Stunden-Hatz hatten Fübrich und Griessner vom Adrenalin Motorsportteam dann satte 3.25.556 Minuten Vorsprung auf Solofahrer Tobias Vazquez-Garcia, die Fugel-Brüder wurden dritte. Der tolle 36. Gesamtplatz war das Tüpfelchen auf dem i, der einzige Wehrmutstropfen die Starterzahl – sechs identische BMW M2 CS in der Klasse bedeuten keine optimale Ausbeute an Meisterschaftspunkten für das Duo Fübrich/Griessner.

Den Vier-Stunden-NLS-Saisonauftakt gewann nach einem Herzschlagfinale der aufgrund seines gelb-grünen Designs bekannte „Grello“-Porsche 911 GT3 R des Manthey Racing Teams mit gerade mal 1,231 (!) Sekunden Vorsprung vor dem Land-Audi R8 LMS GT3 EVO2. Das Duell von Routinier Frederic Makowiecki im Porsche gegen den erst 19jährigen Youngster Jusuf Owega im Audi war dabei nach dem letzten Boxenstopp an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten, die beiden hatten sich in den letzten Runden mehrere sehr enge Positionskämpfe geliefert. Gestartet war der Manthey-Porsche dabei lediglich von Startplatz 15 aus. Zuvor sorgte im Qualifying Axcil Jefferies im Konrad-Lamborghini Huracan GT3 mit einem neuen Streckenrekord von 7.50,370 Minuten auf der 24,358 Kilometer langen Eifel-Piste für Furore. Der Lambo landete nach den vier Rennstunden dann auf Gesamtrang zehn, nur wenige Sekunden vor dem LANDGRAF-Mercedes von Assenheimer und Trefz. Der zweite NLS-Lauf findet am 9. April erneut als Vier-Stunden-Rennen auf dem legendären Eifelkurs statt.

(Wilfried Ruoff)

 

Hattrick von Chris Vogler/Jaime Domenge auf der Rally Clásico Mallorca

Spannend bis zum Schluss

17.03.2022 

Den dritten Sieg in Folge auf der dreitägigen Rally Clasico Mallorca am zweiten März-Wochenende fiel dem 60jähren Heilbronner Chris Vogler zusammen mit seinem mallorquinischen Co-Piloten Jaime Domenge (50) nicht in den Schoß: erst auf der letzten von 15 Prüfungen fiel die Entscheidung. Der Münchener Florian Scholze, normalerweise in der GT3 World Challenge unterwegs, machte mit seinem Beifahrer Toni Alarcón (Mallorca) mächtig Druck. Beide Teams starteten auf identischen 510 PS starken Porsche 911 GT3 der neuesten Generation.

Chris Vogler (rechts) und Co-Pilot Jaime Domenge neben ihrem Porsche 911 GT3
Chris Vogler (rechts) und Co-Pilot Jaime Domenge neben ihrem Porsche 911 GT3 (Foto: Privat)

Vogler/Domenge bereiteten sich -wie immer- auf Ihrem Professional ERP GT3 akribisch auf die Nachtprüfungen des ersten Tages vor. Doch zunächst hatte die Rallye-Legende Antonio Pizá auf den ersten Prüfungen die Nase vorn, bevor das deutsch/mallorquinische Team die Führung übernahm und mit über einer Minute Vorsprung den ersten Tag beendete. Am zweiten Tag der Rallye entbrannte dann ein heftiger Zweikampf um die Bestzeiten zwischen den beiden Porsche-Teams. Teilweise lagen die beiden GT3 nur wenige Zehntelsekunden im Ziel auseinander. Bis zum Ende des Tages bauten Vogler/Domenge ihre Führung auf 1 Minute und 14 Sekunden aus.

Doch der am Samstag früh einsetzende heftige Regen mischte die Karten neu: während Scholze/Alarcón ihren Porsche 911 GT3 auf Regenreifen umrüsten konnten, mussten Vogler/Domenge ihren mintgrünen 911er auf wenig regentauglichen Semislicks belassen. „Wir hatten keine Regenreifen, deshalb fiel uns die Wahl nicht allzu schwer. Und aus Porsche-Sicht war die unterschiedliche Strategie ja auch nicht unsinnig: sie stellte sicher, dass ein Porsche gewinnt.“

Im wahrsten Sinne des Wortes schienen Chris Vogler am Finaltag alle Felle davon zu schwimmen: im strömenden Regen machte Florian Scholze mächtig Attacke und nahm Vogler bereits in der ersten Prüfung über 40 Sekunden ab. „Ich bin Zick-Zack um die Pfützen gefahren, um nicht abzufliegen. Das war echt kein Spaß. Jaime und ich haben schon darüber gesprochen, dass wir aufgeben und nach Hause fahren. Wir sind ja keine Selbstmörder!“  schildert der Heilbronner die Gemütslage im Team.

Doch der Regen ließ spürbar nach. Bei der nächsten Prüfung machten Scholze/Alarcón nur noch 14 Sekunden Boden gut. Und als der Regen aufhörte und kein Wasser mehr auf der Piste stand, schlugen Vogler/Domenge zurück und erzielten zwei absolute Bestzeiten und bauten ihren Vorsprung von 17 Sekunden wieder auf 31 Sekunden aus.

So musste die letzte Prüfung vor den Toren von Palma de Mallorca die Entscheidung bringen: wäre es regnerisch, so würde der schwarze GT3 von Florian Scholze die Nase vorn haben, wäre es trocken, ginge der Sieg klar an „Mintie“, so der Name von Voglers GT3. Der Rallye-Gott jedoch sorgte für ausgeglichene Bedingungen: der Regen hatte aufgehört, so dass die Strecke, die zum größten Teil durch den Wald führte, „nur“ feucht und nass war.

Chris Vogler verlor zwar 13 Sekunden auf Florian Scholze, aber der Sieg ging nach 2020 und 2021 zum dritten Mal in Folge an den Heilbronner.

„Wir sind total happy und stolz, dass wir den dritten Sieg geschafft haben. Der Flo (=Florian Scholze, Anm. der Redaktion) hat uns echt alles abverlangt! Der Zweikampf mit ihm hat riesigen Spaß gemacht! Er hat auch schon Revanche gefordert für das nächste Jahr“ erzählt Chris Vogler im Ziel sichtlich gelöst. Und Jaime Domenge ergänzt: „Der Schlüssel zum Sieg war, das Auto im Regen nicht zu verlieren und von der Piste abzukommen, wie so viele andere. Und als kein Wasser mehr auf der Strecke stand, hat Chris dann sofort das Messer zwischen die Zähne genommen und attackiert.“

Von 105 gestarteten Fahrzeugen der verschiedenen Klassen kamen 62 Fahrzeuge ins Ziel.

(Bericht: Gaston Westphal, mittleres Foto: Toni Juan Jaume Sbert, unteres Foto: Adrien Gillet)

Video auf dem MCH-YouTube-Kanal:  https://youtu.be/grj2CaTZvNk

 

Patrick Assenheimer sieht Zielflagge in Daytona als bester Mercedespilot

60. Auflage der 24 Stunden von Daytona an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten

01.02.2022

Den Gesamtsieg auf dem International Speedway Daytona gelang dem US-Rennstall Meyer Shank Racing in einem Acura-Prototyp der DPi-Klasse. Das Fahrerquartett Oliver Jarvis, Tom Blomqvist, Simon Pagenaud und Indy-Car-Legende Helio Castroneves spulten dazu 761 Runden ab – die weiteren drei DPi-Prototypen von Acura (zweiter) und Cadillac (dritter und vierter) kreuzten innerhalb von nur 5,615 Sekunden (!) nach 24 Rennstunden die Ziellinie.

WeatherTech Mercedes AMG GT3 mit Patrick Assenheimer, Austin Cindric und Dirk Müller (von links nach rechts) Foto: Assenheimer Racing
WeatherTech Mercedes AMG GT3 mit Patrick Assenheimer, Austin Cindric und Dirk Müller (v. l.)
Foto: Assenheimer Racing

MCH-Racer Patrick Assenheimer beeindruckte als fünfter in der GTD-Pro Klasse sowie als 23. der Gesamtwertung und als bester Mercedespilot beim Daytona-Klassiker. Der Weinsberger steuerte einen Mercedes AMG GT3 in den WeatherTech Farben zusammen mit Dirk Müller (Burbach) und Austin Cindric, einem 23jährigen amerikanischen NASCAR-Piloten. Der knapp 550 PS starke Achtzylinder-AMG-Mercedes wurde von Proton-Racing eingesetzt. Vom Start weg wurde gekämpft wie bei einem Sprintrennen. Insgesamt 17 „Full-Course-Gelbphasen“ mussten aufgrund von Unfällen und Kollisionen aufgerufen werden. Vor allem die Start-, und die Endphase des 24-Stunden-Klassikers war extrem spannend und spektakulär. „Unsere Fahrzeugabstimmung hat gepasst, das Team hat einen perfekten Job gemacht, unser Fahrertrio hat harmoniert, wir hatten keine Unfälle, lediglich an Leistung hat es unserem Mercedes etwas gefehlt, um auf das Podest in der Klasse zu gelangen,“ erklärt Patrick Assenheimer. Dort standen nach 24 Stunden der Pfaff-Porsche 911 GT3 R vor einem Ferrari 488 GT3 und einem weiteren 911er – die drei kreuzten in weniger als fünf Sekunden die Ziellinie, nachdem sich die beiden führenden Porsche in der letzten Runde mehrmals berührt hatten und der schlussendlich drittplatzierte neben die Piste rodelte und dadurch den zweiten Rang an den Ferrari abgeben musste. „Wir hatten eine fehlerfreie Performance, die Zielankunft gegen die 26 Prototypen und unsere 35 GT3’s ist ein Riesenergebnis“, so Langstreckenspezialist Assenheimer. 709 Runden auf dem 5720 Meter langen Kurs absolvierte das Mercedestrio und stand dann als bester Mercedes in der Ergebnisliste.

Der Auftritt der beiden neuen Mittelmotor Corvette C8 GTD-Boliden sowie der drei neuen BMW M4 GT3-Renner verlief nicht nach Wunsch derer Teams. Technische Probleme bremsten die Autos in Assenheimers GTD-Pro-Klasse ein. „Ich bin beeindruckt und begeistert. Die Daytona-Strecke aus Oval und Infield sowie die Kombination aus den horrend schnellen Prototypen und unserer GT3’s war genial. Die 24-Stunden von Daytona sind ein Highlight in meiner Motorsportkarriere“, so das Florida-Resümee von Patrick Assenheimer.

(Wilfried Ruoff)

Fotos-Impressionen-Eindrücke zu den 24 Stunden von Daytona mit Patrick Assenheimer (Fotos: Mercedes-AMG Customer Racing)