Nico Gutzeit mit zwei Podestplätzen beim Rennslalomauftakt
Flugplatzrennslalom Eggenfelden – ein Kultklassiker hoch drei – Auftaktwochenende zur Deutschen Rennslalommeisterschaft, 4400 Meter pro Lauf, horrend schnell und fahrerisch höchst anspruchsvoll, qualitativ und quantitativ starkes Starterfeld mit 137 (Samstag) und 135 (Sonntag) Akteuren von Hamburg bis zum Bodensee, große Abendveranstaltung mit gemeinsamer Siegerehrung am Samstag, genaue und intensive technische Abnahme sowie diverse Nachkontrollen nach Klassenende mit einigen geahndeten Verstößen, heftige Klassenkämpfe teils im Hundertstelsekundenbereich.
„Die knapp 400 Kilometer Anreise sind dadurch zu verschmerzen, die Veranstaltung ist ein absolutes Highlight“, erklären unisono Papa Harald und MCH-Racer Nico Gutzeit. Nico war wie schon 2025 und 2024 der einzige MCH-Akteur in Eggenfelden - aus regionaler Sicht waren noch Patrick Spahr aus Neckarwestheim im BMW compact in der G5 (Platz 7 und Platz 5 bei 12 Startern) aktiv, sowie Hans Köhnle aus Neudenau im Fiat 124 Spider in der Klasse G3 (Platz4 und Platz 2 bei 18 Startern).
Foto: KL Rallyefotos
Samstags bereits nach dem ersten Stint ein enttäuschter Nico – Michael Thurner vom ADAC Südbayern mit seinem Mazda MX5 deutlich schneller, dahinter der Nordracer Marco Hackenberg von der RG Oberberg im BMW 320. Thurner auch in Stint zwei mit Laufbestzeit, schlussendlich Platz drei für Nico mit satten 6,67 Sekunden Rückstand auf den Mazda. Nach dem Parc ferme änderten die Gutzeits das Setup indem die Spur-, und Sturzwerte verändert wurden. Auch sonntags die drei Podestplatzinhaber erneut in einer eigenen Liga in der Zweiliterklasse der Gruppe F. Deutlich schnellere Zeiten von Nico mit seinem BMW 318ti, doch Thurner und Hackenberg konterten. Letzterer allerdings mit je einem Pin pro Lauf, somit Rang drei. Da er die erneuten Rennlaufbestzeiten von Thurner nicht erreichen konnte, fuhr Nico in Stint zwei taktisch und nicht mehr „letzte Rille“, das Resultat war der sichere zweite Klassenplatz und eine Endzeit, die 3,8 Sekunden schneller war als die vom Samstag. Die 4.33.00 Minuten über die 8800 Meter Rennslalomparcours waren dann auch Garant für den dritten Gruppenrang F, sowie den sensationellen achten Gesamtrang. In Nico‘s Klasse F10 waren elf Starter, hinter den drei auf dem „Stockerl“ ein deutliches Loch von 5,5 Sekunden zu Platz vier. „Wir hoffen auf die neue Getriebeeinheit in Kombination mit der Schaltbox, die Konkurrenz hat allen Anschein nach über den Winter aufgerüstet“, so Papa Harald Gutzeits Resümee.
Wilfried Ruoff

