Jürgen Bender - Verfolger der Spitze
GT-Supercar Challenge Hockenheim
Hochbetrieb in Hockenheim. Nach langer Pause ging Jürgen Bender mit Team Sportwagenschmiede auf der grün-schwarzen C7 Callaway-Corvette endlich wieder mal an den Start. Technische Probleme rund um das Thema Ersatzteile für den US-6 Liter Motor von Chevrolet ließen sich jetzt durch einen bereitgestallten Ersatzmotor des Tunes in Europa kurzfristig lösen. Zwei Rennläufe standen auf dem Programm. Eine gewisse Erlösung für alle Teammitglieder dann, als der 600 PS V8 Bolide in der Box 22 des Motodroms aufheulte. Position sieben im Training für Rennen 1 am Samstag. "Man merkt deutlich, dass mangels Routine durch geringe Zahl der wenigen Renneinsätze in der Saison 2026 die Abläufe auf Anhieb nicht optimal genutzt werden konnten. So bleibt eben auch in einer perfekten Runde doch hier und da eine zehntel Sekunde ungenutzt liegen", so Bender. Sehr zufrieden sein konnte der Neckarsulmer GT-Routinier mit den Ergebnissen der GT-Supercar-Challenge nach seiner langen Pause in Hockenheim aber auf alle Fälle. Im Rennen mit Pflichtstopp gelang 'Ben', wie ihn die Freunde seit Jugendzeit nennen, auf trockener Bahn im ersten Lauf der vorgeschriebene Pflichtstopp auf den Punkt genau. "Da Jürgen den Stopp früh im vorgegeben Toleranzfenster abwickelte, war er zum Endspurt schnell wieder auf dem Asphalt" so Sportwagenschmiede-Boss Bayer. In der überraschend nachfolgenden 'Yellow-Phase' gewannen einige Gegner von Bender, die in der Yellow-Phase später zum Pflichtstopp an die Box fuhren, leider deutlich an Zeit. Pech für Bender.
Man muss das vergleichen mit dem Übel das Lando Noris beim Formel-1-WM-Lauf in Madrid zeitgleich ereilte. Der Fall kostete Noris in Spanien den Sieg.
Dem heimischen MCH-Mitglied kostete der Vorfall in Hockenheim im Gesamtergebnis am Ende 3-4 Positionen. Er ging als 7. durchs Ziel. "Das Treppchen wäre für mich hinter Birdsall und van Hautum aber am Ende wohl nicht drin gewesen", so der Corvette-GT-Pilot sichtlich enttäuscht.
Vor dem zweiten Rennlauf des Wochenendes am Sonntag nahm Team Sportwagenschmiede einen Fahrwerkumbau an der C7 Corvette vor. Es war mit Regen zu rechnen. Für den Fall wollte Jürgen natürlich gut gerüstet sein. Beim Start aus der 3 Startreihe fiel er auf den verwendeten, gebrauchten Hankook Regenreifen in der Gischt der vor ihm startenden Boliden zwei Positionen zurück. Aber der Unterländer gewann die Plätze schnell zurück. Eine Strafe für eine nicht von ihm herauf beschworene, leichte Kollision belastete das heimische GT-Ass danach deutlich. "Ich habe den Jürgen bei dem Vorfall klar nicht als Auslöser gesehen", so ein Unterländer Racefan der das Ganze an der Strecke direkt beobachtet hatte. So rollte Bender am Ende trotz schlechter Sicht durch die aufgewirbelte Nässe seines Vordermannes als 5. von 22 Startern über den Zielstrich des Hockenheimer Motodroms. "Ohne die unverständliche Zeitstrafe wäre der Platz auf dem Treppchen hinter Harry Barton und Thomas Ambiel für Jürgen Bender aber klar in Reichweite gewesen", so Roland, sein Fahrwerkfachman vor Ort.
Hockenheim ist gelaufen. Jetzt ist der Blick der heimischen Crew nach vorne gerichtet. Die Crew schaut zwei möglichen Einsätzen im Niederländischen Assen und am Nürburgring gespannt entgegen. Also bitte die Daumen für die MCH-Crew Bender/Sportwagenschmiede gedrückt lassen. HTS
Foto Team Sportwagenschmiede frei für die Stimme - Boxenstopp von Bender in Hockenheim

