Wechselbad der Gefühle beim Bergrennslalom
BMW-Slalomcrack Nico Gutzeit mit Schrecksekunde, Notausgang, Bestzeit und einem erneuten Podestplatz bei den DRSM-Läufen drei und vier
Der langjährige Deutsche Slalom-, und Deutsche Rennslalommeisterschaftsausrichter MSV Osann-Monzel wechselte in diesem Jahr sein Veranstaltungsgelände. Vom etablierten Flugplatz Bitburg weg und hin zur ehemaligen, legendären Trierer Bergrennstrecke auf der K 28 von Fell nach Thomm. „Ein Bergrennslalom mit 3000 Meter Streckenlänge, eigentlich ein reinrassiges Bergrennen mit Alibipylonen, sehr anspruchsvoll mit einer Abfolge von horrend schnellen Passagen und engen Kehren“, erklärt Nico Gutzeit, der der einzige MCH-Akteur unter den 112 Starter war.
Samstags beste äußere Bedingungen, nach dem ersten Stint hatte Nico 1,28 Sekunden Rückstand auf Dauerrivale Michael Thurner vom ADAC Südbayern im Mazda MX5. Attacke war im zweiten Lauf deshalb angesagt, doch irgendwie verwechselte Nico die Spitzkehre am oberen Zuschauerpunkt mit einer anderen Rechtskurve und fuhr diese viel zu schnell an. Die Strecke ging aus, den drohenden Leitplankeneinschlag konnte unser MCH-Racer durch eine Notausgangfahrt, sprich in die Botanik, verhindern. Rückwärtsgang, wieder auf die Strecke, ohne Pylonenfehler ging’s ins Ziel, aber Zeitentechnisch der Absturz ans Klassenende. Glück im Unglück, am BMW war lediglich die Front etwas lädiert, was das Vater-Sohn Duo Harald und Nico für den Sonntag provisorisch richten konnten.
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Da ging bei der Vorstartaufstellung ein kurzes Gewitter nieder, so dass Regenreifen im Training angesagt waren. Nico mit Bestzeit, genau wie im ersten Rennlauf mit Slicks auf der abtrocknenden Piste vor Michael Thurner und Marco Hackenberg im BMW 320i von der RG Oberberg. Seinen zweiten Rennlauf musste Nico abbrechen, da er auf Perry Ihl (Mengen) im Wankelmotor-Mazda RX8 auflief, der über Leistungsverlust klagte. Auf der nun komplett trockenen Strecke konnte Mazdapilot Thurner eine neue Bestzeit setzten, hatte schlussendlich 63 Hundertstelsekunden Vorsprung auf Nico. Der hatte in Sachen Endzeit BMW 320i Pilot Hackenberg um satte 3,86 Sekunden distanziert. „Allerletzte Rille wollte ich mit dem Ausritt vom Samstag im Hinterkopf nicht gehen, nach einem weiteren zweiten Podestplatz lebt allerdings mein Traum von einem DRSM-Sieg weiter“, so das Resümee von Nico Gutzeit.
Das Schozacher Sportsgaragenteam Harald und Nico lassen die nächsten beiden DRSM-Läufe schon in einer Woche in Berlin Groß-Dölln aus, Grund sind Änderungen am Kühlsystem des 235 PS starken BMW-Motors, der in Sachen Öl und Wassertemperatur heuer zu heiß wird und vor Überlastung geschützt werden muss.
Wilfried Ruoff

