24-Stunden-Klassiker am Nürburgring mit Action, Premiere, Superlativen und Dramen
MCH-Racer Patrick Assenheimer besticht mit Klassensieg und Top-Ten-Platzierung im Porsche 911 GT3 R Evo 26 – Clubkamerad Yannick Fübrich im BMW M240i Racing Cup Klassensieger
Sensationelle 352 000 (!!!) Zuschauer - auch durch den Max Verstappen Hype bei dessen 24h-Premiere, 161 Nennungen, 159 Fahrzeuge an der Startlinie, lediglich 111 sahen nach der actionreichen 24h-Hatz die Zielflagge, typisches Eifelwetter mit Sonne, Regen, Graupel und Temperaturen bis runter auf 3 Grad in der Nacht, viele Gesamtsiegeraspiranten mit Unfällen und technischen Ausfällen – die 24. Auflage der ADAC RAVENOL 24h am Nürburgring und der Nordschliefe hatte einmal mehr für jede Menge Schlagzeilen gesorgt.
Foto: Gruppe C Photography
Geniales Ergebnis für Patrick Assenheimer, der heuer in einem Porsche 911 GT3 R in der aktuellsten EVO 26 Ausbaustufe am Start war. Zusammen mit Tobias Müller (Euskirchen), Daan Arrow (Niederlande) und Dylan Pereira (Luxemburg) gelang Patrick der Klassensieg in der SP9 Pro Am sowie der zehnte Gesamtrang, dazu war das Quartett drittbestes Porscheteam. Gemeldet wurde der Bolide vom Luxemburger Team Losch-Motorsport, die komplette Einsatzbetreuung übernahm die erfahrene Black Falcon Truppe. Vom 20. Startplatz – in der Klasse SP9 waren sensationelle 41 GT3-Boliden von neun Herstellern mit immens vielen namhaften Top-Piloten am Start – absolvierten die Losch-Fahrer 154 fehlerfreie Runden. „Unsere Performance war super, wir kamen optimal mit den wechselhaften Bedingungen bezüglich Strecke, Temperaturen und Wetter zurecht. Auch in Sachen Reifenwahl bei den unterschiedlichsten Bedingungen hatten wir ein glückliches Händchen“, erklärt Patrick Assenheimer.
„Vielen Dank an Losch Motorsport sowie dem Black Falcon Einsatzteam und meinen Fahrerkollegen, das diesjährige 24h-Rennen war ein absolutes Highlight“, resümiert der 34-jährige MCH-Racer. Mit zwei Runden mehr auf der Uhr und als Gesamtsieger abgewunken wurde der Mercedes AMG GT3 von Winward Racing mit den Piloten Maro Engel, Luca Stolz, Fabian Schiller und Martin Maxime. Die „erbten“ den Sieg vom Winward-Mercedes Schwesterfahrzeug – unter anderem mit dem vierfachen Formel 1 Weltmeister Max Verstappen am Lenkrad - der dreieinhalb Stunden vor Rennende mit einem Antriebswellenschaden und einer Minute Vorsprung die Box ansteuern musste. Neben Verstappen hatten Lucas Auer, Jules Gounon und Daniel Juncadella ins Lenkrad gegriffen. Der im legendären Red Bull Design angetretene Flitzer ging dann in den letzten beiden Runden nochmals auf die Piste und wurde mit 135 absolvierten Runden als 37. abgewunken.
Foto: Gruppe C Photography
Auch der zweite MCH-Langstreckenracer konnte heuer jubeln, Yannick Fübrich lenkte zusammen mit Sven Markert, Benjamin Albers und Santiago Baztarrica einen BMW M240i von Adrenalin Motorsport in der BMW Racing Cup Klasse. Gegen zehn identische BMW-Konkurrenten konnte der Meimsheimer mit seinen Fahrerkollegen den Klassensieg sowie den 51. Gesamtrang herausfahren. Dabei wurden mit dem Drei-Liter-Sechszylinder satte 130 Runden auf der 25 378 Meter langen Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix Kurs absolviert. Vom 98. Gesamtstartplatz sowie dem zweiten Klassenstartplatz war die Truppe ins Rennen gegangen, die schnellste Rennrunde gelang in 9.29.559 Minuten. (Wilfried Ruoff)

